München - 1974 verließ Paul Breitner den FC Bayern München im Zorn in Richtung Real Madrid mit der Feststellung, dass der Club "satt" sei und "vom Zeugwart bis zum Schuhputzer eine neue Motivation brauche". Er hatte Recht, denn erst nach seiner Rückkehr 1978 gab es wieder Meisterfeiern.

Aber hätten ihn die Bayern nicht zurückgeholt, hätte er selbst wohl auch keine Schale mehr angefasst; 1977/78 war er in Braunschweig gestrandet und todunglücklich. Dass Breitner dann nach München zurückkam, lag vor allem am damaligen Noch-Spieler Uli Hoeneß. Sein bester Freund und WG-Genosse der ersten Bayern-Jahre hatte einen Sponsor aus seiner Heimatstadt Ulm (Magirus Deutz) nur unter der Bedingung besorgt, dass von dem Geld Breitner (Ablösesumme: 1,85 Millionen D-Mark) geholt werde.

Ein Jahr später stellten sie selbst schon die Bedingungen. Mit Breitner wurde das Vakuum, das Franz Beckenbauers Abgang nach New York 1977 hinterlassen hatte, wieder gefüllt. Die Bayern hatten wieder einen Leader - bis 1983. Zwei Meisterschaften, ein Pokalsieg und das Erreichen des Landesmeister-Finales fallen in seine zweite Ära. Bis heute ist er dem Verein als Berater des Vorstands verbunden.

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