München - Der 1. FC Köln, Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg haben die 1. Pokalrunde überstanden - allerdings nicht ohne Mühe. Die Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen und Fortuna Düsseldorf müssen ihre Pokalhoffnungen schon begraben.

Eintracht Trier : 1. FC Nürnberg 0:2

Trainer Dieter Hecking blieb das befürchtete Deja-vu-Erlebnis erspart: Durch die Treffer von Albert Bunjaku (15. ) und Mehmet Ekici (89.) gewann Heckings Klub 1. FC Nürnberg mit 2: 0 (1:0) bei "Pokalschreck" Eintracht Trier und zog in die 2. DFB-Pokalrunde ein. Im vergangenen Jahr war Hecking mit Hannover 96 in Runde eins an Trier gescheitert, hatte am Sonntag aber auch eine gehörige Portion Glück gegen den Regionalligisten.

Vor 5.200 Zuschauern im Moselstadion ließ der Club, der schon vor dem Start in die Bundesliga-Saison am Samstag bei Borussia Mönchengladbach den Abstiegskampf ausgerufen hatte, zu Beginn keine Zweifel an seiner Dominanz aufkommen. Nürnberg brannte zwar kein spielerisches Feuerwerk ab, gegen den rheinland-pfälzischen Viertligisten reichte der solide Auftritt der Franken aber völlig aus.

Nach dem sehenswerten Treffer Bunjakus versäumten es die Nürnberger allerdings, den Vorsprung auszubauen. Gegen Ende der Partie geriet der Sieg noch in Gefahr, ehe Ekici alles klar machte.

Nürnberg: Schäfer - Judt, Wolf, Nilsson, Pinola - Gündogan, Simons - Eigler (85. Hegeler), Bunjaku - Mintal (60. Ekici) - Schieber (60. Frantz)

Tore: 0:1 Bunjaku (15.), 0:2 Ekici (89.)


Berliner AK 07 : 1. FSV Mainz 05 1:2

Neuzugang Lewis Holtby hat dem Bundesligisten FSV Mainz 05 ein weiteres frühes Aus im DFB-Pokal erspart. Der Mittelfeldspieler erzielte beim 2:1 (1:0)-Erfolg beim Fünftligisten Berliner AK beide Tore für die Gäste und sicherte seinem Team eine Woche vor dem Bundesliga-Saisonstart gegen den VfB Stuttgart den Einzug in die zweite Runde. Im vergangenen Jahr waren die Rheinhessen in der ersten Runde am Viertligisten VfB Lübeck gescheitert. Holtby traf in der 38. und 70. Minute, ehe es nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber durch Ibrahim Keser in der 83. Minute noch einmal spannend wurde.

Vor 1.120 Zuschauern im ehrwürdigen Berliner Poststadion zeigte sich Mainz in den ersten 45 Minuten überlegen, erspielte sich aber nur wenige klare Torchancen. Die Gastgeber, die als Sieger des Berliner Landespokals erstmals in ihrer 100-jährigen Vereinsgeschichte in den DFB-Pokal eingezogen waren, hatten allerdings bei einem Kopfball des Mainzer Kapitäns Nikolce Noveski Glück, der den Ball nach einer der zahlreichen Ecken knapp über die Latte platzierte (14.).

Die Führung von Holtby durch einen Linksschuss gab den Gästen aber keineswegs mehr Sicherheit. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatten die gut spielenden Berliner zwei große Möglichkeiten zum Ausgleich, doch köpfte Stürmer Pardis Fardjad-Azad einmal nur gegen die Latte (40.), zwei Minuten später verfehlte sein Kopfball nur erneut nur knapp das Ziel.

Nach der Pause kontrollierte der Bundesligist die Begegnung und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Doch wie schon zu Beginn des Spiels sprangen keine wirklich zwingenden Chancen dabei heraus. Nach einer kurz ausgeführten Ecke sorgte erneut Holtby für Jubel bei den Mainzer Anhängern. Wie schon beim 1:0 traf er mit einem Linksschuss. Nach dem 1:2 durch Keser mussten die Mainzer aber noch bis zum Schlusspfiff zittern.

Mainz: Wetklo - Zabavnik (62. Fuchs), Svensson, Noveski, Heller - Karhan (46. Polanski), Soto - Holtby, Simak (64. Szalai), Ivanschitz - Allagui

Tore: 0:1 Holtby (38.), 0:2 Holtby (70.), 1:2 Keser (83.)


ZFC Meuselwitz - 1. FC Köln 0:2

Ohne seinen gesperrten Star Lukas Podolski ist der 1. FC Köln nur mit Mühe in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Rheinländer setzten sich beim drei Klassen tiefer spielenden Regionalligisten ZFC Meuselwitz lediglich mit 2:0 (2:0) durch. Spielmacher Taner Yalcin sorgte bereits nach sechs Minuten durch einen eigentlich harmlosen Schuss für die Führung. Kurz vor dem Wechsel stellte Torjäger Milivoje Novakovic per Kopf die Weichen vor 9.018 Zuschauer im ausverkauften Stadion klar auf Sieg.

Die Hoffnung der Feierabendkicker auf die zweite Pokal-Runde und damit verbundenen garantierten TV-Einnahmen von 250.000 Euro erhielt bereits in der sechsten Minute einen ersten Dämpfer. ZFC-Keeper Oliver Dix ließ einen harmlosen Schuss von Yalcin durchrutschen.

Im Anschluss ließen die Rheinländer Chancen durch Novakovic, Sebastian Freis und McKenna allerdings ungenutzt. Meuselwitz trat mutiger auf, ohne jedoch zu wirklich zwingenden Chancen zu kommen. Praktisch mit dem Pausenpfiff verwertete Novakovic eine Flanke des slowenischen Nationalspielers Miso Brecko per Kopf zum 2:0.

Nach dem Wechsel hatte Lanig (47.) per Kopf die große Chance, zu erhöhen. Im Anschluss beschränkte sich Köln auf Ergebnisverwaltung. Meuselwitz wehrte sich nach Kräften, Karsten Oswald (55.) und Sebastian Gasch (59.) zwangen FC-Keeper Faryd Mondragon zu Glanzparaden.

Köln: Mondragon - Brecko, McKenna, Mohamad, Salger - Lanig - Matuschyk, Jajalo (75. Pezzoni) - Freis (82. Ionita), Yalcin (89. Clemens), Novakovic

Tore: 0:1 Yalcin (6.), 0:2 Novakovic (45.)


Schwarz-Weiß Essen - Alemannia Aachen 1:2

Peter Hyballa feierte bei Alemannia Aachen ein Profidebüt nach Maß. Der neue Trainer führte den Cup-Finalisten von 2004 am Sonntag zu einem 2:1 (2:0)-Sieg beim Fünftligisten ETB Schwarz-Weiß Essen in der 1. DFB-Pokal-Runde. Aachen ist für den 34 Jahre alten Coach die erste Station im professionellen Fußball.

Vor rund 3.500 Zuschauern im Stadion am Uhlenkrug machten die Gäste früh alles klar. Marco Höger verwandelte einen an Neuzugang Tolgay Arslan verschuldeten Foulelfmeter (26.), Manuel Junglas erhöhte dann per Kopfball (42.). Der Anschlusstreffer der Gastgeber von Sebastian Westerhoff (82.) kam zu spät. Für den ETB war es also ein kurzer Pokal-Auftritt nach langer Abstinez, vor 23 Jahren war der Klub aus dem Essener Süden zuletzt dabei. Damals scheiterte man im Achtelfinale am VfL Bochum.

Aachen war die klar bessere Mannschaft und hätte höher gewinnen müssen. Alleine Junglas (7., 54., 58.) hätte etwas für die Offensiva-Ausbeute machen können.

Aachen: Hohs - Demai, Herzig, Feisthammel, Achenbach - Kratz (36. Zdebel), Höger, Uludag, Arslan - Gueye (82. Tsoumou), Junglas

Tore: 0:1 Höger (26.), 0:2 Losing (42., Eigentor), 1:2 Westerhoff (81.)


TuS Koblenz - Fortuna Düsseldorf 1:0

Drittligist TuS Koblenz hat Fortuna Düsseldorf erneut einen Strich durch Rechnung gemacht. Nachdem die Rheinland-Pfälzer bereits in der vergangenen Saison der 2. Fußball-Liga die Düsseldorfer zu Hause 1:0 geschlagen hatten und damit den Aufstiegsambitionen der Fortuna einen herben Dämpfer versetzt hatten, warfen sie nun den höherklassigen Gegner ebenfalls mit 1:0 (0:0) aus dem DFB-Pokal raus. Die Fortuna wartet bereits seit 1999 auf den Einzug in die zweite Cup-Runde. Den Siegtreffer für den Achtelfinalisten der vergangenen Saison erzielte Johannes Rahn per Kopf in der 83. Minute.

Vor 9.065 im Stadion Oberwerth gingen die Gastgeber verdient als Sieger vom Platz, da die Fortuna bis auf wenige Ausnahmen enttäuschte. Vor allem in der ersten Hälfte taten sich die Gäste äußerst schwer gegen die kämpferisch starken Hausherren. Zwar hatten die Düsseldorfer zunächst die besseren Gelegenheiten, waren vor dem Tor aber zu umständlich. Die beste Chance vergab Ranisav Jovanovic in der 28. Minute. Drei Minuten später hatte der Zweitligist aber Glück, dass nach einem Foul an Marcus Steegmann im Strafraum der fällige Pfiff ausblieb.

Nach der Pause verflachte die Begegnung, Torchancen blieben Mangelware. Lediglich Massimo Cannizzaro hatte für Koblenz zunächst eine Möglichkeit (63.). Nach einem gut geschossenen Freistoß des eingewechselten Oliver Laux gelang dann Rahn der Siegtreffer für den Drittligisten, der sich zudem über 250.000 Euro Zusatzeinnahmen freuen kann.

Düsseldorf: Ratajczak - Lukimya-Mulongoti, Weber (86. Gaus), Langeneke, van den Bergh - Costa - Zoundi, Dum (25. Beister) - Torghelle (64. Wellington), Christ, Jovanovic. - Trainer: Meier
Tor: 1:0 Rahn (83.)


SC Victoria Hamburg - Rot-Weiß Oberhausen 1:0

Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen hat sich in der 1. Runde des DFB-Pokals kräftig blamiert: Das Team von Trainer Hans-Günter Bruns verlor beim Fünftligisten Victoria Hamburg trotz großer Feldüberlegenheit und besserer Torchancen 0:1 (0:1). Das Tor des Tages für die Amateure, die eigentlich nur einen Saisonetat von 90.000 Euro haben und sich nun über Zusatzeinnahmen in dreifacher Höhe freuen können, erzielte Stephan Rahn in der 29. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Der frühere Bundesligist vom Niederrhein bestimmte vor 2.000 Zuschauern zunächst in der Anfangsphase das Geschehen. Markus Kaya traf in der 13. Minute nur den linken Außenpfosten. Die Hamburger Amateure nutzten indes gleich ihre erste Torchance, als Rahn einen Freistoß aus 25 Metern direkt verwandelte. Die Gäste vergaben ihre beste Ausgleichschance in der 45. Minute durch Marinko Miletic, dessen Kopfball aus kurzer Distanz entschärfte Hamburgs Torwart Florian Ludewig.

Nach dem Wechsel forcierte RWO das Tempo und drückte Victoria in die eigene Hälfte. Oliver Petersch (56.) traf dabei zum zweiten Mal für die Gäste nur den Pfosten. Beste Spieler der Hamburger waren Torschütze Rahn und Torhüter Ludewig. Bei RWO setzten sich lediglich Petersch und Moses Lamidi gut in Szene.

Oberhausen: Loboue - Pappas (66. Landers), Miletic,
Hergesell (72. Celik), Petersch - Kaya (76. Schönfeld), Gordon,
Reichert - Krontiris, König, Lamidi

Tor: 1:0 Rahn (29.)


TuS Heeslingen : FC Energie Cottbus 1:2

Zweitligist Energie Cottbus hat seine Pflichtaufgabe nur mit Mühe gemeistert und ist mit einem knappen Erfolg in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Nach einer schwachen Vorstellung siegte der Cup-Finalist von 1997 beim niedersächsischen Oberligisten TuS Heeslingen mit 2:1 (2:0).

Vor rund 5.000 Zuschauern im Waldstadion besiegelten Kapitän Marc-Andre Kruska (32., Foulelfmeter) und Sergiu Radu (45.+1) das Weiterkommen der Lausitzer, die nach dem Anschlusstreffer von Björn Mickelat (60., Foulelfmeter) einige Male zittern mussten.

Der Fünftligist und Pokal-Debütant bat den Gästen durchaus Paroli. Allerdings wusste sich Heeslingens Dominik Bremer nach einer guten halben Stunde im Laufduell mit Energie-Stürmer Nils Petersen nur mit einem Foul im Strafraum zu helfen. Kruska verwandelte den fälligen Elfmeter sicher.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nutzte der eingewechselte Rumäne Radu einen Schnitzer der Heeslinger Abwehr und schloss einen Konter sicher zum 2:0 ab. Doch der Underdog steckte nicht auf. Nach einem von Energie-Neuzugang Kolja Afriyie an Wojciech Bobrowski verursachten Strafstoß schaffte Mickelat den Anschluss für das Team des früheren Dynamo-Dresden-Profis Torsten Gütschow.

Cottbus: Kirschbaum - Afriyie, Straith, Brzenska, Soma - Kronaveter, Kurth, Kruska (46. Reimerink), Adlung (82. Bittroff) -
Jula (20. Radu), Petersen

Tore: 0:1 Kruska (32.), 0:2 Radu (45.+1), 1:2 Mickelat (60.)


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