Der Ligaverband setzt mit dem Beitritt zur "Berliner Erklärung" ein unmissverständliches Zeichen gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit. Die von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld initiierte Deklaration ist ein Bekenntnis zu Vielfalt, Respekt und Akzeptanz. Dabei erklären die Unterzeichner insbesondere, sich aktiv gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports einzusetzen.

"Weltoffenheit und Toleranz müssen Markenzeichen der Bundesliga sein. Dazu gehört auch ein klares Bekenntnis gegen Homophobie. Die sexuelle Orientierung darf genauso wenig wie Hautfarbe oder Religion ein Vorwand für Ausgrenzung und Ablehnung sein", sagt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball: "Es ist beschämend, dass es auch in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist, wenn sich Menschen zu ihrer Homosexualität bekennen. Alle gesellschaftlichen Kräfte sind daher gefordert."

"Vorurteilsfereies Klima im Fußballsport fördern"



Neben dem Ligaverband haben 38 Vereine und Institutionen die "Berliner Erklärung", die sich zudem für eine Intensivierung der Forschung auf dem Gebiet der Homophobie einsetzt, unterschrieben. Gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Sportpsychologische Beratung und Betreuung der Universität Vechta entwickelt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld derzeit unter anderem Bildungsmodule zur Sensibilisierung und zur Steigerung der Akzeptanz von Schwulen und Lesben im Sport. Eine Begleitforschung soll Erkenntnisse liefern, welche Maßnahmen vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu mehr Akzeptanz beitragen helfen.

"Mit unserem Bildungs- und Forschungsprojekt 'Fußball für Vielfalt‘ - Fußball gegen Homophobie‘ möchten wir ein vorurteilsfreies Klima im Fußballsport fördern, das eine Kultur gelebter Vielfalt auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und Achtung schafft. Es freut mich sehr, dass der Ligaverband mit der Unterzeichnung ein starkes Signal weit über die Bundesliga hinaus setzt", sagt Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.