Mit Entschlossenheit und harter Arbeit will Bruno Labbadia den HSV wieder in höhere Tabellenregionen führen - © gettyimages / Martin Rose
Mit Entschlossenheit und harter Arbeit will Bruno Labbadia den HSV wieder in höhere Tabellenregionen führen - © gettyimages / Martin Rose
Bundesliga

Bruno Labbadia: "Die Mannschaft ist willig"

Hamburg. Für den Hamburger SV steht am Freitagabend mit der Auftaktpartie zum 4. Spieltag der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach nach der bitteren 1:2-Niederlage in Köln vor zwei Wochen das zweite schwere Auswärtsspiel in Folge an. Doch trotz vieler verletzter und gesperrter Spieler freut sich HSV-Coach Bruno Labbadia auf den Vergleich mit den Fohlen.

Steiniger Weg

Genau 100 Tage ist es her, dass der HSV in Karlsruhe den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen und den Abstieg in die 2. Bundesliga auf dramatische Art und Weise verhindert hat. Jetzt, dreieinhalb Monate später, sieht die Situation an der Elbe nur bedingt besser aus. Mit erst einem Sieg und schon neun Gegentoren ist Hamburg wieder unten dabei. Der große Umbruch, in dessen Zuge 15 Spieler den Club verließen, darunter ehemalige HSV-Heroen wie Rafael van der Vaart, Heiko Westermann und Marcel Jansen, hat noch keine Früchte getragen.

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Labbadia muss improvisieren

Hoffnung auf einen Einsatz besteht noch bei Kapitän Johan Djourou. Der Schweizer laboriert an einem Muskelfaserriß, den er sich beim Heimsieg gegen Stuttgart zuzog. Als Ersatz stehen Gojko Kacar, Gideon Jung und Cleber bereit. Im Tor wird Routinier Jaroslav Drobny stehen, der die verletzten René Adler und Andreas Hirzel ersetzen wird. Bei beiden Keepern geht die Tendenz dahin, dass sie ausfallen werden.

"Drobny hat die Länderspielpause genutzt. Besonders das Testspiel gegen den VfL Osnabrück (4:1) war wichtig für ihn, um wieder Spielpraxis zu bekommen", erklärt Labbadia. Der Tscheche stand zuletzt am 25. Spieltag der vergangenen Saison im Kasten des HSV. In Hoffenheim sah er damals die Rote Karte. Am Ende der Saison zog sich Drobny dann eine Schultereckgelenkssprengung zu.

Der Japaner Gotoku Sakai kehrte erst am Mittwochabend zurück in die Hansestadt. Er war genauso wie Albin Ekdal und Michael Gregoritsch auf Länderspielreise. Letztgenannter konnte mit der österreichischen U21-Nationalmannschaft ordentlich Selbstvertrauen tanken. Gregoritsch erzielte in zwei Spielen in Aserbaidschan und gegen Russland drei Tore. "Die Erfolgserlebnisse mit Österreich haben ihm gut getan und werden ihm sicherlich einen Schub geben", glaubt Labbadia.

"Einer wie Hunt hat im Kader gefehlt"

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Neuer Mannschaftsbus symbolisiert HSV-Tugend

Die Fahrt aus Mönchengladbach zurück an die Elbe werden Labbadia und Co übrigens im brandneuen Mannschaftsbus antreten. Das finale Design des 480 PS starken Gefährts, über das rund 3000 Fans online abgestimmt haben, symbolisiert das, was den HSV vor allem in der vergangenen Saison auszeichnete: der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans. Labbadia gefällt das neue Design: "Es spiegelt die Geschlossenheit in unserem Verein und die wichtige Rolle unser Fans wider."

Aus Hamburg berichtet Alexander Barklage