Zusammenfassung

  • Lucien Favre hat bereits Erfolge in der Bundesliga gefeiert
  • Drei BVB-Spieler hat er in der Vergangenheit schon trainiert
  • Er fördert Talente und macht Spieler besser - jetzt auch beim BVB

Dortmund - Lucien Favre kehrt in die Bundesliga zurück. Der Schweizer kommt vom OGC Nizza und tritt die Nachfolge von Trainer Peter Stöger bei Borussia Dortmund an. Der BVB ist Favres dritte Station in der Bundesliga. Zuvor trainierte er von 2007 bis 2009 Hertha BSC (75 Bundesliga-Spiele) und von 2011 bis 2015 Borussia Mönchengladbach (153 Bundesliga-Spiele) - mit Erfolg. bundesliga.de nennt fünf Gründe, warum Favre auch beim BVB funktionieren wird.

1) Erfolgreicher Bundesliga-Trainer

Favre kommt nicht als Neuling in die Bundesliga, kennt Gegner und Stadien nach wie vor gut. Und der Schweizer hat bereits bewiesen, dass er Bundesliga kann. Erst führte er Hertha BSC sensationell ins internationale Geschäft, dann rettete er Borussia Mönchengladbach vor dem Abstieg und machte auch die Fohlenelf zu einem Europacup-Teilnehmer. Insgesamt 153 Mal saß der Schweizer in der Bundesliga als Trainer auf der Bank - im Schnitt holte er dabei 1,57 Punkte. Nach der Saison 2008/09 wurde er sogar zum Trainer des Jahres in Deutschland gewählt.

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2) Treffen der Landsmänner

Mit Roman Bürki und Manuel Akanji schnüren bereits zwei Schweizer ihre Schuhe für den BVB. Nun folgt mit Marwin Hitz ein weiterer Landsmann des neuen Dortmunder Trainers. Favre kennt die Neuzugänge gut und wird genaue Vorstellungen davon haben, wie er sie in sein BVB-System integrieren kann. Gut für den BVB!

3) Bessermacher und Talentförderer

Favre hat in seiner Trainerkarriere bewiesen, dass er Spieler besser machen kann. Er hat keine Bedenken, auf junge, unerfahrene Akteure zu setzen. Im Abstiegskampf bei Mönchengladbach verhalf er dem heutigen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen zu seinem Bundesligadebüt und machte ihn zu seiner Nummer eins. Spielern wie Christoph Kramer oder Granit Xhaka gelang ebenfalls unter Favre der Durchbruch. Gute Nachrichten für die zahlreichen Jungprofis im BVB-Kader. Jadon Sancho, Dan-Axel Zagadou, Sergio Gomez und Co. dürfen sich freuen. Wenn Favre von ihnen überzeugt ist, dann wird er ihnen eine Chance geben.

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4) Wiedersehen macht Freu(n)de

Gleich drei Dortmunder Profis kennt Favre noch aus gemeinsamen Zeiten. Zwei davon trainierte er in Mönchengladbach. Zum einen ist das Superstar Marco Reus, der unter Favre seine beste Bundesliga-Saison erlebte. Reus kam 2011/12 in 32 Spielen zum Einsatz, stellte mit 18 Toren seinen persönlichen Saisonrekord auf und war auf dem Weg zu Tabellenplatz vier in der Bundesliga der Top-Torschütze der Borussia. Reus sagte im Interview auf dfb.de über Favre: "Ich hatte schon ein paar Klubtrainer, und unter denen ist er wahrscheinlich der beste, den ich erlebt habe." Auch Mahmoud Dahoud dürfte sich auf ein Wiedersehen mit dem Schweizer freuen: Favre verhalf Dahoud einst zu seinem Bundesliga-Debüt. Am 11. April 2015 kam Dahoud für eine Minute gegen seinen jetzigen Arbeitgeber Dortmund zum Einsatz. Zu seiner Zeit als Hertha-Trainer hatte Favre zudem einen jungen Spieler namens Lukasz Piszczek in seinem Kader, der inzwischen zu den Routiniers beim BVB zählt.

5) Schönes Spiel, stabile Defensive

Vor allem bei Borussia Mönchengladbach setzte Favre spielerisch immer auf viel Ballbesitz und eine hohe Passsicherheit seiner Mannschaft. Doch trotz des ansehnlichen Offensivspiels der Fohlenelf, war gerade die defensive Stabilität unter Favre stets hoch - der Gegentorschnitt von nur 1,1 pro Spiel ist Spitze unter allen Trainern der Borussia-Geschichte. Vor allem sind es aber genau die Eigenschaften, die man sich in Dortmund von der eigenen Mannschaft erhofft: Defensiv stabil, aber offensiv dennoch explosiv und attraktiv.