Vor knapp einer Woche hielt sich Alexander Bade noch im Trainingscamp der Spielergewerkschaft VDV fit. Einen Tag nach Schluss der Transferliste wurde der bis dahin arbeitslose Torwart von Arminia Bielefeld unter Vertrag genommen, weil sich Arminias Stammkeeper verletzte.

Es ist das zweite Mal in Folge, dass der Ex-VfLer sozusagen als Feuerwehrmann in die Bresche springt. Im Interview spricht er über seinen neuen Verein Arminia Bielefeld und die Zeit als "arbeitsloser" Keeper.

Frage: Hallo Herr Bade! Haben Sie eigentlich schon einmal nachgezählt, die wievielte Profistation Arminia jetzt für Sie ist?

Alexander Bade: Ich hatte letzte Woche ein Kinder-Torwarttraining, dabei haben wir nachgezählt. Es müsste meine siebte Station sein.

Frage: Wie kam es zum Engagement?

Bade: In erster Linie durch die Verletzung von Rowen Fernandez. Daraufhin hat mich der Bielefelder Torwarttrainer Thomas Schlieck angesprochen und mir die Notsituation geschildert. Die Zusage fiel leicht. Nochmals ein Jahr in der Bundesliga zu spielen, ist wunderbar.

Frage: In der vergangenen Saison waren Sie bei Borussia Dortmund. Ihr Vertrag dort wurde aber nicht verlängert. Wo haben Sie sich fit gehalten?

Bade: Zum Teil zu Hause, zum Teil bei der VDV, der Spielergewerkschaft. Dort habe ich auch als Trainer für die etlichen Torhüter, die da waren, fungiert. Das hatte allerdings zur Folge, dass ich selbst kaum in die Kiste gehen konnte.

Frage: Heben Sie damit gerechnet, so früh in der Saison verpflichtet zu werden?

Bade: Wirklich gerechnet habe ich damit nicht mehr. Ich bin aber während der Sommerpause zweigleisig gefahren und habe mich sowohl um eine Anstellung als Spieler bemüht, als auch schon an meiner zweiten Karriere als Trainer gebastelt. Das ging bei der VDV optimal. Ich habe bereits die A-Lizenz und schaue beizeiten, ob ich den Einstieg hinbekomme.