Zusammenfassung

  • Der Aufsteiger übernimmt die Tabellenführung bis mindestens Sonntag
  • 96 auch im 14. Spiel unter Andre Breitenreiter ungeschlagen
  • Sejad Salihovic feiert sein Bundesliga-Comeback im HSV-Trikot

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Hannover - Seltenes Glücksgefühl für die Fans von Hannover 96: Die Niedersachsen grüßen zum ersten Mal seit 48 Jahren von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer André Breitenreiter rang den Hamburger SV in einem umkämpften Freitagabendspiel mit 2:0 (0:0) nieder und schob sich zumindest vorübergehend vor die Schwergewichte der Branche. Die zuvor letzte Tabellenführung der 96er datierte vom 30. August 1969.

FANTASY HEROES: Martin Harnik (14) / Matthias Ostrzolek (12) / Ihlas Bebou (12)

Martin Harnik traf kurz nach dem Seitenwechsel aus kurzer Distanz zur Führung der 96er (50.), es war bereits der dritte Saisontreffer des gebürtigen Hamburgers. Neuzugang Ihlas Bebou erhöhte nach einem Fehler von HSV-Torwart Christian Mathenia (82.) für den Aufsteiger. Die Niedersachsen sind damit auch nach 14 Pflichtspielen unter Breitenreiter ungeschlagen. Der HSV um Trainer Markus Gisdol musste nach einem starken Auftakt mit zwei Dreiern nun die zweite Niederlage in Folge verkraften.

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Wir haben nach der Halbzeit auf zwei Stürmer umgestellt, das hat direkt gefruchtet. Martin Harnik

Zunächst ohne Neuzugang Sejad Salihovic, der nach Unterzeichnung eines Einjahresvertrag direkt auf der Bank Platz nahm, startete der HSV vor 49.000 Zuschauen in der ausverkauften Arena wild entschlossen in die Partie und attackierte den Aufsteiger schon am gegnerischen Sechzehner. Ein Freistoß von Lewis Holtby aus 18 Metern strich nur knapp rechts am Tor vorbei (4.). Auch nach der anschließenden Ecke wurde es für die Gastgeber gefährlich.

Hannover hatte zunächst so seine Probleme mit den aggressiven Hamburgern. Die 96er, die kurzfristig auf Rekordtransfer Jonathas (Oberschenkelprobleme) und ab der 14. Minute auch auf Verteidiger Felipe verzichten mussten, kämpften sich mit zunehmender Spielzeit dann besser in die Partie. Vor dem Tor agierte Breitenreiters Elf aber harmlos. Marvin Bakalorz mit einem Schlenzer aus 20 Metern und Martin Harnik zielten zu ungenau (19., 24.).

Ich glaube, Hannover 96 hat ein richtig gutes Heimspiel gemacht. Für mich war es ein gebrauchter Tag. Christian Mathenia

Nach dem Treffer von Harnik war es in der Arena deutlich lauter, auch weil die Hausherren am Drücker blieben. Immer wieder beschwor der flinke Bebou Gefahr herauf, und der HSV wackelte wie beim Abschluss von Niclas Füllkrug bedenklich (53.). Gisdol reagierte und brachte Salihovic, der bei seinem Debüt für Gefahr in der Schlussphase sorgen sollte.

SID

SPIELER DES SPIELS: Martin Harnik

Martin Harnik begann die Partie auf dem rechten Flügel, entschied dann aber als zentraler Angreifer die Partie, als er mit seinem letzten Torschuss der Partie das 1:0 erzielte. Nach zuvor sieben Pflichtspieltoren auf fremden Plätzen traf Harnik erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel und es war bereits sein dritter Treffer in dieser Saison. Das ist schon ein Treffer mehr als er in seiner letzten Bundesliga-Saison 2015/16 im Trikot des VfB Stuttgart erzielte (damals zwei Treffer in 19 Partien). Kein 96er gab mehr Torschüsse ab als Harnik (vier), der zudem gute 52 Prozent seiner Zweikämpfe gewann.

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Kenan Karaman (rechts) rückt für Klaus in die Startelf, beim HSV bildet Walace die Doppelsechs mit Ekdal
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In einem Zweikampf mit Schipplock verletzt sich Felipe schwer. Der 96-Innenverteidiger muss raus.
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Martin Harnik nutzt einen Moment der Hamburger Unordnung zum 1:0
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Der vierte Saisontreffer der Roten ist schon der dritte des Österreichers mit der Nummer 14
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Nach Klaus-Freistoß schaltet Ihlas Bebou am schnellsten und versenkt den Abpraller zum Endstand
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