Darmstadt - Darmstadt 98 ist gegen Werder Bremen liefern sich vor allem in der 2. Halbzeit ein spektakuläres Duell. So beurteilen die Beteiligten die Partie:

Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): "Nach der ersten Halbzeit war es klar, dass es nicht das Ende der Fahnenstange sein würde. Wir wussten, dass Bremen noch etwas versucht. In der zweiten Halbzeit war es ein anderes, offeneres Spiel. Bremen hat Qualität und einen Serge Gnabry , der, wenn er so weitermacht, wahrscheinlich nicht mehr lange in Deutschland spielen wird."

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Für mich hat das Spiel gefühlt erst in der zweiten Halbzeit begonnen. In der ersten Halbzeit kamen wir immer zu spät. Wir wollten eine Reaktion zeigen und haben es dann deutlich besser gemacht. Wenn du 2:1 führst, willst du natürlich mehr - wir müssen aber grundsätzlich zufrieden sein." 

"Wir sind super zurückgekommen"

Aytac Sulu (Darmstadt 98): "Das Ergebnis geht heute in Ordnung. Wir hatten in der ersten Halbzeit deutlich mehr von der Partie,  nach der Pause hat dann Bremen vermehrt auf das Gas gedrückt. Wir haben nach der Pause 20 Minuten gehabt, in denen wir den Druck aus dem ersten Durchgang nicht aufrecht halten konnten, danach hat es wieder funktioniert. Wir haben nach dem Rückstand tolle Moral bewiesen und die Mentalität, die uns auszeichnet. Die kleinen Fehler wollen wir schnell abstellen, aber wir freuen uns über den Punkt mehr auf dem Konto. Für mich persönlich war es richtig schön, nach den fünf Spielen wieder auflaufen zu können. Wer mich kennt, der weiß, wie schwer es mir fällt, von außen zuschauen zu müssen."

 Antonio Colak (Darmstadt 98): "Nach dem Elfmeterpfiff habe ich mir einfach den Ball geschnappt und war natürlich froh, dass er reinging. Beim zweiten Tor habe ich nicht viel nachgedacht, sondern einfach draufgehauen, zumal keiner in der Mitte stand. Ich bin glücklich über meine zwei Tore und darüber, dass wir einen Punkt dabehalten haben. Noch glücklicher wäre ich natürlich mit einem Sieg gewesen."

Marcel Heller (Darmstadt 98): "Es waren heute zwei verschiedene Halbzeiten. Vor der Pause haben wir es sehr gut gemacht und die Vorgaben umgesetzt. Bremen kam dann besser aus der Kabine, hat das Spiel ein wenig an sich gerissen und zwei Tore erzielt. Nach dem Rückstand sind wir super zurückgekommen, danach ist es ein absolut offenes Spiel gewesen. Schlussendlich ist die Punkteteilung gerecht. Wir haben leider noch nicht über 90 Minuten unser Spiel auf den Platz bekommen, aber super Moral bewiesen und uns mit einem Punkt belohnt."

Jerome Gondorf (Darmstadt 98): "Aufgrund der zweiten Hälfte und dem zwischenzeitlichen Rückstand ist es ein Punkt, den wir dazugewonnen haben. Wir konnten die hervorragende erste Hälfte leider nicht auf die komplette Spielzeit übertragen, und in der Bundesliga werden ein paar Prozent weniger sofort bestraft. Der Ausgleich hat Bremen zurückgebracht, aber umgekehrt sind wir nach dem Rückstand super zurückgekommen. Was meine knappen Freistöße angeht, bin ich sicher, dass auch bald wieder einer reinfallen wird."

"Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden"

Clemens Fritz (Werder Bremen):"In der ersten Halbzeit sind wir nicht gut ins Spiel gekommen. Da haben wir uns durch die Zweikampfstärke der Darmstädter den Schneid abkaufen lassen und keine Lösungen gefunden. Zur zweiten Halbzeit haben wir taktisch umgestellt und haben das sehr gut gemacht. Da haben wir die freien Räume gesucht und gefunden, haben die Darmstädter laufen lassen und sind verdient in Führung gegangen. Der unbedingte Wille war da, das war sehr positiv. Das wir wenig zugelassen haben, aber trotzdem zwei Tore bekommen, müssen wir uns auch heute ankreiden lassen."

Serge Gnabry (Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit haben wir zu viel mit langen Bällen agiert. Danach haben wir angefangen Fußball zu spielen und es lief plötzlich viel besser. Wir hätten hier heute auch mit einem Sieg nach Hause fahren können. Beim nächsten Mal müssen wir einige Situationen besser verteidigen. Wenn man immer wieder Gegentore bekommt, ist es schwer Punkte zu holen."

Zlatko Junuzovic (Werder Bremen): "Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden. Die erste Halbzeit war sehr zerfahren, es gab viele Unterbrechungen. Durch den Elfmeter sind wir dann unglücklich in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit haben wir auf zwei Spitzen umgestellt. Wir waren viel bissiger, haben den Ball gut laufen lassen und mehr Zug zum Tor entwickelt. Nach dem Ausgleich hatten wir noch zwei, drei Chancen, aber wir nehmen den Punkt heute gerne mit."