Zusammenfassung

  • Eintracht Frankfurt startete erstmals seit elf Jahren mit einem Unentschieden in eine Saison

  • Das Torschussverhältnis lautete 15:6 für Frankfurt; aufs Tor kamen jeweils nur zwei Versuche

  • Frankfurt ist nach Cottbus (einige Male 2001) und Köln (einmal 2009) erst der dritte Verein, der ein Bundesliga-Spiel mit elf Ausländern in der Startelf bestritt (aus neun Nationen)

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Freiburg - Der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt haben sich zum Saisonstart mit 0:0 getrennt. Die Freiburger warten damit seit 16 Jahren auf einen Sieg am ersten Spieltag. Für die Frankfurter war es der erste Auswärtspunkt nach sieben Pleiten in Folge in der vergangenen Saison. Zum ersten Dreier in Freiburg seit acht Jahren reichte es für die überlegenen Hessen aber nicht.

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Timothy Chandler (11 Punkte) / David Abraham (10) / Sebastien Haller (10)

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Das Spiel in Kürze

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion setzten die Gäste, bei denen Kapitän Alexander Meier, Marco Fabian, Danny Blum, Omar Mascarell und Slobodan Medojevic fehlten, die ersten Ausrufezeichen. Der Franzose Sébastien Haller prüfte SC-Torwart Alexander Schwolow (11.), wenige Sekunden später trudelte ein Abschluss von Mijat Gacinovic am Freiburger Tor vorbei. Auch im Anschluss konnte der Frankfurter Trainer Niko Kovac mit seinem agilen Team sehr zufrieden sein. Allerdings hätte der Franzose Simon Falette nach einer Flanke von Gacinovic eigentlich die Führung erzielen müssen - sein Kopfball ging aber am Tor vorbei (16.).

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Kurz danach kam der Videobeweis zum Einsatz. Ein Tor der Freiburger durch Neuzugang Tim Kleindienst wurde aberkannt, weil Vorlagengeber Florian Niederlechner im Abseits stand (17.). Im Anschluss erarbeiteten sich die Freiburger, die ohne Manuel Gulde, Georg Niedermeier, Jonas Meffert und Karim Guedé auskommen mussten, für kurze Zeit eine Feldüberlegenheit. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, leistete sich aber auch viele Fehler im Spielaufbau.

Immer wieder im Infight im Mittelfeld: Frankfurts de Guzman und Freiburgs Maik Frantz
Immer wieder im Infight im Mittelfeld: Frankfurts de Guzman und Freiburgs Maik Frantz

Im Anschluss erarbeiteten sich die Freiburger, die ohne Manuel Gulde, Georg Niedermeier, Jonas Meffert und Karim Guedé auskommen mussten, für kurze Zeit eine Feldüberlegenheit. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, leistete sich aber auch viele Fehler im Spielaufbau. In der 36. Minute hätte Haller einen solchen Fehler fast ausgenutzt, der Angreifer traf aber nur die Latte. Kurz zuvor hatte Jonathan de Guzman den aufmerksamen Schwolow geprüft (35.).

Hinten standen wir super. Wenn wir vorne künftig die Tore schießen, können wir viel erreichen. Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt)

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Eine Frankfurter Führung zur Pause wäre verdient gewesen. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hessen die bessere Mannschaft, große Torchancen konnte sich die Eintracht zunächst aber nicht erarbeiten. In der 58. Minute hatte Streich genug gesehen und brachte Edel-Joker Nils Petersen. Neun Minuten später kam auf der anderen Seite Boateng. Kurz darauf sorgte er bereits per Kopf für Gefahr (69.).

Spieler des Spiels: Sebastien Haller

Sebastien Haller war sehr auffällig bei seinem Bundesliga-Debüt. Er gab die meisten Torschüsse der Partie ab (vier) und bestritt die meisten Zweikämpfe (35), von denen er für einen Stürmer starke 60 Prozent für sich entschied.

Bilder des Spiels

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Tor oder nicht? Kleindienst jubelt, Hasebe beschwert sich. Am Ende wird der Treffer aber vom Video-Assistenten zurückgenommen
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Haller vergibt hier eine gute Chance, ist bester Mann auf dem Platz, kann sein Team am Ende aber auch nicht zu drei Punkten führen
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