Bruno Labbadia freute sich gegen Augsburg bereits über den dritten Sieg im vierten Spiel - © City-Press GmbH
Bruno Labbadia freute sich gegen Augsburg bereits über den dritten Sieg im vierten Spiel - © City-Press GmbH
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Bruno Labbadia hat große Pläne mit Hertha BSC

Seine Vision vom Fußball impfte Bruno Labbadia seiner Mannschaft schneller als erwartet ein, seine Vision für die Zukunft von Hertha BSC verkündete er nach dem erlösenden Abschied aus dem Abstiegskampf ganz offensiv. "Klar ist: Wir wollen nach oben", sagte Hertha-Trainer Labbadia im Sport1-Doppelpass: "Natürlich haben wir große Ziele, wir wissen aber auch, dass da zehn andere hinwollen."

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Dass in Berlin wieder offen von einer besseren sportlichen Zukunft gesprochen wird, liegt am Erreichen des kurzfristigen Ziels. Den (fast) sicheren Klassenerhalt hat Labbadia bei seinem neuen Arbeitgeber im Eiltempo erreicht. Das 2:0 gegen den FC Augsburg war der dritte Sieg im vierten Spiel unter seiner Leitung, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt fünf Spieltage vor Saisonende komfortable elf Punkte.

Und mehr noch: Den Berlinern winkt am Ende einer turbulenten Spielzeit plötzlich das große Happy-End. Was vor Monaten undenkbar war, ist fünf Spieltage vor Saisonende ganz real: Die Hertha träumt wieder vom internationalen Geschäft. "Es sind nur vier Punkte, es ist möglich", sagte Torhüter Rune Jarstein bei Sky.

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Zum großen Teil ist dies der Verdienst Labbadias. Der 54-Jährige hat die verunsicherte Mannschaft stabilisiert und ihr eine Spielidee vermittelt. Die Defensive um das Duo Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha ist gefestigt, verlorene Bälle werden wie gegen Augsburg im Kollektiv zurückerobert, offensiv kommt Hertha zu mehr Torabschlüssen.

Am Samstag trafen Javairo Dilrosun (23.) und Krzysztof Piatek (90.+3) für die Hertha, der in der zweiten Halbzeit der Kräfteverschleiß der Englischen Woche allerdings anzumerken war.

Zehn von zwölf möglichen Punkten (11:2 Tore) holte Hertha BSC unter Labbadia. Nach Spitzenreiter Bayern München ist Labbadias Hertha damit die beste Mannschaft seit dem Bundesliga-Neustart. "Ich glaube, ich bin heute der beste Trainer, der ich je war", sagte Labbadia bei Sky.

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Nicht als Vergleich mit anderen Trainern, sondern als Bewertung der eigenen Entwicklung wollte der frühere Torjäger diese Aussage verstanden wissen. Er habe Erfahrung gesammelt, "ich möchte mich jeden Tag weiterentwickeln. Ich hoffe, dass ich in zwei oder drei Jahren ein noch besserer Trainer bin. Das ist mein Ziel", sagte er. Diese Entwicklung soll auch die Mannschaft nehmen - und vielleicht endet die ja schneller in Europa, als es sich selbst die kühnsten Optimisten noch vor einigen Wochen hätten vorstellen können.