Borussia Dortmund darf zum Saisonauftakt über ein 4:1 gegen RB Leipzig jubeln - © imago / Jan Huebner
Borussia Dortmund darf zum Saisonauftakt über ein 4:1 gegen RB Leipzig jubeln - © imago / Jan Huebner
Bundesliga

4:1 gegen RB Leipzig: Borussia Dortmund stürmt bei Favre-Debüt an die Tabellenspitze

Dortmund - Borussia Dortmund hat mit etwas Glück und dank effektiver Chancenverwertung seinem neuen Trainer Lucien Favre eine Bundesliga-Rückkehr nach Maß beschert. Die Westfalen bezwangen RB Leipzig am Ende verdient mit 4:1 (3:1) und grüßen nach einem gelungenen Saisonstart von der Tabellenspitze.

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FANTASY HEROES: Marco Reus (15 Punkte), Mahmoud Dahoud (14), Marcel Schmelzer (13)

Favre, der 1072 Tage nach seinem Rücktritt bei Borussia Mönchengladbach sein Bundesliga-Comeback und Heim-Debüt beim BVB gab, konnte mit seiner Mannschaft dennoch nicht hundertprozentig zufrieden sein. Denn Leipzig war trotz der vier Gegentreffer vor allem vor der Pause die bessere Mannschaft. Jean-Kevin Augustin brachte die Gäste nach nur 31 Sekunden in Führung. 

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- © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Mahmoud Dahoud (21.) mit seinem ersten Treffer im 36. Pflichtspiel für den BVB, Marcel Sabitzer per Eigentor (40.), Star-Neuzugang Axel Witsel (43.) sowie Kapitän Marco Reus (90.1) mit seinem 100. Bundesliga-Treffer schossen Dortmund an die Tabellenspitze. 

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Der BVB begann vor 80.000 Zuschauern mit Mario Götze auf der Ersatzbank - und vogelwild, nicht nur bei Augustins Blitztor. Leipzig schnürte die Gastgeber in der eigenen Hälfte ein, die Schwarz-Gelben standen dem mutigen, schnellen und extrem bissigen Gegner fast hilflos gegenüber. Auch der erstmals von Beginn an gebrachte Witsel, der als praktisch einziger BVB-Ruhepol für fast jede Spieleröffnung zuständig war, konnte dem Spiel nur mühsam Struktur verleihen.

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Spektakulär trifft Neuzugang Axel Witsel zum 3:1 für Borussia Dortmund - © imago / Team 2

"Ich bin sehr glücklich über mein erstes Tor. Ich habe lange drauf gewartet." Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund)

Augustin schießt RB Leipzig nach 31 Sekunden in Führung - © imago / mika

Witsel trifft spektakulär

Das 1:1 fiel wie aus heiterem Himmel. Dahoud traf per Kopf nach einer Flanke von Marcel Schmelzer. Nach einer weiteren Drangperiode der Sachsen und einer Großchance durch Augustin, die Torwart Roman Bürki spektakulär vereitelte (28.), blieb Dortmund weiter unstruktiert.

Im Angriff hatte der BVB aber das nötige Glück und plötzlich auch die Durchschlagskraft, die beim Zittersieg im Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth (2:1 n.V.) noch völlig gefehlt hatte.  Nach dem Eigentor von Sabitzer, der einen Reus-Freistoß per Kopf ins eigene Tor verlängerte, war Witsel mit einem sehenswerten Seitfallzieher als Abstauber nach einem Kopfball von Thomas Delaney zur Stelle.

Mit einem artistischen Kopfball erzielt Mahmoud Dahoud den überraschenden Ausgleich - © imago / ActionPictures

"Es war ein sehr intensives Spiel. Leider haben wir uns für den Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt." Lukas Klostermann (RB Leipzig)

Ein Eigentor von Marcel Sabitzer nach einem Freistoß von Marco Reus sorgt für die Dortmunder Führung - © imago / Nordphoto

Spieler des Spiels: Marco Reus

Nach dem Seitenwechsel hatte RB die erste Großchance durch Rechtsverteidiger Lukas Klostermann. Seine sehenswerte Volley-Abnahme aus spitzem Winkel parierte der starke Bürki erneut glänzend (50.). Danach boten sich dem BVB, der sich nun etwas geordneter zurückzog, Räume für Konter. Dahoud (57.) vergab die größte Chance in dieser Phase. Leipzig fehlte nun der nötige Biss aus der ersten Hälfte. Und wenn es brenzlig für die Borussia wurde, war der überragende Bürki zur Stelle - so auch in der Schlussphase gegen Werner und Bruma, ehe Reus den Deckel drauf machte.  

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Marco Reus war an der Hälfte der zehn Dortmunder Torschüsse beteiligt (drei Torschussvorlagen waren die meisten der Partie), erzielte im 234. Bundesliga-Spiel sein 100. Bundesliga-Tor und schoss den BVB mit dem 4:1 an die Tabellenspitze. Zuvor schlug er bereits die Flanke vor Sabitzers Eigentor.

Bilder des Spiels

Mit dem 4:1 in der Nachspielzeit sorgt Marco Reus für die Entscheidung - © gettyimages / Maja Hitij