Zehn Tage vor seinem 59. Geburtstag ist Bundesliga-Legende Rolf Rüssmann in der Nacht zum Samstag nach langer schwerer Krankheit gestorben.

Der ehemalige Vorstopper, der seine Frau Eva und die Töchter Nina und Laura hinterlässt, litt an Prostata-Krebs.

"Die Bundesliga trauert um eines ihrer prägenden Gesichter"

Mit Betroffenheit wurde die Meldung bei der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH aufgenommen. "Die Bundesliga trauert um eines ihrer prägenden Gesichter. Rolf Rüssmann war ein großer Sportsmann, der wie kein zweiter für den Ruhrgebietsfußball stand. Beliebt bei den Fans, wurde seine lebenslustige und humorvolle Art von allen Seiten geschätzt. Auch in seiner zweiten Karriere als Manager hat Rolf Rüssmann Maßstäbe gesetzt: Insbesondere sein Einsatz für die Jugendarbeit wird mit seinem Namen verbunden bleiben", erklärte Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.

Rolf Rüssmann hatte sich bei der DFL bis zuletzt im Bereich der Jugendleistungszentren und deren Zertifizierung engagiert.

453 Einsätze in der Bundesliga

Der kopfballstarke Verteidiger, der 20 Einsätze in der Nationalmannschaft bestritt und 1978 bei der WM in Argentinien dabei war, brachte es in der Bundesliga auf 453 Spiele und war 1972 mit Schalke 04 deutscher Pokalsieger und Vizemeister.

Nach der aktiven Laufbahn war Rolf Rüssmann als Manager tätig. 1987 erst für wenige Monate bei Schalke 04, dann von 1990 bis 1998 bei Borussia Mönchengladbach und ab Februar 2001 bis Dezember 2002 beim VfB Stuttgart.

Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) reagierte man betroffen. "Kürzlich erst hat Rolf bei uns seine Mitarbeit in den ehrenamtlichen Gremien für die Nachwuchs-Förderung mit dem Hinweis auf seine angegriffene Gesundheit beendet. Dem Fußball war er zeitlebens leidenschaftlich verbunden. Ich persönlich kannte und schätzte ihn seit über 30 Jahren. Unser großes Mitgefühl gilt seiner Familie", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.