Zusammenfassung

  • Der BVB kann bald wieder auf Mario Götze und Lukasz Piszczek setzen

  • Auch Erik Durm steigt voll ins Mannschaftstraining ein

  • Marco Reus macht Fortschritte und könnte schon im Februar wieder spielen

Dortmund - Borussia Dortmund hofft vor dem Beginn der Rückrunde auf interne Verstärkungen. Mario Götze und Lukasz Piszczek sollen zum Vorbereitungsbeginn mit der Mannschaft trainieren. Und auch Marco Reus macht große Fortschritte.

Ein großes Personalpuzzle war es nicht, das Peter Stöger zu bewältigen hatte, seit er am 10. Dezember das Amt des Cheftrainers bei Borussia Dortmund übernahm. In seinen drei Spielen an der Seitenlinie - zwei in der Bundesliga, eines im DFB-Pokal - stellte sich der 18-Mann-Kader immer von alleine auf. Stöger hatte keine Härtefälle, er musste keinen Spieler auf die Tribüne setzen, denn abgesehen vom dritten Torwart waren sowieso alle anderen Akteure verletzt.

Trotz dieser prekären Situation holte Stöger mit Dortmund zwei Siege zum Hinrunden-Abschluss und schied nur knapp mit 1:2 in München aus dem Pokal aus. Der Einstand ist gelungen. Nun darf sich der Trainer über die Aussicht freuen, in Kürze zwischen deutlich mehr starken Spielern wählen zu können als in seinen ersten Wochen an der Seitenlinie des BVB.

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Gemeint ist nicht, dass sich die Borussia nun ausgiebig auf dem Transfermarkt bedienen wird, wenngleich externe Verstärkungen möglich sind. In erster Linie sind es Spieler aus dem aktuellen Kader, die zuletzt nicht zur Verfügung standen, auf die sich Stöger freuen darf. Derzeit sieht es danach aus, dass Mario Götze, Lukasz Piszczek und Erik Durm bereits beim Trainingsstart am 3. Januar wieder am Ball sind und im Trainingslager in Marbella mit der Mannschaft trainieren können.

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Für den BVB haben diese Rückkehrer eine enorme Bedeutung. Götze war in dieser Saison oft der Dreh- und Angelpunkt des Dortmunder Offensivspiels. Und als Piszczek sich verletzte, begann die BVB-Misere mit acht sieglosen Spielen am Stück. Ohne den Routinier stand die Abwehr bei weitem nicht so stabil wie zuvor. Durm, immerhin Weltmeister von 2014, verpasste die komplette Hinrunde verletzungsbedingt. Er kann als Alternative für die Außenverteidiger-Positionen noch wichtig werden.

Lukasz Piszczek geht resolut gegen den Berliner Marvin Plattenhardt zu Werke
Lukasz Piszczek geht resolut gegen den Berliner Marvin Plattenhardt zu Werke © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Lukas Schulze

Doch es gibt noch weitere Spieler, auf deren Rückkehr die Schwarzgelben hoffen. Die jungen Offensiv-Talente Jadon Sancho und Jacon Bruun Larsen waren zuletzt ebenso zum Zuschauen verdammt wie der erfahrene Mittelfeldmann Sebastian Rode.

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Und dann gibt es da ja noch Marco Reus. Der 28-Jährige ist ohne Zweifel einer der besten Offensivspieler Deutschlands - wenn er fit ist. Leider ist er das seit seinem Kreuzbandanriss aus dem Pokalfinale der Vorsaison noch nicht, doch die Fortschritte sind unübersehbar. Zuletzt konnte er im Footbonaut auf dem Trainingsgelände des BVB wieder erste Pass- und Schussübungen machen. Im Trainingslager in Marbella soll er behutsam ein Stück näher an die Mannschaft geführt werden. Läuft alles nach Plan, kann er bereits im Februar wieder eingesetzt werden.

Trainer Stöger wird sich die Hände reiben. Schon bald hat er endlich eine große Auswahl bei der Zusammenstellung seines Spieltagskaders. Auf dieses Personalpuzzle kann sich der Österreicher ganz besonders freuen.

Tim Müller