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Die Bundesliga ist zurück: Hochspannung in Titelrennen und Abstiegskampf

Die Rückrunde der 57. Bundesliga-Saison verspricht das spannendste Titelrennen der letzten zehn Jahre. Doch auch in der unteren Tabellenhälfte wird einiges geboten sein.

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Der spannendste Titelkampf seit einem Jahrzehnt, fünf Mannschaften getrennt durch nur sieben Punkte: Ganz Fußball-Deutschland sehnt den Rückrundenstart der Bundesliga herbei - und auch der Bundestrainer ist längst elektrisiert. "Es kommen einige Teams für den Titel infrage", sagte Joachim Löw beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL): "Die Rückrunde beginnt mit unglaublich großer Spannung. Verschiedene Mannschaften befinden sich auf Augenhöhe."

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Zumindest fast. Nur zwei Pünktchen liegt Spitzenreiter RB Leipzig (37 Punkte) nach den ersten 17 Spieltagen vor Borussia Mönchengladbach, auch der FC Bayern München (33) und die punktgleichen Rivalen Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 (beide 30) dürfen sich natürlich noch berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. "Da hat sich wirklich ein interessantes Bild entwickelt und es ist sehr schön, dass nicht nur Bayern und Dortmund oben stehen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der Leipzig ähnlich wie die anderen Verfolger hoch einschätzt.

"Leipzig ist derzeit zurecht Tabellenführer. Es werden schwere Aufgaben, aber wir haben die Qualität und den Willen dazu", sagte Münchens Trainer Hansi Flick über eine mögliche Aufholjagd. Dortmunds Präsident Reinhard Rauball versicherte, dass der BVB trotz des Rückstandes "natürlich noch spielen" werde - er lobte allerdings: "Leipzig hat ohne Frage eine tolle Hinrunde gespielt und ist einer der Favoriten auf den Titel."

Zuletzt war es in der Spielzeit 2009/10 nach der ersten Halbserie ähnlich eng zugegangen. Damals gehörten sogar sechs Teams zu einer Spitzengruppe, die durch sieben Punkte getrennt war - und am Ende jubelte nicht der Herbstmeister. Bayer Leverkusen beendete die Saison nämlich auf dem vierten Rang, stattdessen feierte der FC Bayern den Titelgewinn.

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Auch der Abstiegskampf verspricht wieder einmal Dramatik, große Namen sind in Gefahr. Wie die Konkurrenz will der SV Werder Bremen den Absturz in die 2. Bundesliga mit aller Macht verhindern. Der Abstiegskampf verspricht in den nächsten Wochen also einmal mehr viel Dramatik, neben Werder sind ja noch weitere große Namen in Gefahr. Selbst Hertha BSC unter Jürgen Klinsmann und Eintracht Frankfurt müssen zusehen, dass sie den Abstand zur unmittelbaren Gefahrenzone schnell vergrößern.

Alle Kellerkinder der Bundesliga wie Schlusslicht Paderborn, Köln, Mainz oder Frankfurt schleppen ihre Probleme mit sich herum - bei Werder ist es die Defensive. Die Hanseaten spielten in der Hinrunde nicht ein einziges Mal zu null. "Das ist sehr enttäuschend und natürlich auch peinlich", sagte Kapitän Niklas Moisander der Sport Bild: "Aber es ist auch Motivation. Wir wissen, dass sich das ändern muss, wenn die Rückrunde erfolgreich sein soll."

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Und der Kampf um die Klasse beginnt gleich mit einem kleinen Finale, Fortuna Düsseldorf könnte mit einem Sieg den Abstand auf den Vorletzten Bremen auf vier Punkte erhöhen. Trainer Friedhelm Funkel erwartet so oder so aber ein enges Rennen bis zum Schluss - und wertet dies als Vorteil seines Teams. "Wir waren von Anfang an darauf eingestellt, dass wir auch mal 17. oder 18. sein können, das wird in der Rückrunde vielleicht auch noch mal passieren", sagte der 66-Jährige.

Der 1. FC Köln hofft, dass der Aufwärtstrend unter Markus Gisdol auch gegen den VfL Wolfsburg anhält. Drei Siege in Serie gab es vor Weihnachten, in den sechs Partien unter Gisdol holte der Traditionsklub mehr Punkte (zehn) als in den elf Spielen unter dessen Vorgänger Achim Beierlorzer (sieben).

Und was ist mit dem SC Paderborn? Bleibt der krasse Außenseiter weiter dran? Dass der Abstand auf den Relegationsrang nur drei Zähler beträgt, macht den Ostwestfalen trotz des harten Auftaktprogramms (Leverkusen, Freiburg, Wolfsburg) Mut. "Alle geben Vollgas. Wir wollen uns gemeinsam immer weiterentwickeln und verbessern", sagte Trainer Steffen Baumgart: "Ich bin vom Klassenerhalt überzeugt."