Ciro Immobile kam zuletzt beim BVB nicht zum Zug, bewies im Pokalspiel bei Dynamo Dresden jedoch seine Torgefahr. Der Italiener schnürte ein Doppelpack und empfahl...
Ciro Immobile kam zuletzt beim BVB nicht zum Zug, bewies im Pokalspiel bei Dynamo Dresden jedoch seine Torgefahr. Der Italiener schnürte ein Doppelpack und empfahl...

BVB: Alternativen mit viel Licht und wenig Schatten

Dresden - Jürgen Klopp hatte gute Laune. Gerade eben war seiner Borussia mit dem standesgemäßen 2:0-Erfolg gegen mutige Dresdener der fünfte Sieg in einem nationalen Wettbewerb in Folge gelungen. Vier Mal siegte man in der Bundesliga, schoss dabei 16:4 Tore. Und nun steht man im DFB-Pokal-Viertelfinale. Auch über den Cup ist es also möglich, nächste Saison doch noch international zu spielen.

Dynamo hält stark dagegen

Wenn dem Dortmunder Coach bei der Pressekonferenz dennoch kritische Worte einfielen, hatte das weniger mit dem zweckmäßigen, aber nicht unsouveränen Auftreten seiner Mannen zu tun als mit dem katastrophalen Geläuf im schmucken Dresdner Stadion. "Dieser Rasen ist eine Frechheit", schimpfte Klopp. "Jeder, der will, dass Dynamo aufsteigt, muss dafür sorgen, dass man hier einen neuen Platz bekommt."

Tatsächlich war auf dem holprigen Geläuf so etwas wie gepflegter Kombinationsfußball kaum möglich. Hoch und weit flogen die Bälle deshalb übers Mittelfeld hinweg, doch da beiden Vereinen die letzte Präzision im Passspiel fehlte, blieben Torchancen Mangelware. Und da der BVB weder seinen spielerische noch seine individuelle Überlegenheit ausspielen konnte, hatten die 30.500 Fans über weite Strecken der Partie nicht den Eindruck, dass da ein Erst- gegen einen Drittligisten antrat.

Die Dortmunder Offiziellen hatten zuvor ausdrücklich vor dem Tabellen-Achten der Dritten Liga gewarnt, der im bisherigen Turnierverlauf mit dem VfL Bochum und Schalke 04 bereits zwei Ruhrgebietsmannschaften aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Eine "heiße Kiste", gar "schwerer" als das Schalke-Spiel am vergangenen Wochenende würde die Partie werden, hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc wissen lassen.

Stattdessen hielt der sächsische Traditionsverein in einem der stimmungsvollsten Stadien der Republik so gut mit, dass die Dortmunder Spieler nach der Partie des Lobes voll waren: "Das war ein Spiel gegen eine Mannschaft, die alles gibt, die kämpft bis zum Umfallen. Sie spielt zu Hause in einer tollen Atmosphäre", sagte Ciro Immobile. Der Italiener war für Pierre-Emerick Aubameyang in die Mannschaft gerückt, der ebenso wie Lukas Piszczek und Nuri Sahin nicht mit an die Elbe gereist war. Klopp bewies damit ein glückliches Händchen, Immobile sollte zum Goalgetter werden.

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