Darmstadt - Alles sah nach einem Auswärtssieg für die TSG Hoffenheim bei Darmstadt 98, aber dann trafen die Lilien in der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich. So beurteilten die Beteiligten nach dem Abpfiff die intensive Partie.

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Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): "Wir sind natürlich sehr glücklich mit dem späten, aber verdienten Ausgleich. Hoffenheim ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Wir haben uns mit zunehmender Spieldauer mehr zugetraut. Beim 0:1 müssen wir wacher sein. Aber die Mannschaft hat nicht aufgesteckt. Die Mannschaft hat alles probiert. Das war das beste der vier bisherigen Spiele."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Der Punktgewinn war für Darmstadt absolut verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir die Geduld, die wir haben wollten, ein bisschen verloren. Darmstadt hat an seine Chance geglaubt. Wir haben das Fußballspielen eingestellt. Dann bekommen wir spät, aber verdient, weil Darmstadt ein gutes Spiel gemacht hat, den Ausgleich. Da pennen zwei Spieler im Ablauf."

"Das war eine deutliche Leistungssteigerung"

Antonio Colak (Darmstadt 98): Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert, sind gelaufen ohne Ende, haben den Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Wir haben dadurch den Fans einen Schub gegeben, die Zuschauer haben uns gepusht, und wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Dass der Ausgleich in der Nachspielzeit fällt, ist natürlich ein superschönes Gefühl.

Florian Jungwirth (Darmstadt 98): Wir waren präsent, haben den Gegner permanent gestört, uns Chancen erarbeitet und gute Standards geschlagen. Dafür haben wir uns lange leider nicht belohnt, bekommen sogar das bittere Tor direkt nach der Halbzeit. Danach haben wir unser Visier noch mehr geöffnet und einfach weitergemacht. Wenn man am Ende für diesen Aufwand und Kampf belohnt wird, ist es doppelt schön. Das war heute eine deutliche Leistungssteigerung. Es geht nur mit dieser Geschlossenheit und dem Mut, den wir heute gezeigt haben.

Denys Oliinyk (Darmstadt 98):Der Ausgleich in der letzten Minute war einfach perfekt für uns als Team und ein tolles Gefühl für mich persönlich. Sandro ist in den Strafraum gezogen und ich bin einfach losgerannt, dann ist der Ball zum Glück zu mir gekommen. Wir haben alle bis zum Schluss daran geglaubt in dieser wahnsinnigen Atmosphäre. Ich bin unglaublich glücklich über das Tor.

Alexander Milosevic (Darmstadt 98): Wir haben eine Kämpfermentalität, das konnten heute alle sehen. Nach der Pause direkt in Rückstand zu geraten, tat weh, aber wir sind super zurückgekommen und haben über 90 Minuten eine klasse Leistung gezeigt. Wir waren fokussiert und haben uns belohnt. Ein Punktgewinn in der Nachspielzeit ist zumindest ein kleines Geburtstagsgeschenk für unseren Trainer. Für uns ist jeder Punkt enorm wichtig, um unser großes Ziel am Saisonende zu erreichen.

Das Unentschieden tut richtig weh

Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim): Für mich persönlich war es natürlich schön, mal wieder zu treffen. Aber es hat nicht zum Sieg gereicht. Deshalb habe ich kein gutes Gefühl. Wir haben wieder nur unentschieden gespielt. Das ist zu wenig. Wir haben heute nicht so gespielt wie wir uns das vorgestellt haben. Das zieht sich leider durch die Spiele bisher.

Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim): Wir müssen uns noch einmal genau anschauen, was vor dem Gegentor passiert ist. Aber klar ist auch: das darf uns nicht passieren. Vor allem, weil es zum wiederholten Mal so eintritt. Das müssen wir ganz schnell abstellen. Dass Darmstadt noch einmal alles nach vorne wirft, war klar. Wir müssen das dann konsequent bis zum Ende verteidigen und uns letztlich an die eigene Nase fassen. Nach dem 1:0 haben wir es versäumt, weiter Fußball zu spielen, den Gegner laufen zu lassen und die Räume zu nutzen. Wir haben unser Kontersituationen nicht gut ausgespielt und konnten deshalb nicht nachlegen.

Ermin Bicakcic (1899 Hoffenheim): Das Unentschieden tut richtig weh. So ein Tor dürfen wir in der Nachspielzeit nicht bekommen. Wir sind alle extrem gefrustet. Wir wollten hier unser Spiel machen, uns nicht auf einen Schlagabtausch einlassen, sondern Fußball spielen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit nach dem Tor nicht gelungen. Dennoch haben wir Möglichkeiten bekommen, die wir nicht nutzen. Am Ende müssen wir einfach mit allen Mann verteidigen und die Bälle zur Not auf die Tribüne hauen. Das haben wir nicht getan.

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