Berlin - Vater Vedad Ibisevic als Spielverderber: Der Hamburger SV hat trotz einiger guter Ansätze auch bei der Premiere von Markus Gisdol seine negative Serie nicht beenden können. Die Norddeutschen unterlagen bei Hertha BSC 0:2 (0:1) und verloren damit das fünfte Spiel in Serie. Noch nie ist der HSV schlechter in eine Bundesligasaison gestartet.

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Vedad Ibisevic 19 / Rune Jarstein 10 / u.a. Mitchell Weiser 9

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Das Spiel in Kürze

Die effektiven Berliner bleiben vor allem dank Ibisevic weiter in der Spitzengruppe der Liga. Dem Team von Trainer Pal Dardai gelang bereits der vierte Sieg, lediglich vor 46 Jahren war der Hauptstadtklub zu diesem Zeitpunkt besser. Ibisevic, der am Freitag Vater geworden war, traf doppelt (29./70., Foulelfmeter).

"Ich kann keine sofortigen Ergebnisse versprechen", hatte Gisdol bei seiner Vorstellung erklärt. Die Hoffnungen der HSV-Fans, endlich den erhofften attraktiven und erfolgreichen Fußball zu sehen, erfüllte sich zunächst aber zumindest in Ansätzen. Vor 57.656 Zuschauern im Berliner Olympiastadion änderte Gisdol die Startformation auf drei Positionen. Neben Cleber und Filip Kostic rückte der ehemalige Berliner Pierre-Michel Lasogga in den Sturm und bildete mit Neuzugang Bobby Wood die Doppelspitze. Dennoch zeigte sich in der ersten Hälfte wieder einmal das alte Problem: die mangelhafte Chancenauswertung.

Die Berliner zeigten sich dagegen wie gewohnt effektiv. Zwar trafen sowohl Mitchell Weiser (15.) als auch Genki Haraguchi (17.) zunächst nur Latte und Pfosten. Dann machte es Ibisevic besser: Der Bosnier schaltete nach einem abgefälschten Ball im Strafraum am schnellsten und ließ René Adler keine Chance.

Nach der Pause blieben die Hamburger aggressiv und drängten auf den Ausgleich. In der 60. Minute dann auch mit Alen Halilovic. Das Toptalent war zuletzt unter Labbadia kaum zu Spielminuten gekommen. Das Tor erzielten aber wieder die Herthaner. Ekdal foulte Valentin Stocker - Ibisevic traf erneut. Und vergab anschließend freistehend sogar die Chance zu seinem dritten Tor.

© imago / Sebastian Wells

Die Highlights im Spielfilm

14. Minute: Weiser an die Latte

Ein toller Angriff der Hertha. Im Mittelfeld spielt Vedad Ibisevic auf die rechte Seite. Dort steht Alexander Esswein, der den Ball direkt auf den mitgelaufenden Mitchell Weiser spielt und der zieht ab, der Ball geht an die Latte.

29. Minute: Tooor für die Hertha: der Papa trifft

Vedad Ibisevic, der heute Nacht Vater geworden ist, trifft für die Hertha zum 1:0. Nach einer Ecke bekommt Esswein den Ball am Sechszehner und zieht ab. Der Ball landet bei Ibisevic, der gedankenschnell abzieht und trifft.

67. Minute: Elfmeter für die Hertha

Im Strafraum gibt es einen Zweikampf zwischen Albin Ekdal und Stocker, der Schweizer fällt. Winkmann zeigt auf den Punkt.

70. Minute: Doppelpack für Ibisevic - 2:0 für die Hertha

Der Bosnier lässt Rene Adler im Tor des HSV keine Chance und trifft zum 2:0 für die Hertha. Ist das schon die Entscheidung?

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Top-Fakt

Ibisevic schnürte seinen 20. Doppelpack in der Bundesliga - von den aktuellen Spielern schafften dies nur Pizarro, Lewandowski und Gomez öfter.

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Spieler des Spiels

Vedad Ibisevic ist mit jetzt 97 Bundesliga-Toren der erfolgreichste Bosnier der Bundesliga-Geschichte, schnürte gegen den HSV bereits seinen 20. Doppelpack  im Oberhaus und war abschlussfreudigster Berliner (vier Torschüsse)