Frankfurt - Zwei unzufriedene Trainer gab es nach dem torlosen Unentschieden in Frankfurt. Die Stimmen zur Partie Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach.

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich könnte heute heulen. Wir waren 80 Minuten lang die bessere Mannschaft, vielleicht bis auf die zehn Minuten nach der Halbzeitpause. Ich habe sechs Chancen plus den Elfmeter gesehen. Wenn wir die Chancen nicht machen, gewinnen wir eben keine Spiele. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner eine sehr starke Leistung gezeigt. Wir haben Gladbach in Schach gehabt – sie aber nicht matt gesetzt. Wir haben jetzt schon einige Punkte durch nicht verwandelte Elfmeter liegen gelassen – mich ärgert natürlich, dass wir uns für unser Spiel nicht belohnen konnten."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir waren über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft. Ich muss mich auch hinterfragen, ob ich mit der Aufstellung richtig gelegen habe. Wir haben vier, fünf Spieler dabei gehabt, die nicht im Rhythmus waren, von denen wir aber gedacht haben, dass sie fit sind. Man hat aber gesehen, dass uns hier und da die Körperspannung gefehlt hat. Es war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das gilt es aufzuarbeiten. Wir sind froh, dass wir den Punkt mitgenommen haben und dass Yann Sommer in zwei Situationen überragend gehalten hat."

"Das haben wir uns anders vorgestellt"

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Das war ein glücklicher Punktgewinn, das haben wir uns anders vorgestellt. Wir hatten in der ersten Halbzeit keinen Zugriff und keine Sicherheit in unserem Spiel. Die Frankfurter haben es sehr gut gemacht, wir sind viel hinterhergelaufen. Nach der Pause gab es eine Phase, in der wir etwas gefährlicher geworden sind. Da hatten wir mehr Ballbesitz, waren aber im letzten Drittel zu ungenau, hatten keine Passsicherheit und waren zu wenig kreativ. Und wir hatten natürlich Glück, dass Yann den Elfmeter gehalten hat. Mit dem 0:0 müssen wir uns zufriedengeben."

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach):"Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir es überhaupt nicht gut gemacht. Wir haben kaum Akzente nach vorne gesetzt und unser Spiel nicht durchgebracht. Wir haben auch viel zu wenig Ballbesitz in den eigenen Reihen gehabt. Und wenn wir den Ball mal hatten, war er meistens schnell wieder weg durch einen Fehlpass oder einen langen Ball, der nicht ankam. Das führte dazu, dass Frankfurt Oberwasser bekommen hat. Das ging los mit der ersten Aktion kurz nach Anpfiff, in der schon das Tor fallen kann. In der zweiten Halbzeit hatten wir bessere Ansätze nach vorne. Aber im Endeffekt war das offensiv heute zu wenig. Es war sehr wichtig, dass wir heute wenigstens den Punkt mitgenommen haben. Wir können uns alle bei Yann bedanken, der uns durch den gehaltenen Elfmeter den Punkt beschert hat."

Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach): "Das Spiel zusammenzufassen ist diesmal einfach. Wir müssen uns bei Yann bedanken, dass wir nicht verloren haben, nicht nur wegen des Elfmeters, den er gehalten hat. Wir haben sehr schlecht gespielt, Frankfurt war besser."