Zusammenfassung

  • RB Leipzig hat alle drei Bundesliga-Spiele gegen den SC Freiburg gewonnen und das mit insgesamt 12:2 Toren. In jedem Duell gelangen den Sachsen vier Tore.

  • Erstmals in dieser noch kurzen Bundesliga-Saison gelang einem Team ein Sieg nach einem Rückstand und erstmals erzielte ein Team vier Tore.

  • Zum zweiten Mal in der Bundesliga gelangen Leipzig vier Tore in einer Halbzeit; zuvor gelang das letzte Saison beim HSV, auch da in der 2. Halbzeit.

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Leipzig - Torjäger Timo Werner hat Vizemeister RB Leipzig zurück zum Vollgasfußball der vergangenen Saison geführt. Der agile und immer anspielbare Nationalstürmer war mit einem Doppelpack (48. und 71.) maßgeblich am 4:1 (0:1)-Sieg gegen den SC Freiburg und den ersten drei Punkten auf dem Konto beteiligt.

FANTASY HEROES: Jean-Kevin Augustin 14 / Timo Werner 14 / Emil Forsberg 13

Nachdem der Champions-League-Starter in der ersten Halbzeit wie schon zum Auftakt gegen Schalke 04 (0:2) zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht und sich beim Rückstand durch Florian Niederlechner (23.) konteranfällig präsentiert hatte, drehte RB in den zweiten 45 Minuten auf.

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Der Lohn waren die Treffer von Werner und Kapitän Willi Orban (55.). Knapp zwei Minuten nach seiner Einwechselung erhöhte Neuzugang Bruma auf 4:1 (78.). Der Freiburger Nicolas Höfler sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (79.).

Bei den Leipzigern musste Stürmer Yussuf Poulsen wegen muskulärer Probleme passen, für ihn feierte 15-Millionen-Mann Jean-Kevin Augustin sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Und der französische U21-Nationalspieler war zunächst der überragende Mann auf dem Platz. In der neunten Minute nahm Augustin nach einem langen Pass den Ball wunderbar mit der Hacke mit, dann überlupfte er seinen Gegenspieler und scheiterte mit einem satten Linksschuss am glänzend parierenden SC-Schlussmann Alexander Schwolow.

Werner schießt einen Doppelpack für RB
Werner schießt einen Doppelpack für RB

Acht Minuten später war Augustin wieder zu schnell für die Freiburger Hintermannschaft, doch ein leichter Schubser von Marc-Oliver Kempf brachte den 20-Jährigen kurz vor dem Abschluss zu Fall. Nach dem Videobeweis blieb die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert, weiterspielen zu lassen, bestehen. Augustin stürmte unbeirrt weiter, in der 21. Minute verfehlte sein Schuss von der Strafraumgrenze das Tor nur um wenige Zentimeter.

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"In der 1. Halbzeit wollte der Ball nicht rein, dennoch waren wir 90 Min. lang das bessere Team und haben verdient gewonnen." Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Das Tor von Niederlechner brachte die Sachsen zunächst aus dem Konzept. Das Anrennen wurde zunehmend unstrukturierter. Außerdem zeigte sich Leipzig anfällig für Konter: Marco Terazzino hatte das 2:0 auf dem Fuß (36.), RB-Torwart Peter Gulacsi parierte jedoch und stauchte danach seine Mitspieler zusammen. 

"In der Pause haben wir uns gesagt, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. Mein Tor war dann ein wichtiger Baustein." Willi Orban (RB Leipzig)

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Auch Trainer Ralph Hasenhüttl dürfte passende Worte gefunden haben, denn Leipzig zeigte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder zielstrebigen Vollgasfußball. Nach Werners Ausgleich per Kopf gab es für die Hausherren fast im Minutentakt Chancen auf den Führungstreffer, eine davon nutzte Orban, später war wieder Werner zur Stelle. Freiburg wirkte zunehmend überfordert. 

SPIELER DES SPIELS: Timo Werner

Timo Werner erzielte seine Bundesliga-Tore Nummer sieben und acht gegen Freiburg, gegen kein anderes Team traf er so oft. Sechs abgegebene Torschüsse und eine Maximalgeschwindigkeit von 35 km/h waren jeweils Bestwert der Partie.

BILDER DES SPIELS

Niederlechner bringt den SC in Führung
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Jean-Kevin Augustin (rechts) ist kaum zu stoppen
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Das Tor des Tages schießt Bruma, mit einer genialen Direktabnahme
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