Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (M.) eröffnet gemeinsam mit Wilken Engelbracht, kaufmännischer Vorstand​ VfL Bochum, Gerhard Blaschke, Direktor der GGS Hofstede, Astrid Platzmann-Scholten, Bürgermeisterin der Stadt Bochum, und Martin Stempel, Leiter Schulverwaltungsamt Bochum, die Wahrnehmungslandschaft - © firo
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (M.) eröffnet gemeinsam mit Wilken Engelbracht, kaufmännischer Vorstand​ VfL Bochum, Gerhard Blaschke, Direktor der GGS Hofstede, Astrid Platzmann-Scholten, Bürgermeisterin der Stadt Bochum, und Martin Stempel, Leiter Schulverwaltungsamt Bochum, die Wahrnehmungslandschaft - © firo

Bundestagspräsident Lammert weiht Wahrnehmungslandschaft für Kinder ein

Bochum – Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat in Bochum die Wahrnehmungslandschaft der Gemeinschaftsgrundschule Hofstede eröffnet. Die Bundesliga-Stiftung und der VfL Bochum unterstützen das Projekt, um Schülern der Inklusionsschule das Zusammenfinden zu erleichtern.

Enge Zusammenarbeit mit der Bundesliga-Stiftung

"Es ist immer gut, da besonders zu unterstützen, wo eine Förderung auch besonders nötig ist", sagte Lammert bei der Eröffnung am Donnerstag. "Wenn das in diesem Zusammenhang mit der Bundesliga-Stiftung geschieht, hat das gleich zwei Botschaften. Zum Einen, 'Wir sind dabei, wenn es um die Unterstützung und Förderung junger Menschen geht', und zum anderen, dass sich die Perspektive von Fußballern nicht auf das runde Leder beschränkt."

Dass sich der Fußball auch außerhalb der Stadien einsetzt, ist am Beispiel des Zweitligisten VfL Bochum gut zu sehen. "Der VfL Bochum ist bestrebt, der Stadt Bochum und ihren Bürgern etwas zurückzugeben", sagt Wilken Engelbracht, kaufmännischer Vorstand des Clubs. Unter der Dachmarke "Hier, wo das Herz noch zählt" engagiert sich der Verein in der Stadt und arbeitet auch hier eng mit der Bundesliga-Stiftung zusammen.

Die Bochumer Graf-von-der-Reke-Schule, die viele Kinder mit besonderem Förderbedarf, sowie Schüler mit Behinderungen besuchten, wurde zum Ende des Schuljahres im Sommer 2014 geschlossen. Danach wurden die Schülerinnen und Schüler an der GGS Hofstede eingegliedert. Im Rahmen der Weihnachtsaktion 2013 der Bundesliga-Stiftung wählte der VfL Bochum gemeinsam mit Martin Stempel, dem Leiter des Schulverwaltungsamts, die GGS als Empfänger einer Projektförderung aus. "Es ist schwierig, Schulen zusammenzulegen", sagt Direktor Gerhard Blaschke. "Inklusion bedeutet Teilhabe zu schaffen und an diesem Punkt ist uns das gelungen." So wurden von Beginn an Lehrer, Eltern und Schüler in die Planungen einbezogen. Die Kinder konnten Wünsche äußern, wie die Wahrnehmungslandschaft gestaltet sein soll und diese wurden so weit wie möglich umgesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei, dass die Schülerinnen und Schüler der geschlossenen Schule Willkommen geheißen werden.

Aber auch die Möglichkeiten der Weiterentwicklung und des Erfahrens von persönlichen Grenzen waren bei den Planungen wichtig. So wurde ein großes Klettergerüst mit Rutschstange und diversen Seilen, Netzen und Leitern errichtet. Weitere Elemente laden zum Balancieren ein. Aber auch die Wahrnehmung wird angesprochen. So gibt es nicht nur Hör- und Sprechrohre an den Elementen, es wurde auch ein Sinnespfad geschaffen. Auf verschiedenen Untergrundarten erfühlen die Kinder so Unterschiede und die Reaktionen ihres Körpers auf verschiedene Voraussetzungen.

Gemeinsames Erleben steht im Fokus

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