Zusammenfassung

  • Nach zuvor zwölf Niederlagen in Folge gegen Borussia Dortmund punktete der SC Freiburg erstmals seit über sieben Jahren gegen den BVB (3:1-Sieg am 8. Mai 2010).

  • Freiburg spielte über eine Stunde in Unterzahl und lief dennoch fast genauso viele Kilometer wie der BVB (102,7:103,1).

  • Erstmals trennten sich Freiburg und Dortmund in einem Bundesliga-Spiel mit einem 0:0-Unentschieden

Freiburg - In einer bis zur letzten Sekunde hochspannenden Partie erkämpfen sich die Freiburger trotz Unterzahl ein 0:0 gegen den Favoriten aus Dortmund. Beim sonstigen Lieblingsgegner, gegen den der BVB zuvor zwölf Siege in Folge gefeiert hatte, mussten Kapitän Marcel Schmelzer nach seinem Startelf-Comeback und Marc Bartra verletzt ausgewechselt werden.

FANTASY HEROES: Schwolow (10 Punkte), Bürki (9), Sokratis (9)

Borussia Dortmund konnte über die gesamte Länge der Partie nichts Zählbares aus seinen deutlich mehr Ballbesitzphasen mitnehmen und kam nur sehr selten gefährlich vor das Tor von Schwolow. Der Sport-Club hingegen verteidigte seit dem Platzverweis in der 29. Minute gegen Neuzugang Ravet mit allen Akteuren kurz vor dem eigenen Strafraum.

>>> Was verpasst? #SCFBVB hier im Liveticker nachlesen

Besonders bitter: Schmelzer wurde in 27. Minute von Yoric Ravet gefoult und verletzte sich dabei. Nach minutenlanger Behandlung wurde er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einer Trage vom Platz und direkt ins Krankenhaus gebracht. Der 29-Jährige hatte gerade erst einen Außenbandanriss im Sprunggelenk überstanden.

Pulisic und der BVB spielten seit der 29. Minute in Überzahl.
Pulisic und der BVB spielten seit der 29. Minute in Überzahl. © imago

Schiedsrichter Benjamin Cortus (Rothenbach) zeigte SC-Neuzugang Ravet für die Aktion zunächst die Gelbe, dann nach Absprache mit dem Videoassistenten die Rote Karte (30.). Bereits in der 18. Minute hatte der spanische Nationalspieler Bartra verletzt ausgewechselt werden müssen.

"Ich bin enttäuscht. Wir waren eine Stunde in Überzahl. Da ist ein Unentschieden zu wenig." BVB-Trainer Peter Bosz

Noch mit den beiden Leistungsträgern begann der BVB wie erwartet druckvoll und gestaltete in der Anfangsphase das Spiel. Allerdings musste Torwart Roman Bürki sein Team bereits in der sechsten Minute vor dem Rückstand bewahren, als SC-Stürmer Tim Kleindienst frei vor ihm auftauchte. Der Keeper, der 2015 mit Freiburg abgestiegen war, stand bei dem schwachen Schuss aufs Tor genau richtig.

>>> Zu den Trainerstimmen geht es hier

„Ich bin zufrieden mit dem Punkt. Wie die Situation mit der roten Karte war, das muss ich erst noch sehen. Ich habe aber gehört, dass man die Karte geben kann." Christian Günter (SC Freiburg)

Spätestens nach dem Platzverweis von Ravet gerieten die Hausherren in Unterzahl aber zunehmend unter Druck. Dortmund antwortete auf die Verletzung des Kapitäns mit wütendem Powerplay, die Gastgeber standen phasenweise wie im Handball mit allen Spielern um den eigenen Strafraum.

>>> Hier klicken für Spielschema, Statistiken und Aufstellungen

SPIELER DES SPIELS: Caglar Söyüncü

Caglar Söyüncü war für die lange Zeit in Unterzahl spielenden Freiburger heute der Turm in der Schlacht. Der Türke gewann überragende 90 Prozent seiner Zweikämpfe, gewann sogar alle Duelle gegen Pierre-Emerick Aubameyang, und war somit maßgeblich daran beteiligt, dass nur drei der 27 Dortmunder Torschüsse auch tatsächlich auf das Tor gingen.

BILDER DES SPIELS

Zwei lange Verletzungspausen: Marc Bartra und Marcel Schmelzer müssen verletzungsbedingt bereits in der 1. Halbzeit ausgewechselt werden.
Zwei lange Verletzungspausen: Marc Bartra und Marcel Schmelzer müssen verletzungsbedingt bereits in der 1. Halbzeit ausgewechselt werden. © gettyimages
Zagadou kam für Schmelzer in die Partie
Zagadou kam für Schmelzer in die Partie © gettyimages
Pulisic findet mit Schwolow seinen Meister. Trotz drückender Überlegenheit kam der BVB nur selten gefährlich vor das Tor von Schwolow.
Pulisic findet mit Schwolow seinen Meister. Trotz drückender Überlegenheit kam der BVB nur selten gefährlich vor das Tor von Schwolow. © imago
Das Team von BVB-Trainer Peter Bosz fand gegen den SC kaum taktisch wirkungsvolle Mittel und kam nur selten zum Abschluss.
Das Team von BVB-Trainer Peter Bosz fand gegen den SC kaum taktisch wirkungsvolle Mittel und kam nur selten zum Abschluss. © imago