Sinsheim - Nach dem 5:3 zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach waren eigentlich alle gleichermaßen begeistert. Auch der Verlierer konnte sich gar nicht richtig über die Niederlage ärgern. Die Stimmen zum Spiel

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Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben von der ersten Minute an gesehen, warum ich Gladbach sehr gerne spielen sehen. Es war ein sehr attraktives Spiel und ich war in der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir hatten mit Ball gute Lösungen, kriegen etwas unglücklich den Ausgleich. Da war ich schon etwas erschrocken, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es extrem eng wird. Ich wusste, dass das Spiel in der zweiten Hälfte offen werden würde. Es war ein verrücktes Spiel und wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir sind der glückliche Sieger."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein überragendes Fußballspiel gesehen mit Hochgeschwindigkeitsfußball von beiden Teams, die beide mit einem offenen Visier gespielt haben. Beide haben immer den Vorwärtsgang eingelegt. Ich habe meiner Mannschaft ein Riesenkompliment für diesen Auftritt gemacht. Natürlich hätten wir uns gerne mit einem Punkt belohnt. Es war für mich ein toller Nachmittag, ich bin stolz auf mein Team und darauf wie es agiert hat. Wenn wir nach der Halbzeit in Führung gehen, wird es wahrscheinlich ein anderer Spielverlauf. Das war aber nicht so, wir geraten durch ein Tor, dass immer mal fallen kann, in Rückstand. Trotzdem kommen wir zurück. Aber so eine Spielweise ist das, was man in der Bundesliga sehen will."

"Erfolgreicher Tag nach sensationellem Spiel"

Kerem Demirbay (TSG Hoffenheim): "Für mich und die Mannschaft ist ein erfolgreicher Tag nach einem sensationellen Spiel. Wenn man den Spielverlauf sieht, ist es so, dass wir immer wieder zurückkommen und am Ende zurecht gewinnen. Für solche Tage bin ich Fußballer geworden. In diesem Spiel war alles drin: Leidenschaft, Emotion, Zweikampf, Härte. Das macht Fußball aus."

Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): "Die Freude ist groß. Wir haben es uns selbst schwer gemacht, aber dagegen angekämpft. Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gespielt und verdient gewonnen. Drei Gegentore sind natürlich unglücklich. Aber Hut ab, wie wir immer zurückgekommen sind. Wir haben die Situationen angenommen und in positive Energie umgewandelt."

Adam Szalai (TSG Hoffenheim): "Wir haben 2:0 geführt, mit einem 2:2 in die Halbzeit zu gehen, ist dann natürlich nicht optimal. Für den Kopf war das nicht so einfach, aber wir haben eine sehr gutes Moral gezeigt und ich bin sehr glücklich, dass wir gegen diese spielerisch starke Mannschaft gewonnen haben. In der Halbzeit hat der Coach gesagt, dass wir emotional und genauso weiterspielen sollen, dann werden wir das Spiel schon für uns entscheiden. Schön, dass es so gelaufen ist."

"Die Enttäuschung ist groß"

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Das Ergebnis ist sehr enttäuschend. Es war ein sehr gutes Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Qualitäten vor allem in der Offensive ausgespielt haben. Wenn man gegen Hoffenheim drei Tore erzielt, muss man eigentlich am Ende als Sieger vom Platz gehen. Nach dem 0:2-Rückstand mussten wir nach vorne mehr riskieren, dadurch haben sich hinten für Hoffenheim Möglichkeiten eröffnet, die sie genutzt haben. Letztendlich ist daher die Enttäuschung sehr groß, dass wir uns für den großen Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt haben.

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Für die Zuschauer war es sicherlich ein schönes Spiel, für uns eher weniger. Wir hätten natürlich lieber die fünf Tore geschossen. Wir haben die Partie offensiv ausgelegt, sind früh angelaufen und haben versucht, Druck auf die Defensive der Hoffenheimer auszuüben. Nach dem 0:2 mussten wir mehr riskieren, das war klar. Nach der Halbzeit waren wir ein bisschen am Drücker und hatten Pech mit dem Pfostentreffer. Wenn wir 3:2 in Führung gegangen wären, hätten wir dieses Ergebnis auch noch einmal anders verteidigen und auf Konter lauern können. Am Ende hatte Hoffenheim aber das Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite."

Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein super Spiel abgeliefert und sollten in den nächsten Partien an diese Leistung anknüpfen. Wir haben uns nie hängen lassen, haben alles gegeben. Nach dem 2:2 hatten wir durch Ibo und Andrés Pfostenschuss sogar richtig gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Hätten wir eine dieser Chancen genutzt, wäre das Spiel vielleicht ganz anders verlaufen."

Oscar Wendt (Borussia Mönchengladbach): "Wir können bei fünf Gegentoren natürlich nicht zufrieden sein. Aber ich denke, für die Zuschauer war es ein tolles Spiel. Wir haben gekämpft, alles probiert und letztlich auch drei Tore gemacht. Im Endeffekt hat es aber leider nicht gereicht."

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