München - Der FC Bayern München kämpft gegen Eintracht Frankfurt um Anschluss an die Spitzenplätze. Bayer Leverkusen reist zum Top-Spiel nach Hoffenheim. In Hannover kommt es zu einem überraschenden Spitzenspiel gegen Freiburg. Aufstrebende Schalker treten auf dem heißen "Betzenberg" gegen den heimischen 1. FC Kaiserslautern an. Und der Hamburger SV empfängt den VfB Stuttgart zum Nord-Süd-Duell (alle Partien Samstag ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

Nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf in der Bundesliga zählt für den deutschen Rekordmeister gegen die Frankfurter Eintracht nur ein Sieg. "In der Bundesliga sind wir unter Druck. Wir müssen drei Punkte holen", forderte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Mit einem "Dreier" gegen die punktgleichen Hessen würde der FC Bayern mindestens einen Platz gutmachen, im besten Fall ist ein Sprung auf Platz 4 möglich.

Mark van Bommel wird nach seiner Verletzungspause wieder zum Kader des FCB gehören. Ob der Kapitän gegen die Frankfurter bereits in der Startelf steht, ist noch offen. FCB-Trainer Louis van Gaal ließ sich bezüglich der Startformation nicht in die Karten schauen.

Eintracht optimistisch

Eintracht-Trainer Michael Skibbe peilt nach der 0:4-Heimpleite gegen Hoffenheim Wiedergutmachung an und will aus der Allianz Arena etwas Zählbares mitnehmen."Es ist ein richtig schweres Spiel, aber nicht viel schwerer als jedes andere Bundesligaspiel. Man muss sich in der Bundesliga in jeder Partie beweisen. Unser Ziel ist es, möglichst einen Punkt aus München mit zurück zu bringen", sagte Skibbe.

Top-Torjäger Theofanis Gekas stößt im Interview mit bundesliga.de ins gleiche Horn: "Bayern ist Favorit, zumal wir ja auch einige gesperrte Spieler ersetzen müssen. Aber wir trauen uns durchaus eine Überraschung zu, werden alles geben, um die Bayern zu ärgern."

Verzichten muss der Coach auf Leistungsträger Benjamin Köhler (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich). Dafür rücken wohl Aleksandar Vasoski und Markus Steinhöfer ins Team.




Hamburger SV - VfB Stuttgart

Hamburgs Cheftrainer Armin Veh bewertet die Partie gegen seinen ehemaligen Verein als "ungemein wichtiges Spiel".

"Wir müssen sehen, dass wir jetzt die Punkte holen, um unsere Situation zu sichern", sagte der Trainer. Diese sieht den HSV im Moment in der Tabelle mit drei Punkten Rückstand auf Platz 5 durchaus noch in Schlagdistanz zu den internationalen Rängen. Doch auch nach unten solle man den Blick durchaus richten. "Wenn wir nicht gewinnen, dann holen die anderen Teams natürlich auf", sagte Veh, dem deshalb gegen Stuttgart auch ein "dreckiger" Sieg recht wäre. "Wir brauchen nicht spielerisch glänzen, sondern müssen über die Laufbereitschaft und die Leidenschaft kommen. Wenn wir das schaffen, bin ich überzeugt, dass wir auch gewinnen."

Dafür stehen dem Übungsleiter auch zwei wichtige Spieler wieder zur Verfügung. Frank Rost hat seinen Teilriss des Außenbandes überstanden und wird am Samstag im Gehäuse der "Rothosen" stehen. Als zweite wichtige Säule steht auch Guy Demel vor einem Comeback. Ruud van Nistelrooy plagen zurzeit noch leichte Probleme an der Wade. Ob es für einen Startelf-Einsatz reichen wird, steht damit noch nicht fest.

"Rechnen uns was aus beim HSV"

Für den VfB geht es in der Hansestadt derweil um wichtige Punkte im Abstiegskampf. "Wir rechnen uns was aus beim HSV", sagt Cheftrainer Jens Keller: "Die Hamburger stehen in der Tabelle nicht dort, wo sie hinwollen, und es ist für uns sicherlich von Vorteil, dass es bei ihnen momentan nicht wunschgemäß läuft. Aber nichtsdestotrotz hat der HSV eine sehr gute Mannschaft mit viel Potenzial, vor allem in der Offensive", so Kellers Einschätzung vor dem Duell zwischen dem Tabellensechzehnten und dem Tabellenneunten.

Verzichten muss Keller auf Nationalspieler Serdar Tasci. Der Innenverteidiger klagte nach seinem Muskelfaserriss erneut über Probleme im Oberschenkel. Das teilte der VFB am Freitag mit. Neben Kapitän Matthieu Delpierre wird wie zuletzt aller Voraussicht nach Georg Niedermeier im Abwehrzentrum zum Einsatz kommen. "Georg hat schon oft bewiesen, dass er ein richtig guter Verteidiger ist. Ich habe volles Vertrauen in ihn", sagte Trainer Keller.

Außerdem fehlt Rechtsverteidiger Stefano Celozzi, der muskuläre Probleme im Oberschenkel hat. Dafür meldete sich Patrick Funk zurück und gehört voraussichtlich zum Kader. Ob er oder Philipp Degen die Position hinten rechts in der Viererkette besetzen wird, ließ Keller offen.




1899 Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen

Vier Niederlagen in vier Bundesligaduellen. Die Bilanz von 1899 Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen ist nicht die beste. Dieser kleine Makel soll am 14. Spieltag aufpoliert werden. "Mit Bayer erwartet uns ein ganz starker Gegner. Leverkusen hat nach vorne fast keine Schwachstellen und ist zurzeit das spielstärkste Team der Liga", sagt 1899-Trainer Ralf Rangnick. Und auch Andreas Ibertsberger kann sich daran erinnern, dass 1899 gegen die Rheinländer "fast noch nie ein gutes Spiel" gemacht hat.

Der 4:0-Auswärtserfolg in Frankfurt hat den Kraichgauern Selbstvertrauen gegeben. Auch Rangnick war mit dem Auftritt seines Teams bei der Eintracht zufrieden: "Wir brauchen eine ähnlich starke Leistung wie gegen Frankfurt", betont aber gleichzeitig: "Wir müssen noch eins draufpacken und ein Topspiel abliefern. Dann wird die Partie eine ganz heiße und enge Geschichte."

Allzu große Veränderungen im Kader dürfte es im Vergleich zum Frankfurt-Spiel nicht geben. Tom Starke, Chinedu Obasi, Josip Simunic und Manuel Gulde fallen weiterhin aus. Sebastian Rudy und Demba Ba, die zu Beginn der Woche mit kleinen Verletzungen zu kämpfen hatten, konnten zwei Tage vor der Partie wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Bayer mit großem Respekt

Bayer-Coach Jupp Heynckes verlangt für das Hoffenheim-Spiel von seiner Mannschaft vor allem, "den letzten Schritt zu gehen" und konsequenter zu spielen. In Spitzenspielen wie gegen Bayern oder jetzt Hoffenheim gebe es nur wenige Chancen. Die gelte es zu nutzen. Er fahre insgesamt zuversichtlich in den Kraichgau: "Wir sind in einer guten Phase, spielen erfolgreich und die Mannschaft hat besonders in den Auswärtsspielen gezeigt, dass wir wieder auf qualitativ höherem Level spielen können."

Dennoch gab er zu, nach der Video-Analyse des Hoffenheimer Spiels in Frankfurt vom vergangenen Wochenende beeindruckt gewesen zu sein. Heynckes. "Sie harmonieren wieder besser als im vergangenen Jahr. Man erkennt die klare Struktur in der Mannschaft, die genau weiß, wo sie den Gegner unter Druck setzen kann." Daher sei es notwendig, dass seine Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen und "wieder dort anknüpfen, wo wir auf St. Pauli aufgehört haben."

Ob Eren Derdiyok oder Patrick Helmes in der Startformation steht, ließ Heynckes offen.




Hannover 96 - SC Freiburg

Wer hätte das vor der Saison gedacht? Am Samstag findet ein echtes Spitzenspiel des 14. Spieltags in der AWD-Arena statt! Die Mannschaft von Hannover 96 trifft auf den Sport-Club aus Freiburg - der Tabellenvierte empfängt den Sechsten. Beide Mannschaften möchten sich so weit wie möglich von den Abstiegsrängen entfernen. "Ich bin stolz, dass unsere Mannschaft bereits so viele Punkte einfahren konnte - ich wünsche mir allerdings, dass es noch mehr werden", so 96-Trainer Mirko Slomka.

Gegen den Sport-Club dürfte Kapitän Steven Cherundolo wieder seinen fest reservierten Platz auf der rechten Abwehrseite einnehmen. Die größte Lücke hinterlässt der gelbgesperrte defensive Mittelfeldakteur Sergio Pinto. Slomka testete im Laufe der Woche verschiedene Systeme: Am wahrscheinlichsten ist, dass Lars Stindl und Manuel Schmiedebach als "Doppel-Sechs" agieren werden und Sofian Chahed den Platz im rechten Mittelfeld einnimmt. Doch auch ein Einsatz von Altin Lala scheint möglich.

Manuel Schmiedebach (Zusammenstoß mit Karim Haggui) und Didier Ya Konan (Sprunggelenk) mussten am Donnerstag das Vormittagstraining zwar abbrechen - ein Einsatz am Samstag ist aber laut Slomka voraussichtlich nicht in Gefahr. Neben Pinto stehen dem Trainer außerdem Leon Andreasen und Carlitos (beide Aufbautraining), Mohammed Abdellaoue (Adduktorenprobleme), Moritz Stoppelkamp (Bänderriss) und Karim Haggui (Rotsperre) nicht zur Verfügung.

SCF bangt um Cisse

Freiburgs Cheftrainer Robin Dutt findet für den Gegner nur lobende Worte: "Hannover 96 spielt eine hervorragende Saison. Das ist eine kompakte, geschlossene Mannschaft und ich ziehe den Hut vor der Leistung meines Kollegen Mirko Slomka."

Zwar fehle 96 mit dem gelbsperrten Sergio Pinto im defensiven Mittelfeld in der kommenden Partie ein sehr wichtiger Spieler, doch verfüge der Gegner über ausreichend Alternativen. "Wir werden deshalb gegen Hannover nicht von unseren Tugenden abweichen, über unsere Leidenschaft und Mentalität Energie auf den Platz zu bringen", sagt der Cheftrainer.

Dabei kann Dutt erstmals wieder auf Kapitän Heiko Butscher zurückgreifen, der sich in Wolfsburg einen Innenbandriss zugezogen hatte. Ob auf dem Platz oder auf der Bank ließ der Trainer offen: "Vor allem bin ich froh, dass uns wieder drei Innenverteidiger zur Verfügung stehen."

Fehlen werden dagegen weiter Simon Pouplin, Pavel Krmas, Johannes Flum und Jonathan Jäger. Gefährdet ist außerdem der Einsatz der angeschlagenen Cédric Makiadi (muskuläre Probleme) und Papiss Cissé (Knie). Bei "Fünfzig zu Fünfzig" siedelte Dutt die Wahrscheinlichkeit an, dass der bislang zehnfache Torschütze Papiss Cissé in Hannover spielen kann.




1. FC Kaiserslautern - FC Schalke 04

FCK-Chefcoach Marco Kurz strebt gegen Schalke 04 den nächsten "Dreier" an, obgleich er sich live von der Qualität des Gegners beim Champions-League-Spiel der "Königsblauen" gegen Lyon überzeugen konnte.

"Wir haben hart gearbeitet um solche Topteams im Fritz-Walter-Stadion begrüßen zu dürfen und blicken mit großer Freude auf das Spiel", erklärt der Ex-Schalker Kurz. Den Lauterer Trainer beeindruckte besonders die Schalker Offensive, die mit Klaas-Jan Huntelaar und Raúl zwei Weltklassestürmer besitzt. "Wir haben Respekt, aber wir wollen unsere erfolgreiche Heimserie fortsetzen", sagt Kurz selbstbewusst. Die Formel für den Sieg lässt sich einfach zusammenfassen: aggressiv spielen, den Gegner früh stören und nicht in die Partie kommen lassen. "Wir wollen Schalke die berühmte Betze-Atmosphäre zeigen", so FCK-Coach Marco Kurz.

Magath: Sieg wäre "erlösend"

Schalke will gegen den FCK den Rückenwind aus der "Königsklasse" mitnehmen. "Ich bin überzeugt, dass uns der 3:0-Erfolg in der Champions League die nötige Sicherheit gibt, so dass wir dagegenhalten und das Spiel offen gestalten können", so Magath.

Konkrete Ziele möchte er sich und seinem Team aber nicht setzen. "Es wäre natürlich erlösend für uns, wenn wir unsere gute Phase mit einer guten Leistung und einem Sieg fortsetzen könnten, denn es besteht immer die Gefahr von Rückschlägen. Und ich weiß nicht, ob wir schon so stabil sind, Rückschläge verkraften zu können."

Magath kann auf das gleiche Aufgebot wie gegen die Franzosen zurückgreifen. Weiterhin fehlen wird Christoph Moritz. "Die Verletzung ist etwas schwerer", erklärt Magath. Der Mittelfeldspieler hat sich vor wenigen Tagen die linke Schulter ausgekugelt.




Vorschau: Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach