Weite Reise, kurzer Prozess - ohne große Mühe ist Werder Bremen in die neue Europa League spaziert. Eine Woche nach dem 6:3-Erfolg im Weserstadion gegen den FK Aktobe setzte sich der deutsche Pokalsieger auch beim kasachischen Meister problemlos mit 2:0 (2:0) durch.

Im ausverkauften Zentralstadion stellten die Gäste dank Claudio Pizarro schon vor dem Halbzeitpfiff die Weichen auf Sieg. In der 10. Minute verlängerte der Rückkehrer einen Eckball von Nationalspieler Mesut Özil per Kopf zum Führungstreffer, in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schob der Peruaner nach Vorarbeit von Aaron Hunt den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie.

Aktobe dezimiert sich selbst

Die ohnehin geringen Hoffnungen der Platzherren auf das Erreichen der Gruppenphase waren schon in der 36. Minute auf den Nullpunkt gesunken.

Außenverteidiger Emil Kenschissarjew, bereits mit einer Gelben Karte belastet, wurde von Schiedsrichter Vladimir Hrinak aus der Slowakei wegen einer "Schwalbe" vorzeitig in die Kabine geschickt.

Schaaf schont Pizarro

Nach dem Seitenwechsel taten die Norddeutschen nicht mehr als nötig, um den Sieg sicher nach Hause zu bringen. Coach Thomas Schaaf schonte nach einer Stunde im Hinblick auf das nächste Bundesligaspiel am Sonntag bei Hertha BSC Berlin Torjäger Pizarro und ersetzte ihn durch den bolivianischen Nationalspieler Marcelo Moreno.

Zeitgleich verließ auch Tim Borowski den Platz, für ihn bekam Nachwuchsspieler Philipp Bargfrede einen halbstündigen Einsatz. Özil wurde in der 72. Minute von Marko Marin abgelöst.

Gastgeber schnell kraftlos

Lediglich in der Anfangsphase hatten die Gastgeber enormen Druck entwickelt und sich gleich in den ersten drei Minuten drei gute Einschussmöglichkeiten erspielt, die jedoch durchweg von Tim Wiese vereitelt worden.