Zusammenfassung

  • Dortmund trifft im DFB-Pokal auf Drittligist Magdeburg.

  • Für Schmelzer ist das Aufeinandertreffen ein besonderes Duell.

  • Der Borussia-Spielführer lief zwischen 2002 und 2005 für den FCM auf.

Magdeburg - Als Losfee Carolin Kebekus im August die Paarung Borussia Dortmund beim 1. FC Magdeburg zog, ließ Marcel Schmelzer nicht lange auf eine Reaktion warten. Per Twitter drückte er - nach erlittenem Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk kurz vor der Rückkehr - seine Freude auf das erste Pflichtspiel gegen seinen Jugendclub aus. Knapp drei Wochen später zog sich der gebürtige Magdeburger die gleiche Verletzung erneut zu.

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Sechs Wochen werde Schmelzer pausieren müssen, hieß es. Nach fünfeinhalb gab er am letzten Dienstag in der Champions League in Nikosia etwas überraschend sein Comeback. Am Samstag fehlte er in Frankfurt. "Wenn man so lange raus ist, zweimal sechs Wochen, kann man nicht gleich zwei Spiele in einer Woche machen", sagte Peter Bosz. "Ich möchte nicht, dass er nochmal sechs Wochen nicht da ist." Der BVB-Trainer könne sich aber vorstellen, dass sein Leistungsträger gerne spielen wolle.

Zurück zu den Wurzeln

Schmelzer wurde am 22. Januar 1988 in Magdeburg in der DDR geboren. Bereits 1996 schloss er sich dem heutigen Verbandsligisten SV Fortuna Magdeburg an, wechselte 2002 zum 1. FC, besuchte das ortsansässige Sportgymnasium. "Mit Schmelzer geht ein Talent", schrieb die Tageszeitung Magdeburger Volksstimme 2005, nachdem der damals 17-Jährige den Schritt in die Dortmunder U19 wagte. 2011 trug ein Artikel über ihn dann die Überschrift "Gestatten: Schmelzer, Marcel, deutscher Meister".

Da durfte er sich nach erster gewonnener Deutscher Meisterschaft auch in das Goldene Buch der Stadt Magdeburg eintragen. Der Linksverteidiger gewann seitdem insgesamt zweimal die Bundesliga-Meisterschale und zweimal den DFB-Pokal, absolvierte außerdem das Champions-League-Finale. Seit 2016 hat er bei den Westfalen das Kapitänsamt inne.

"Für mich ein Superlos"

"Ich freue mich wirklich sehr auf den Tag, auf den Moment, wenn wir nach Magdeburg fliegen - wenn wir da sind, ich alles drumherum kenne", äußerte Schmelzer Ende August auf einer Pressekonferenz der Borussia. Auch für die Fans vor Ort freue er sich, viele würden neben dem FCM auch den BVB unterstützen. Sicher werden die Magdeburger Anhänger die Dortmunder - wie in der 1. Runde des DFB-Pokals bereits die Augsburger - ärgern wollen. Sicher aber werden sie ihren ehemaligen Akteur in der Heimat mit offenen Armen empfangen. Schmelzer jedenfalls blickt dem Wiedersehen mit einer Menge Vorfreude entgegen: "Es wird ein schöner Tag werden."

Felix Tschon

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