Sinsheim - Durch ein ganz spätes Tor entführt Werder Bremen einen Zähler aus dem Kraichgau. Die TSG Hoffenheim bleibt aber auch im 16. Spiel der Saison ungeschlagen. So beurteilten die Beteiligten die Partie:

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Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Das war das erwartet intensive Spiel. Schon in der ersten Halbzeit waren wir sehr gut im Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir noch mutiger nach vorne gespielt und uns mit dem verdienten Punkt belohnt."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Ich bin heute sehr unzufrieden, weil wir schlichtweg ein ganz schlechtes Spiel gemacht haben. Die erste Halbzeit war mit die schlechteste Hälfte in dieser Saison, mit extrem vielen Fehlern."

"Das ist ein Dämpfer vor der Winterpause"

Mark Uth (TSG Hoffenheim): Die Enttäuschung ist heute groß. Wir müssen unsere Konter einfach besser ausspielen. Der Trainer hat das in der Kabine schon angesprochen zur Halbzeit. Wir haben zwei Punkte verschenkt. Wir haben in der Winterpause Zeit, Abläufe einzustudieren, um das besser einzuspielen. Julian Nagelsmann und sein Team werden sich da etwas einfallen lassen. Ich habe heute kein berauschendes Spiel gemacht, falsche Entscheidungen getroffen und den einen oder anderen Konter verschleppt. Wir müssen uns alle an die eigene Nase packen.

Sandro Wagner (TSG Hoffenheim): Das Ergebnis ist sehr ärgerlich. Wir wollten gewinnen und hatten auch die nötigen Chancen, um das zu schaffen. So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, haben wir aber keine drei Punkte verdient. Gegen Ende war das zu ängstlich. Wir standen zu tief. Das ist ein Dämpfer vor der Winterpause. Dennoch fällt das Fazit der bisherigen 16 Spiele positiv aus. Wir sind ungeschlagen und liegen auf Platz fünf.

Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): Das ist heute in keiner Weise zufriedenstellend. Wir hatten genug Möglichkeiten, das 2:0 zu machen. Am Ende standen wir gegen den Ball einfach nicht gut. Bremen hatte schon vor dem Tor ein, zwei Möglichkeiten. Wir haben nicht gut verteidigt. Dass wir ungeschlagen sind, ist schön, aber die Partie hat mir heute nicht gefallen.

Kerem Demirbay (TSG Hoffenheim): Ich bin enttäuscht. Wir haben heute zwei Punkte liegen gelassen. So fliege ich nicht mit einem guten Gefühl in den Urlaub. Wir waren dominant über 90 Minuten, aber wir müssen eben das zweite und dritte Tor machen. Wir haben die Konter nicht clever ausgespielt. Wir müssen heute gewinnen.

"Da haben wir auch mal Glück gehabt"

Fin Bartels (Werder Bremen): "Hoffenheim steht ja nicht umsonst da oben, sie haben es uns in der ersten Halbzeit wirklich schwer gemacht, da sind wir viel hinterhergelaufen. Je mehr es auf das Ende zuging, haben wir den Druck immer weiter erhöht und sogar noch ein, zwei Möglichkeiten gehabt, das Ding hier mit ein bisschen Glück zu gewinnen. Alles in allem aber eine gute zweite Halbzeit von uns, ich denke wir verabschieden uns hier mit einem guten Auftritt in die Winterpause."

Zlatko Junuzovic (Werder Bremen): "Vor allem in der ersten Halbzeit ist der letzte Pass bei uns nicht so richtig angekommen. Das Tor fällt dann mal wieder durch einen Fehler, zuvor haben wir wenige Chancen zugelassen. In der zweiten Hälfte haben wir versucht mehr Druck nach vorne zu entwickeln und so gab es dann einige Konterchancen für die TSG. Auch wenn die Hoffenheimer noch ungeschlagen waren, wollten wir etwas mitnehmen und wir haben etwas mitgenommen."

Max Kruse (Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit hatten wir uns natürlich einen Plan zurechtgelegt, aber so einfach wie auf der Tafel, ist es dann auf dem Platz nicht immer. Hoffenheim ist nicht irgendein Gegner, da hatten wir am Anfang ein paar Probleme das Ganze richtig zuzustellen. Dann haben wir umgestellt und das andere System hat besser funktioniert. Wir hatten in der Folge mehrfach gute Momente in der Offensive, deswegen ist das ein gerechtes Unentschieden."

Frank Baumann (Sportdirektor Werder Bremen): "Wir wussten, dass es ganz, ganz schwer wird und wir nicht alles in Grund und Boden schießen werden. Wir haben das in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht und defensiv wenig zugelassen. Das Gegentor fiel nach einer Standardsituation, bei der wir etwas zu früh abgeschaltet haben. Wir haben aber nicht nachgelassen und sehr offensiv ausgewechselt, auf den Ausgleich gedrängt. Natürlich mussten wir dann bei den Kontern enorm aufpassen. Da haben wir auch mal Glück gehabt, es im Großen und Ganzen aber gut hinbekommen. Wir haben gefightet, die Wege mit zurück gemacht und uns in die Zweikämpfe geworfen."

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