Freiburg - Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, ist der dienstälteste Übungsleiter in Deutschlands höchster Spielklasse. Er polarisiert wie an Tag eins. Am Wochenende treffen seine Breisgauer auf den SV Darmstadt 98, bei den Lilien feiert Neu-Coach Ramon Berndroth sein Bundesliga-Debüt. Mehr Augen dürften aber auf Streich gerichtet sein, nachdem dieser sich unter der Woche in einer Rede für mehr Zivilcourage einsetzte.

>>> Jetzt beim offiziellen Bundesliga Fantasy Manager mitmachen

Wenn im Breisgau am Samstag um 15.30 Uhr der Anpfiff erfolgt, ist Streich vier Jahre, elf Monate und acht Tage Cheftrainer des SC. Der 51-Jährige hat einst seine Jugend im Schwarzwald erlebt, kam als Spieler später für den Freiburger FC zum Einsatz, arbeitet seit 1995 für den größten Club in der Region. Der Fußballlehrer ist ohne Zweifel auf einzigartige Weise mit seiner Mannschaft verbunden.

>>> Vorschau: Fakten zu #SCFD98

Im Elfenbeinturm ist es ihm zu einsam

Die Spieler, die Streich trainiert, nennt er liebevoll seine Jungs. Und die Jungs arbeiten gerne mit dem extrovertierten Coach zusammen. "Ich probiere, mit ihnen in eine Kommunikation zu kommen. Ich beschäftige mich sehr mit ihnen. Ich schaue hin. Aber ich habe das Gefühl, sie beschäftigen sich mit mir auch", erklärt er. Eine flache Hierarchie gehört zur Philosophie des Metzgersohns: "Für mich ist das voll auf Augenhöhe - weil ich nicht in meinem Elfenbeinturm hocke und von oben runter irgendetwas diktiere. Das ist mir viel zu einsam dort."

Wenn Freiburg und Darmstadt am Samstag um 15.30 Uhr aufeinandertreffen, dann ist es also auch ein Duell zwischen altem und neuem Bundesliga-Trainer. Und das, obwohl Streich über 13 Jahre jünger als sein Gegenüber ist.

>>> Vorschau: Historische Daten zu #SCFD98