Zusammenfassung

  • Mönchengladbach gewann erstmals in der Rückrunde zwei Bundesliga-Heimspiele in Folge und muss rechnerisch Europa noch nicht abrschreiben.

  • Der VfL Wolfsburg kassierte die siebte Niederlage der Rückrunde, nur der HSV verlor 2018 öfter.

  • Raffael traf erstmals seit drei Monaten und nach sechs torlosen Bundesliga-Spielen wieder.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach bewies gegen den VfL Wolfsburg volle Mentalität und ließ beim 3:0 (3:0) im Borussia Park nichts anbrennen. Nach der Niederlage droht den Wölfen am Sonntag Tabellenplatz 16 und damit erneut die Relegation.

FANTASY HEROES: Lars Stindl (15 Punkte), Nico Elvedi (12), Jannick Vestergaard (12)

Durch die Wolfsburger Niederlage gibt es für den Hamburger SV und den 1. FC Köln zumindest eine Gnadenfrist. Die beiden Traditionsklubs können an diesem Wochenende unabhängig ihrer eigenen Ergebnisse noch nicht absteigen.

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Die Gladbacher haben durch ihren erst vierten Sieg im 14. Rückrundenspiel noch einmal die Europacupplätze ins Visier genommen. Durch die Tore von Lars Stindl (8.), Raffael (35.) und Schlitzohr Christoph Kramer (44.) verkürzte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking den Rückstand auf Platz sieben, der für die Teilnahme an der Europa League genügen dürfte, zumindest vorübergehend auf drei Punkte. 

Stindl bringt die Borussia früh in Führung
Stindl bringt die Borussia früh in Führung © imago / Hübner

Kramer sorgte dabei vor 47.797 Zuschauern im Borussia-Park für einen kuriosen Treffer. Als VfL-Torwart Koen Casteels nach einem Freistoßpfiff noch seine Mauer stellte, reagierte der Weltmeister nach der Freigabe durch Schiedsrichter Tobias Stieler sofort und schoss den Ball ins Wolfsburger Tor. Casteels stand da noch am anderen Pfosten.

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"Wir waren heute alle mental da und haben ein sehr gutes Spiel gezeigt." Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach)

Hecking veränderte sein Team im Gegensatz zur 1:5-Niederlage bei Bayern München nur auf einer Position. Der zuletzt gelbgesperrte Kapitän Stindl ersetzte Josip Drmic. Bei den Gästen kam Abwehrchef John Anthony Brooks nach überstandener Zehen- und Knieverletzung erstmals in der Rückrunde zum Einsatz.

Stindl stand sofort im Mittelpunkt. Nach einem Fehlpass von Riechedly Bazoer hämmerte der Nationalspieler den Ball zur frühen Führung ins Netz. Es war der sechste Saisontreffer des Offensivspielers.

Wolfsburg zeigte sich über das erste Gegentor nach 282 Minuten geschockt. Die Niedersachsen waren hinten konfus und vorne harmlos. Labbadia reagierte und nahm den unsicheren Brooks bereits in der 28. Minute vom Feld.

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"Wir waren uns unserer Situation nicht bewusst. Jetzt müssen wir die Niederlage erstmal verdauen." Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg)

Das Spiel der Gäste gewann durch diese Maßnahme aber nicht an Sicherheit - im Gegenteil. Raffael erzielte seinen ersten Treffer seit dem Rückrundenauftakt in Köln im Januar. Der Brasilianer traf im Nachschuss, zuvor war Jonas Hofmann noch an Casteels gescheitert. Noch vor der Pause sorgte Kramer mit seinem kuriosen Tor für die Entscheidung, daran änderten auch die Wolfsburger Proteste nichts.

Von den enttäuschenden Gästen kam auch nach dem Wechsel nicht viel. Häufig versuchte es der VfL mit hohen Bällen auf Landry Nany Dimata, der dabei gegen Gladbachs Innenverteidiger Jannik Vestergaard auf verlorenem Posten stand.

Die Gastgeber spielten mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken nicht mehr ganz so zielstrebig nach vorne, dennoch hatte Hofmann nach schönem Solo die große Chance zum nächsten Treffer (66.).

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Spieler des Spiels: Lars Stindl

In München noch gelbgesperrt kehrte Lars Stindl in die Mönchengladbacher Startelf zurück und stellte gleich mit dem ersten Torschuss der Partie die Weichen in Richtung Sieg. Der Kapitän war der umtriebigste Spieler auf dem Platz und an acht der 16 Torschüsse der Fohlen beteiligt (die meisten abgegeben und die meisten aufgelegt – jeweils vier). Zudem lief er mit 11,4 Kilometern am meisten von allen Spielern.

Bilder des Spiels

Mit seinen langen Bällen aus der eigenen Hälfte wird Vestergaard immer wieder gefährlich
Mit seinen langen Bällen aus der eigenen Hälfte wird Vestergaard immer wieder gefährlich © imago / Hübner
Raffael behält beim 2:0 den Überblick im Strafraum
Raffael behält beim 2:0 den Überblick im Strafraum © imago / Müller
Schlitzohr Kramer: Den schnell ausgeführten Freistoß verwandelt er zum 3:0
Schlitzohr Kramer: Den schnell ausgeführten Freistoß verwandelt er zum 3:0 © imago / Jan Huebner