Frankfurt - Die Bundesliga-Stiftung fördert mit der neuen Workshopreihe "Show Racism the Red Card" künftig die Präventionsarbeit des gleichnamigen gemeinnützigen Vereins. Sie finanziert mit lokalen Partnern 16 Veranstaltungen an Standorten der Bundesliga und 2. Bundesliga in Kooperation mit den jeweiligen Proficlubs. Der Anstoß für das Integrationsprojekt erfolgte heute mit dem ersten Workshop bei Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig, gemeinsam mit dem Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig.

"Mit der Förderung von 'Show Racism the Red Card' weiten wir unser Engagement für Kinder und Jugendliche im Bereich Integration weiter aus. Wir danken auch RB Leipzig. Der Club macht sich gemeinsam mit uns für Prävention und Wertevermittlung stark", sagt Kurt Gaugler, Geschäftsführender Vorstand der Bundesliga-Stiftung.

"In unseren Workshops geben wir jungen Menschen Raum, um über eigene Erfahrungen mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit zu sprechen und zu reflektieren. Dadurch fördern wir frühzeitig sowohl Zivilcourage und Toleranz als auch ein Bewusstsein für Ausgrenzungsmechanismen und Gegenstrategien", erklärt Andreas Hellstab, Vorstand von Show Racism the Red Card - Deutschland.

Während der Workshopreihe werden Sportstätten zu außerschulischen Lernorten: Für einen Vormittag tauschen Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen neun und 14 Jahren ihr Klassenzimmer mit Räumlichkeiten im Stadion oder Vereinsheim. Dort werden Rassismus, Diskriminierung und Gewalt anhand von Beispielen und filmischen Elementen aus dem Fußball greifbar gemacht und diskutiert. In einem anschließenden Rollenspiel  erarbeiten die Teilnehmenden Handlungsoptionen für ihren Alltag. Ein Höhepunkt ist die persönliche Begegnung mit Fußballprofis, die durch ihre Vorbildfunktion den Lernprozess der Schüler unterstützen. Ein Stadionbesuch rundet das Lernprogramm ab.

Weitere Workshops sind bis Frühjahr 2015  u.a. in Hannover, Augsburg und Braunschweig geplant.

Show Racism the Red Card

Show Racism the Red Card - Deutschland führt seit 2009 in Zusammenarbeit mit Fußball-Bundesliga- und Amateur-Vereinen, Schulen, Fanprojekten und Jugendeinrichtungen deutschlandweit interaktive Workshops zu Rassismus und anderen Diskriminierungsformen durch. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren. Die Initiative mit Sitz in Berlin versteht sich als eine Ergänzung zu etablierten und erfolgreichen Projekten und Initiativen im Kampf gegen menschenverachtende Einstellungen und extrem rechte Ideologien und setzt neue Impulse im Schnittbereich von politischer Bildung und Fußball.

Bundesliga-Stiftung

Die Bundesliga-Stiftung wurde Ende 2008 vom Ligaverband und der DFL Deutsche Fußball Liga mit dem Ziel gegründet, die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs noch intensiver wahrzunehmen. Seither wurden rund 170 Projekte mit etwa neun Millionen Euro gefördert. Dabei setzt die Bundesliga-Stiftung auf ein Vier-Säulen-Modell: Als eine führende Stiftung aus dem Sport für die Gesellschaft nutzt sie die Kraft des Fußballs, um in Deutschland Kinder, Menschen mit Behinderung und Sportler anderer Sportarten gezielt zu unterstützen und das Thema Integration voranzutreiben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.theredcard.de, www.bundesliga-stiftung.de und www.leipzig.de/ikw