Zusammenfassung

  • Im zehnten Duell zwischen Leverkusen und Hoffenheim gab es erstmals ein Remis

  • Wendell verwandelte seinen ersten Bundesliga-Strafstoß

  • Es war die 50. Bundesliga-Partie für Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann

Leverkusen -Nach der Lehrstunde an der Anfield Road beim FC Liverpool hat Hoffenheim dank einer eiskalten Chancenverwertung den nächsten Rückschlag verhindern können. Drei Tage nach dem 2:4 in den Play-offs zur Champions League kamen die Kraichgauer in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (0:1).

Der Brasilianer Wendell (32., Foulelfmeter) brachte die gut spielenden Werkskicker in Führung. Der Südamerikaner hatte allerdings Glück, dass der Ball vom Innenpfosten über die Linie sprang. Vorausgegangen war eine Attacke von Ermin Bicakcic an Nationalspieler Julian Brandt im Strafraum. 

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Aus dem Nichts traf Andrej Kramaric (47.) zum überraschenden 1:1-Ausgleich. Doch 120 Sekunden später brachte der überragende Karim Bellarabi (49.) die Gastgeber wieder in Front. Mark Uth (70.) traf zum erneuten Ausgleich, der dem Spielverlauf bis dahin nicht gerecht wurde.

Haargenau: Wendell jagt den Elfmeter an den rechten Innenpfosten, von da prallt er ins Tor
Haargenau: Wendell jagt den Elfmeter an den rechten Innenpfosten, von da prallt er ins Tor © gettyimages

Die TSG geriet allerdings von Anfang an unter Druck. Bayer hatte durch Bellarabi (9.), Kevin Volland (16.) und zweimal Charles Aránguiz (25./26.) gute Möglichkeiten. Demgegenüber stand nur eine Reklamation von Hoffenheims Mittelstürmer Sandro Wagner (29.) nach einem vermeintlichen Foulspiel an ihm im Strafraum. Schiedsrichter Harm Osmers befragte den Video-Assistenten und entschied richtigerweise auf Weiterspielen.

"Wir waren die klar bessere Mannschaft. Es ist sehr ärgerlich, heute keine drei Punkte geholt zu haben." Karim Bellarabi

Auch nach dem Elfmeter-Tor von Wendell war Leverkusen deutlich gefährlicher - jubeln durfte jedoch Hoffenheim kurz nach dem Seitenwechsel. Die erneute Führung durch Bellarabi war völlig verdient, in der Folge verpassten Brandt und abermals Bellarabi die endgültige Entscheidung. Das rächte sich 20 Minuten vor dem Abpfiff, als Uth spektakulär zum 2:2 traf. Der erneute Ausgleich ließ Leverkusens Offensivbemühungen erlahmen, in der attraktiven Partie fehlte für Bayer nur die passende Chancenverwertung zum Sieg.

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"Die erste Halbzeit war nicht gut – wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben." Kevin Vogt

SPIELER DES SPIELS: KARIM BELLARABI

Karim Bellarabi war abschlussfreudigster Akteur der Partie (sieben Torschüsse), kam zudem auf vier Torschussvorlagen und belohnte sich mit seinem ersten Saisontreffer.

BILDER DES SPIELS

Volland und Wendell bejubeln das 1:0 des Brasilianers
Volland und Wendell bejubeln das 1:0 des Brasilianers © gettyimages / Christoph Koepsel
Andrej Kramaric feiert sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 © gettyimages / Christoph Koepsel
Viele Zweikämpfen prägen die Partie © imago