Witsel, Hummels, Reus, Haaland - vier Schlüsselspieler des BVB - © DFL Deutsche Fußball Liga
Witsel, Hummels, Reus, Haaland - vier Schlüsselspieler des BVB - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Borussia Dortmunds Schlüsselspieler im Klassiker gegen Bayern

Am Samstag steht ab 18:30 Uhr das größte Duell im deutschen Fußball auf dem Programm: Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München zum Klassiker! Auf diese BVB-Akteure kommt es gegen den Rekordmeister besonders an.

Mats Hummels

Sein erstes Tor in einem Revierderby, und eine Woche später sogar ein Doppelpack - Mats Hummels hat sich an den vergangenen beiden Spieltagen warmgeschossen für das Duell gegen seinen Ex- und Ausbildungsverein. Es wäre also extrem wichtig für den BVB, dass Hummels am Samstagabend spielen kann! Am Dienstag twitterte Hummels: "Schlechte Nachricht: Für das Spiel gegen Brügge reicht es leider nicht. Gute Nachricht: für nen Muskelfaserriss bin ich zu langsam, am Samstag will ich wieder dabei sein."

Mit schon drei Saisontreffern ist er nach Erling Haaland Dortmunds bester Schütze. So torgefährlich wie aktuell war der Weltmeister von 2014 in der Saison 2010/11. Damals traf er insgesamt fünf Mal, unter anderem beim 3:1-Sieg des BVB in der Allianz Arena des FC Bayern München.

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Selbstverständlich beherrscht der 31-jährige Innenverteidiger aber auch sein Kerngeschäft. Mit 71 Prozent gewonnener Duelle ist er aktuell der beste Zweikämpfer der Liga und mit nur drei Fouls in sechs Spielen auch einer der fairsten. Fast folgerichtig stellt der BVB nach dem 6. Spieltag die beste Abwehr aller 18 Teams - fünf Spiele zu Null und nur zwei Gegentore. Hummels' Sicherheit überträgt sich auf seine Mitspieler, die ihn häufiger suchen als jeden anderen Dortmunder: Pro 90 Minuten ist er im Schnitt 102 Mal am Ball und bringt trotz vieler Offensivzuspiele überragende 93 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Axel Witsel

Gegen den Triple-Gewinner sind Erfahrung und Sicherheit gefragt - und in diesen Kategorien liegt Axel Witsel nicht nur beim BVB ganz weit vorne. Seine Fehlpassquote von gerade mal vier Prozent ist Bundesliga-Bestwert. Ballkontrolle und Routine machen den 31-jährigen Belgier auch in Dortmunds hochkarätig besetztem Mittelfeld zum wichtigen Baustein, diese Saison verpasste er noch kein Spiel und stand vier Mal in der Startelf.

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Gegen Bayerns physisch wie spielerisch starkes Zentrum mit Kimmich, Goretzka und Müller ist außerdem Witsels Zweikampfstärke ein echtes Pfund. Er gewinnt diese Saison 56 Prozent seiner Duelle und begeht extrem wenige Fouls: An den ersten sechs Spieltagen wurde er doppelt so oft gefoult (acht Mal) wie er selbst Foul spielte.

Marco Reus

Der Kapitän wieder an Bord! Nach monatelanger Verletzungspause nähert sich Marco Reus seiner Bestform, kam bislang an allen sechs Spieltagen zum Einsatz, in Bielefeld zum zweiten Mal wieder von Anfang an. Beim 2:0 auf der Alm bereitete er den zweiten Treffer durch Hummels vor - sein zweiter Scorerpunkt nach dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim, wo er als Joker das Spiel entschied. Der erste Treffer des Spiels ist und bleibt eine Spezialität des 31-Jährigen: 51 seiner 128 Bundesligatore waren Treffer zum 1:0.

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Und auch für Tore gegen die Bayern hat Reus ein Faible: Sieben Mal traf er gegen den Rekordmeister (vier Mal für Dortmund, drei Mal für Gladbach) - so oft wie kein anderer aktiver Bundesligaspieler. Die letzten beiden Treffer erzielte er per Doppelpack vor fast genau zwei Jahren: Beim 3:2 am 10.11.2018 im Signal Iduna Park schlug der BVB die Münchner zum bislang letzten Mal.

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Erling Haaland

Dortmunds im Januar verpflichtetes Megatalent bestätigt seine überragenden Qualitäten auch in seiner ersten kompletten Bundesliga-Saison: Erling Haaland erzielte 2020/21 in fünf Spielen bereits fünf Tore und bereitete zwei weitere vor. Damit ist er drittbester Scorer (hinter Lewandowski und Müller) und drittbester Torschütze der Liga (hinter Lewandowski und Kramaric). Und das, obwohl Haaland ligaweit gerade mal die siebtmeisten Torschüsse abgab (16). Der Norweger bestätigt hier seine überragende Effizienz aus der Vorsaison (34 Torschüsse für 13 Treffer).

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Über seine (zugegebenermaßen noch recht junge) Bundesliga-Karriere gesehen brauchte Haaland nicht mal drei Torschüsse für ein Tor (50 Torschüsse, 18 Treffer). Da kann sogar Bayerns Robert Lewandowski nur staunen. Der Pole braucht im Schnitt etwas über fünf Torschüsse pro Treffer. Nach dem knappen 0:1 in seinem ersten Klassiker-Einsatz stellte Haaland sich den Bayern im DFL-Supercup als Torjäger vor: Er bereitete Julian Brandts Anschlusstreffer zum 2:1 vor und überwand Manuel Neuer wenig später erstmals selbst. Seinen Ausgleich konterte Joshua Kimmich zwar mit dem Siegtreffer - doch Haalands Klassiker-Torkonto ist eröffnet.