Frankfurt/Main - Der Ligaverband hat mit Blick auf die Vermarktung der Bundesliga-Medienrechte ab der Spielzeit 2013/14 einen entscheidenden Schritt gemacht.

Nach einer eingehenden Marktbefragung und Analyse der eingereichten Verwertungskonzepte teilte das Bundeskartellamt der DFL Deutsche Fußball Liga im Rahmen einer ersten Bewertung mit, dass die bewährte Praxis der Zentralvermarktung weiterhin erfolgen kann. Ein Verwertungsszenario, das samstags eine frühe Highlight-Berichterstattung im Internet und auf mobilen Endgeräten vorsieht, kann demnach alternativ zu einem Szenario mit einer frühen Free-TV Berichterstattung ausgeschrieben werden.

Ausschreibung startet wie geplant

Wesentlich ist nach Ansicht des Bundeskartellamtes ein diskriminierungsfreies und transparentes Ausschreibungsverfahren, insbesondere mit Blick auf den Zuschnitt der Rechtepakete. Die DFL wird in den kommenden Wochen in enger Abstimmung mit dem Bundeskartellamt die Ausschreibung mit mindestens zwei wettbewerbsfördernden Verwertungsszenarien konkretisieren. Somit kann die Ausschreibung voraussichtlich Ende 2011 - wie geplant - starten.

"Das solidarischste Modell der Zentralvermarktung in Europa bleibt damit erhalten, gleichzeitig wird Wettbewerb um die Medienrechte ermöglicht. Wir werden die Hinweise des Bundeskartellamtes umsetzen und im Sinne aller Marktteilnehmer eine transparente und diskriminierungsfreie Ausschreibung durchführen. Dabei geht es dem Ligaverband keineswegs darum, bestimmte Sendungen abzuschaffen. Ziel ist es vielmehr, den verschiedenen Rechte-Nachfragern mit ihren individuellen Geschäftsmodellen und Vertriebswegen faire Chancen einzuräumen. Bei der Rechtevergabe wird die Liga wie schon in den vergangenen Jahren nach einem Weg suchen, wirtschaftliche Notwendigkeiten mit den Interessen von mehr als 30 Millionen Fußball-Fans in Deutschland bestmöglich miteinander zu vereinbaren", sagt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.