München - Das Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) ist ein Treffen zweier alter Rivalen. Alle Beteiligten lenken den Fokus im Vorfeld ausschließlich auf die 90 Minuten im Fritz-Walter-Stadion. "Ich hoffe, dass es bei diesem Spiel die Rivalität nur auf dem Rasen gibt. Wir werden alles dafür tun, dass sich die hitzige Atmosphäre allein auf das Sportliche beschränkt", sagte FCK-Coach Marco Kurz, wies aber auch auf die Bedeutung des Duells hin: "Wir erwarten eine Wahnsinnskulisse. Das ist ein Spiel, auf das wir das ganze Jahr hingearbeitet haben."

Aufgrund diverser Ankündigungen aus den Fan-Lagern ist die Situation seit Tagen angespannt. FCK-Kapitän Martin Amedick und Torhüter Tobias Sippel riefen in einer gemeinsamen Anzeige mit den Eintracht-Profis und Ex-Lauterern Halil Altintop und Ioannis Amanatidis zu einem gewaltfreien Miteinander auf den Tribünen auf. "Duell der alten Rivalen - nur friedlich wird's ein Fußballfest" lautete das Motto der Kampagne.

Eintracht-Trainer Michael Skibbe ist davon überzeugt, dass die Bemühungen fruchten. "Ich rechne nicht damit, dass es zu Krawallen kommen wird. Die Fans haben uns aber gerade in den Auswärtsspielen bisher immer fantastisch unterstützt", sagte Skibbe.

Sehnsucht nach dem "Dreier"

Nach drei Niederlagen in Serie und nur einem Punktgewinn aus den vergangenen fünf Partien stehen die "Roten Teufel" deutlich mehr unter Druck und brauchen dringend den Heimsieg auf dem Betzenberg.

Stefan Kuntz sieht aber einen "Dreier" nicht als Pflicht an. "Mit solchen Formulierungen oder Ansichten kann ich nichts anfangen. Fußballergebnisse sind keine Pflichtaufgaben. Wir haben ein großes gemeinsames Ziel: Klassenerhalt", sagte der Vorstandsvorsitzende des FCK im bundesliga.de-Interview.

Die Gastgeber müssen auf Stürmer Ilian Micanski (muskuläre Probleme) und weiterhin auf Chadli Amri (Sprunggelenkverletzung) verzichten, ansonsten sind alle Spieler fit und heiß. "Wir haben zuletzt drei Mal in Folge verloren, da ist es natürlich wichtig, jetzt wieder einmal drei Punkte einzufahren", formuliert Jiri Bilek stellvertretend.

"Guten Ergebnisse fortführen"

Frankfurt erlebte bisher mit drei Siegen und vier Niederlagen eine Achterbahnfahrt und steht im Mittelfeld der Tabelle (10. Platz). Zuletzt feierten die Hessen allerdings zwei Erfolge hintereinander, diesen Schwung wollen sie natürlich mitnehmen.

"Wir sind auf einem guten Weg und wollen unsere guten Ergebnisse fortführen", kündigte Ioannis Amanatidis im bundesliga.de-Interview an: "Ich bin sicher, es wird ein spannendes und brisantes Spiel. Es ist zwar eine etwas negative Stimmung aufgekommen, doch ich hoffe, dass unsere Zuschauer uns fair und lautstark anfeuern und wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen können."

Abgesehen von den Langzeitverletzten Zlatan Bajramovic (Achillessehnen-OP) und Sebastian Rode (Knorpel-OP) kann die eintracht in der Pfalz in Bestbesetzung antreten. Mittelfeldspieler Alex Meier meldete sich nach einer Verletzungspause wieder fit. "Vielleicht spielt Alexander Meier wieder von Anfang an. Aber zwingend sind keine Umstellungen nötig, da die Spieler, die in Stuttgart aufgelaufen sind, ihre Sache dort gut gemacht haben", sagte Trainer Michael Skibbe.