Erling Haaland und Marco Reus jubeln im Dortmunder Sondertrikot gegen Bremen - © David Inderlied/Kirchner-Media/David Inderlied/Kirchner-Media/pool
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bundesliga

So kann Borussia Dortmund noch die Champions League erreichen

Spätestens nach der 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt schien das Saisonziel, unter den ersten Vier zu landen, bei Borussia Dortmund verfehlt. Sieben Punkte Rückstand betrug der Abstand noch vor dem vergangenen Wochenende. Doch der 29. Spieltag hat die Situation noch einmal stark verändert. Plötzlich ist die Champions League für den BVB wieder in greifbare Nähe gerückt.

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In einem Sondertrikot, das stark an das schwarze Auswärtstrikot der Meistersaison 1995/96 angelehnt war, machte Borussia Dortmund am vergangenen Sonntag seine Hausaufgaben: Werder Bremen wurde mit einem deutlichen 4:1 nach Hause geschickt. Doch bereits vor dem Spiel war klar: Ein Sieg gegen die Hanseaten würde dem BVB auf der Zielgeraden noch einmal einige Türen öffnen, die bereits als fest verschlossen galten.

Denn die Konkurrenz war bereits am Samstagnachmittag ins Straucheln gekommen: Der VfL Wolfsburg unterlag dem FC Bayern München mit 2:3, Eintracht Frankfurt ging sogar mit 0:4 bei Borussia Mönchengladbach unter. Bei noch fünf ausstehenden Spielen betrug der Rückstand des BVB auf Frankfurt vier und auf Wolfsburg fünf Punkte. Dass Frankfurt am 30. Spieltag nun mit einem Sieg gegen Augsburg vorlegte, setzt Dortmund am Mittwochabend gegen Union Berlin wieder unter Zugzwang. Zeitgleich zur Borussia tritt der VfL Wolfsburg in Stuttgart an.

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Aktuell ist es fast wahrscheinlicher, dass die Schwarzgelben noch die Wölfe kassieren. Denn das direkte Duell gegen den aktuellen Tabellendritten steht für Dortmund noch aus. Am kommenden Wochenende, dem 31. Spieltag, ist es soweit. Sollte Wolfsburg also in der englischen Woche am Mittwochabend beim VfB Stuttgart Punkte lassen, und der BVB zeitgleich seine Hausaufgaben gegen Union Berlin machen, wäre die Champions-League-Qualifikation schon am kommenden Samstag wieder aus eigener Kraft heraus zu schaffen. Und: Mit RB Leipzig treffen die Wölfe am 33. Spieltag auch noch auf ein richtiges Schwergewicht.

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Aber auch die Frankfurter Eintracht ist - einen BVB-Sieg gegen Union vorausgesetzt - noch in Schlagdistanz. Zwar rehabilitierte sich die SGE mit dem Erfolg gegen den FCA für die herbe Pleite in Gladbach, aber die erstmalige Qualifikation für die Champions League ist im Endspurt alles andere als Formsache für die Hessen.

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Und aus dem BVB wird damit plötzlich also wieder ein gefährlicher Jäger. Einer, der auf den letzten Metern nichts mehr zu verlieren hat und sich obendrein noch voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren kann. Zu den steigenden Formkurven von Spielern wie Giovanni Reyna und Julian Brandt macht dabei vor allem auch die baldige Rückkehr von Unterschiedsspieler Jadon Sancho Hoffnung. Der Engländer trainiert nach seinem Muskelbündelriss bereits wieder.

"Wir wollten unbedingt den Abstand verkürzen", sagte Kapitän Marco Reus nach dem Spiel gegen Bremen und übte sich schon vorsichtig in der Abteilung Attacke: "Jeder kann die Tabelle lesen. Es ist noch alles offen." Eines ist dabei aber Grundvoraussetzung, und das schob Reus direkt hinterher: "Wir müssen alle unsere Spiele gewinnen." Nach Union warten auf den BVB noch Wolfsburg, Leipzig, Mainz und Leverkusen. Nur, wenn Dortmund auf der Zielgeraden noch einmal über sich hinauswachsen kann, bleiben die Chancen auf das Erreichen des Saisonziels gewahrt.

Karol Herrmann