Nach drei Wochen Vorbereitung und drei Testspielen gegen unterklassige Mannschaften steht für den FC Bayern der erste dicke Brocken auf dem Programm. Am Mittwoch (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) trifft der Double-Gewinner auf den Bundesligisten Borussia Dortmund.

"Das ist der erste echte Härtetest für uns", sagte Jürgen Klinsmann vor der Neuauflage des DFB-Pokalfinales. Erst im April hatte der Rekordmeister die Borussia nach einem packenden Duell mit 2:1 in der Verlängerung besiegt.

Erster Härtetest für Bayern

Der Bundesliga-Klassiker steht in der aktuellen Vorbereitung ganz im Zeichen beider "Neuzugänge" auf der Trainerbank. Auf der einen Seite Jürgen Klinsmann, auf der anderen Jürgen Klopp.

Klinsmann und der FC Bayern haben sich bislang mit richtungsweisenden Tests zurückgehalten. In drei Partien gab es zwar insgesamt 26 Tore bei zwei Gegentoren. Allerdings hießen die Gegner SV Lippstadt, TSV Nördlingen und Fanclub Nabburg.

Noch keine Niederlage in der Vorbereitung

Auch die Borussia ist nicht großartig auf Wanderschaft gegangen. Das Team von Jürgen Klopp bestritt nur ein Testspiel mehr als die Bayern. Mit dem FC Luzern (2:2), dem FC Basel (2:2), Rot-Weiß Essen (1:0) und dem SC Paderborn (2:1) hatten die Gegner aber immerhin mehr Qualität.

Überragende Ergebnisse konnte die Borussia aber dennoch nicht erzielen. Insofern werden beide Teams am Mittwoch den eigenen Leistungsstand erurieren wollen. "Das ist das erste Spiel, bei dem wir einigermaßen komplett sind. Insofern nehmen wir es sehr ernst", kündigte Bayerns Manager Uli Hoeneß bereits an.

Offensiver Schlagabtausch?

Von der Partie darf man sich jedenfalls einiges versprechen. Dass beide Trainer eine offensive Gangart bevorzugen ist längst kein Geheimnis mehr. "Moderner Fußball besteht darin, ballorientiert zu verteidigen, Pressing mit schnellen Leuten zu betreiben, den Gegner ständig unter Druck zu setzen und blitzschnell umzuschalten von Defensive auf Offensive", umreißt Jürgen Klopp seine Vorstellungen für die neue Borussia.

Und auch bei Jürgen Klinsmann ist längst klar, dass das offensive Spektakel durchaus zur Spielmaxime gehört. Alleinunterhalter aus taktischen Zwängen soll es im Bayernsturm nicht geben: "Ich bin kein Freund des 4-5-1. Wir haben drei Topstürmer, um die uns viele, viele Clubs beneiden. Von denen setzte ich keine zwei auf die Bank."

Beide Clubs haben sich übrigens auf jeweils maximal sechs Auswechslungen geeinigt. Steht es nach 90 Minuten Unentschieden, erfolgt direkt ein Elfmeter-Schießen. Schiedsrichter der Partie ist Thorsten Kinhöfer.