Hamburg - Mit seinem Last-Minute-Treffer zum 1:1-Endstand in der Nachspielzeit rettete Branimir Hrgota Borussia Mönchengladbach beim Hamburger SV einen "wichtigen Punkt" (Gladbach-Trainer Lucien Favre) im Kampf um die Champions-League-Plätze (Spielbericht).

Zu mehr hat es nicht gereicht, auch weil die Borussen in der aktuellen Spielzeit nie nach einem Europa-League-Auftritt ein Liga-Spiel gewinnen konnten (sieben Remis, zwei Niederlagen), auch wenn Gladbach-Coach Lucien Favre erneut kräftig rotierte und die Mannschaft für das HSV-Spiel auf gleich sechs Positionen veränderte.

Außerdem haben die Fohlen Ladehemmung. In den letzten sechs Liga-Spielen konnten sie nie mehr als einen Treffer erzielen. "Das ist richtig. Wir müssen einfach mehr Tore schießen", so Hrgota. Am besten schon am kommenden Donnerstag, denn nach dem 0:1 in der Europa League müssen die Gladbacher doppelt treffen, um sicher weiterzukommen. "Dafür werden wir alles geben", verspricht Hrgota.

Frage: Herr Hrgota, herzlichen Glückwunsch zu ihrem m späten Treffer zum 1:1. Sie sind erst gut zehn Minuten vorher eingewechselt worden. Zufrieden?

Branimir Hrgota: Natürlich ist man zufrieden, wenn man so ein wichtiges Tor schießt. Der Trainer hat vor der Einwechslung zu mir gesagt: "Gib Gas und mach ein Tor! Und das habe ich gemacht."

"Der Punkt ist okay"

Frage: Wie haben Sie die Partie insgesamt gesehen?

Hrgota: Wir haben bis zum Schluss gekämpft, nie aufgegeben. Der Punkt ist okay, auch wenn natürlich anfangs zwei Chancen zur Führung hatten, aber danach wurde der HSV immer stärker und hat uns alles abverlangt.

Frage: Es ist das siebte Pflichtspiel in Folge, in dem Gladbach höchstens ein Tor erzielt...

Hrgota: Das ist richtig. Wir müssen einfach mehr Tore machen, unsere Chancen, die wir ja erspielen, einfach besser nutzen.

Frage: Außerdem hat die Mannschaft nach allen neun Europa-League-Spielen der saison nie das folgende Spiel in der Liga gewonnen. Woran liegt das?

Hrgota: Das würde ich auch gern wissen. Dafür habe ich keine Erklärung.

"Wir spielen alle gerne in Europa"

Frage: Ist die Belastung zu groß?

Hrgota: Wir machen fast jede Woche zwei Spiele. Da ist die Belastung natürlich höher. Aber das darf keine Ausrede sein. Wir rotieren doch und haben immer frische Spieler auf dem Feld. Wir tun, was wir können. Und wir spielen doch alle gern auf europäischer Ebene.

Frage: Am Donnerstag kommt Sevilla zum Rückspiel auf den Bökelberg. Was dürfen die Fans nach der 0:1-Auswärtsniederlage erwarten?

Hrgota: Das wird ein hart, ein ganz schweres Spiel. Aber wir haben in Sevilla gezeigt, dass wir mehr als mithalten können. Wir werden alles geben, die nächste Runde zu erreichen.

Aufgezeichnetvon Jürgen Blöhs