Für die meisten Bundesliga-Profis steht in den kommenden Tagen und Wochen die Erholung nach einer anstrengenden Saison auf dem Programm. Und natürlich mindestens schon die gedankliche Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.

Weil aber im Sommer 2010 die Weltmeisterschaft in Südafrika stattfindet, heißt es für einige Akteure aus dem deutschen Profifußball: auf zum Confederations Cup 2009!

Bei der achten Ausgabe dieses Wettbewerbs, der für das Ausrichterland am Kap der Guten Hoffnung als Generalprobe für das WM-Turnier dient, sind vom 14. bis zum 28. Juni insgesamt sieben Profis von deutschen Clubs für ihre Heimatländer am Ball. Sechs dieser Spieler treffen übrigens in der Gruppe B aufeinander.

bundesliga.de gibt einen Überblick der teilnehmenden Legionäre am diesjährigen Confed Cup:

Luca Toni (Italien)

Bayern Münchens Stürmerstar und die "Squadra Azzurra" reisen als amtierende Weltmeister ins südliche Afrika. In den Gruppenspielen heißen die Gegner USA (15. Juni), Ägypten (18. Juni) und Brasilien (21. Juni). Toni absolvierte bisher 40 Partien (15 Treffer) für sein Land.

Lucio (Brasilien)

Tonis Teamkollege vom deutschen Rekordmeister kommt als Spitzenreiter der Südamerika-WM-Quali mit viel Rückenwind in die Kap-Republik. Der Verteidiger muss mit der "Selecao", die übrigens die erfolgreichste Nation beim Confed Cup ist (zwei Siege, ein Mal Zweiter, ein Mal Vierter), gegen Ägypten (15. Juni), die USA (18. Juni) sowie Italien (21. Juni) ran.

Josué (Brasilien)

Es war eine lange, aber auch eine sehr erfolgreiche Saison für Josué. Der Kapitän des VfL Wolfsburg ist auch in der brasilianischen "Selecao" eine feste Größe, Nationalcoach Carlos Dunga plant mit dem "Sechser" nicht nur in der WM-Qualifikation für die WM 2010, sondern auch für die Generalprobe beim Confed Cup.

Rowen Fernandez (Südafrika)

Der Torhüter von Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld steht im Kader der Gastgeber. Im Eröffnungsspiel geht es am 14. Juni gegen den Irak (14. Juni). Weiter Gruppengegner der Südafrikaner sind Neuseeland (17. Juni) und Europameister Spanien (20. Juni). Fernandez ist der einzige "Deutsche" in Gruppe A.

Michael Bradley (USA)

Als amtierender Meister des Verbandes CONCACAF nehmen die Vereinigten Staaten von Amerika mit insgesamt drei Legionären am Turnier teil. Einer davon ist der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach, der nach dem Klassenerhalt mit den "Fohlen" auf weitere Erfolgserlebnisse brennt. Bradleys Verhältnis zum Trainer ist übrigens ein besonderes: Sein Vater Bob ist der Coach der USA.

Luis Robles (USA)

Der Keeper steht im deutschen Liga-Alltag beim 1. FC Kaiserslautern zwischen den Pfosten. Er überzeugte seinen Nationaltrainer Bob Bradley in seinen 20 Saisonspielen für die Pfälzer. In Südafrika tritt der "Rote Teufel" mit seinem Landsleuten gegen Weltmeister Italien (15. Juni), Brasilien (18. Juni) und Ägypten (21. Juni) an.

Heath Pearce (USA)

Der Verteidiger von Hansa Rostock will mit seinem Heimatland gegen die starken Gegner für Überraschungen sorgen. Der 24-Jährige kommt zwar erst auf vier Einsätze für das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", beim Team von der Ostsee war er aber mit immerhin zwölf Einsätzen am Verbleib in der 2. Bundesliga beteiligt.

Mohamed Zidan (Ägypten)

Der Stürmer, der in der Bundesliga für Borussia Dortmund auf Torejagd geht, muss sich mit dem Afrikameister von 2008 in der Gruppenphase gegen Brasilien (15. Juni), Italien (18. Juni) sowie die USA (21. Juni) behaupten. Zidan reist mit der Empfehlung von sieben Saisontoren für die "Schwarz-Gelben" zur WM-Generalprobe.