Werder Bremen konnte am vergangenen Samstag einen grandiosen Auswärtserfolg feiern. Mit einer Galavorstellung schlugen die "Grün-Weißen" den SC Freiburg mit 6:0. Überragender Spieler war dabei der deutsche Nationalspieler Mesut Özil.

An vier der sechs Treffer war Özil direkt beteiligt, außerdem holte er noch den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 5:0 heraus. Seine hervorragende Leistung wurde nun durch die bundesliga.de-Nutzer gekrönt, in dem er zum "Spieler des 13. Spieltags" gewählt wurde.

Der legitime Nachfolger von Diego

Seit einigen Wochen in Topform gelingt dem 21-jährigen, der im Februar 2008 von den Schalker "Knappen" an die Weser wechselte, im Moment so gut wie alles. Der technisch versierte Spielmacher aus Gelsenkirchen absolvierte diese Saison für Bremen bereits 19 Pflichtspiele und ist aktuell aus der Startelf von Cheftrainer Thomas Schaaf nicht mehr wegzudenken.

Wurde in Bremen während der vergangenen Saison meist über die Kabinettstückchen von Diego gesprochen, fällt diese Rolle nun mehr und mehr seinem Nachfolger Özil zu. Dementsprechend deutlich fällt auch das Ergebnis dieser Woche bei der Wahl zum "Spieler des Spieltags" aus: Mehr als jeder zweite Fan votierte für Özil (58 Prozent). Ein klare Sache.

Zwei Neu-Nationalspieler und ein Combacker auf den Plätzen

Auf den Plätzen ist die Reihenfolge dann allerdings wesentlich umkämpfter. Die restlichen fünf nominierten Spieler trennen nur acht Prozentpunkte. Auf Platz 2 konnte sich dabei mit zwölf Prozent Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg vorkämpfen. Der Neu-Nationalspieler der Schweiz schnürte am 13. Spieltag einen "Doppelpack" in Wolfsburg und war damit entscheidend am unerwarteten 3:2-Auswärtssieg des "Clubs" beteiligt.

Rang 3 nimmt der deutsche Nationalstürmer Stefan Kießling ein, der im vergangenen Länderspiel gegen die Elfenbeinküste zum ersten Mal seit Februar 2009 wieder das deutsche Trikot trug. Zehn Prozent der bundesliga.de-User gaben ihm ihre Stimme. Kießling erkämpfte mit seinen Leverkusenern ein 1:1 beim deutschen Rekordmeister aus München und verteidigte somit erfolgreich die Tabellenspitze. Er glich dabei die frühe Führung der Bayern durch Mario Gomez aus und war mit einer starken Vorstellung einer der Garanten des Punktgewinnes für die "Werkself".

Mit nur wenigen Stimmen geschlagen, muss sich Hoffenheims brasilianischer Spielmacher Carlos Eduardo, ebenfalls ein frischgebackener Nationalspieler, mit Platz 4 begnügen (9 Prozent). Carlos Eduardo, der in der vergangenen Woche im Testspiel gegen England für Brasilien debütierte, erzielte beim 4:0-Sieg seiner Hoffenheimer in Köln einen Treffer selbst. Zudem gelang ihm die Torvorlage zum 3:0 durch Demba Ba.

Der Abwehrspieler und der Torhüter müssen sich mit den Rängen 5 und 6 zufrieden geben

Nur einen Prozentpunkt dahinter folgt der Abwehrspieler Rafinha von Schalke 04 (acht Prozent). Der Brasilianer bereitete gegen Hannover 96 das Schalker 1:0 vor und gewann 59 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Drei Prozent und somit Platz 6 erreichte Bochums Torhüter Philipp Heerwagen. Der 26-jährige Keeper hielt seinen Kasten in Hamburg sauber und konnte sich somit am Ende über einen 1:0-Auswärtssieg und drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt freuen.