Der 19. Dezember 1909 ist der Gründungstag von Borussia Dortmund. "Exakt 99 Jahre nach der Gründung des Vereins können wir die Eröffnung unseres Museums feiern." BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball sprach zudem von einer "Punktlandung", als er am Freitag, den 19. Dezember 2008 gemeinsam mit Hans-Joachim Watzke, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, das Borusseum eröffnete.

200 geladene Gäste konnten sich den gleichen Eindruck verschaffen wie die Medienvertreter am Tag zuvor. Und Die Vertreter von Politik, Kultur und Wirtschaft zeigten sich allesamt beeindruckt. "Wir wollten das schönste Sportmuseum Deutschlands schaffen, und wir haben Wort gehalten", bekräftigte Dr. Rauball: "Es ist uns gelungen, die Geschichte von Borussia Dortmund nachvollziehbar darzustellen."

"Ich werde irgendwann mal in Ruhe hier hingehen und die Eindrücke wirken lassen", sagte Reinhold Beck, der frühere Vorsitzende der Fanabteilung, der dieses Projekt mit angeschoben hatte.

Das Borusseum hat den Anspruch, kein beliebiges Sportmuseum zu sein. Das Borussia-Dortmund-Museum hat einen Zweiklang aus Fußballgeschichte und Fankultur zum Grundgerüst der Ausstellungskonzeption gewählt.

Zwei Ausstellungssysteme

So überlagern sich im Borusseum zwei Ausstellungssysteme: Die "Gelbe Wand" mit ihren davor, darauf und dahinter platzierten Fanstationen bildet inhaltlich und räumlich das Rückgrat des Museums. Sechs Ausstellungsinseln erzählen vor diesem Hintergrund die sportliche Entwicklung des Vereins von der Gründung bis in die Gegenwart.

In jeder Epoche der Vereinsgeschichte waren es besondere Orte und Plätze, die die Entwicklung des BVB ermöglicht und geprägt haben. Im Borusseum werden diese Plätze zum Thema der runden, im Raum verteilten Ausstellungsinseln.

So erzählt zum Beispiel die Insel "Borsigplatz" von der Gründungsgeschichte, die "Weiße Wiese" als erste Spielstätte dokumentiert den Beginn der sportlichen Entwicklung, die "Rote Erde" ist unter anderem den glorreichen 50er und 60er Jahren gewidmet, und auf der Insel "Westfalenstadion" schließlich gelangt die Ausstellung bis in die Gegenwart.

Supercomputer "BVBrain"

Die "Schatzkammer" zeigt auf ihrer Außenseite gleich einem Schmuckkästchen die überbordende Vielfalt der in Laufe der Vereinsgeschichte erworbenen Trophäen und Pokale, während in ihrem Inneren die wahren Schätze angemessen in Szene gesetzt werden: Die Meisterschale, der DFB-Pokal, der Europapokal der Pokalsieger, der Weltpokal und schließlich der Champions-League-Pokal.

Das "BVBrain", dessen Gestaltung nicht von ungefähr an legendäre Supercomputer erinnert, ist die Heimat des neuen, interaktiven BVB-Gedächtnisses: Eine Datenbank, die auch via Internet zugänglich ist, von den Nutzern im Laufe der Zeit immer weiter mit Wissen über Spieler und Spiele sowie Geschichten rund um den BVB gefüttert wird und so zur umfassenden BVB-Bibliothek ausgebaut wird.

Während die sechs Ausstellungsinseln die sportliche Entwicklung des BVB dokumentieren, widmen sich die "Gelbe Wand" und die Fanstationen der zweiten Säule des Borusseums: der besonderen Fankultur des BVB. Mit der über 36 Meter breiten und drei Meter hohen "Gelben Wand" prägt ein Abbild der vollbesetzten Südtribüne die Atmosphäre des Museums und bildet das Rückgrat, die Bühne und die Basis, vor der die Ausstellungsinseln platziert werden.

Regulärer Betrieb ab dem 19. Januar 2009

Den kultischen Aspekten des Fantums widmet sich unter anderem die "Schwarz-gelbe Kammer", ein mit Fanutensilien aller Epochen dicht bestückter Raum. In die "Wall of Fame" als Ehrenwand für die Heroen der Vereinsgeschichte werden im regelmäßigen Turnus legendäre Spieler aufgenommen.

Um in den ersten Wochen lange Wartezeiten beim Einlass zu vermeiden, erfolgt der Einlass bis einschließlich 18.01.2009 ausschließlich im Rahmen geführter Touren und nach vorhergehendem Ticketkauf.

Ab dem 19. Januar 2009 öffnet das Borusseum täglich seine Pforten, und der reguläre Betrieb beginnt. Die Öffnungszeiten sind dann von Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.