Zusammenfassung

  • Paco Alcacer überzeugt vom ersten Tag an beim BVB.
  • Bisher hat der Spanier jede seiner Großchancen genutzt.
  • Schon jetzt hat er seine Vorgänger im BVB-Dress überflügelt.

Köln - Paco Alcacer ist in aller Munde. Und bei dem furiosen Start, den der Spanier bei Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen hingelegt hat, ist das auch kein Wunder.

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Ob von der Bank oder als Starter - Paco Alcacer liefert ab, wie kaum jemand vor ihm bei den Schwarz-Gelben. Dabei haben sich die Dortmunder in den letzten Jahren vor allem auch einen Namen gemacht, weil es ihnen immer wieder gelang, Abgänge in der Offensivabteilung perfekt aufzufangen - ob bei Lucas Barrios, Robert Lewandowski oder Pierre-Emerick Aubameyang.

Bei Letzterem gelang es der Vereinsführung um Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc sogar trotz des Abgangs in der Winterpause, Ersatz zu finden. Michy Batshuayi wurde ausgeliehen - und lieferte wie geplant ab. Doch der Belgier wurde nicht fest verpflichtet. Erneut brauchten die Dortmunder in diesem Sommer also einen neuen Stürmer, erneut wurden sie fündig. Dass Alcacer die richtige Entscheidung gewesen ist, scheint beim BVB derweil schnell klar gewesen zu sein: "Er steht immer da, wo ein Stürmer stehen muss“, attestierte Torhüter Roman Bürki seinem neuen Kollegen. Jacob Bruun Larsen pflichtete bei: "Paco hat einen überragenden Torabschluss."

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Beim FC Barcelona musste der 25-Jährige, der beim FC Valencia einst seinen Durchbruch schaffte, allzu oft auf der Bank Platz nehmen, um seine Qualitäten ausspielen zu können. Das soll in Dortmund anders werden - auch wenn Trainer Lucien Favre bisher ebenfalls nicht immer auf Alcacer in der Startformation setzt. Das liegt nicht an sportlichen Gründen, sondern daran, dass der Schweizer Trainer seinen Neuzugang langsam heranführen und Verletzungen vermeiden will. Doch der Neuzugang ist jetzt schon kaum noch zu stoppen. Und kann mit seinen prominenten BVB-Vorgängern mehr als nur mithalten.

"Das war ein sehr, sehr, sehr guter Transfer." Lucien Favre

In nahezu allen Statistiken überflügelt der Stoßstürmer seine Vorgänger - ob Barrios, Lewandowski oder Aubameyang. Alcacer ist ein klassischer Abschlussspieler, kein eleganter Sprinter wie Aubameyang oder ein Allrounder im Stile Robert Lewandowskis. Der Spanier konzentriert sich auf dem Platz auf seine Hauptaufgabe: Tore schießen! Einen Torschuss eines Kollegen hat der 25-Jährige daher auch noch nicht aufgelegt - der Stürmer ist die letzte Anspielstation beim BVB. Alcacer erzielt im Schnitt alle 18 Spielminuten einen Treffer. Von bisher 13 Torschüssen in der Bundesliga zappelten ganze sieben im gegnerischen Kasten. Zudem hat Alcacer seine Großchancen zu 100 Prozent genutzt. Mit diesen überragenden Werten können Aubameyang, Lewandowski und Co im BVB-Ranking nicht mithalten.

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Kein Wunder, dass der Spanier sich in Dortmund und mit seinem Wechsel in die Bundesliga wohl fühlt. "Es geht darum, zu spielen und einen guten Lauf zu haben, wie den, den ich habe", ließ Alcacer im Gespräch mit der spanischen Sportzeitschrift "Marca" kürzlich wissen. "Es ist eine Befreiung zu spielen, Minuten zu bekommen und seinen Beruf zu genießen. Jetzt habe ich die Minuten und die Dinge laufen gut." Und auch Trainer Lucien Favre ist mehr als zufrieden mit seinem Neuzugang: "Er versteht Fußball. Er bewegt sich nach vorn, er bewegt sich zurück. Wir können mit ihm kombinieren", erklärt Favre die Qualitäten des Neuzugangs. "Das war ein sehr, sehr, sehr guter Transfer." Wer will da noch widersprechen?