Zusammenfassung

  • An der Tabellenspitze der Bundesliga liegen sechs Teams innerhalb von vier Punkten

  • Enger ging es in der Bundesliga zuletzt in der Spielzeit 2006/07 zu

  • Hier erfahrt ihr die individuellen Stärken aller Teams

Köln – Borussia Dortmund ist als einziges Team in der Bundesliga noch ungeschlagen und liegt mit 17 Punkten an der Spitze. Allzu sicher sollten sie sich beim BVB ihrer Position nicht sein, denn bis zu Rang sechs sind es nur vier Zähler. Dort liegt der FC Bayern München in Lauerstellung. Dazwischen liegen mit RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und Hertha BSC gleich vier Teams mit 14 Punkten. Enger ging es im oberen Tabellendrittel der Bundesliga nach sieben Spieltagen zuletzt in der Saison 2006/07 zu. Wir haben die Daten der ersten Wochen analysiert und nennen Euch jeweils drei außergewöhnliche Statistiken der Spitzenteams.

>>> Zur Bundesliga-Tabelle

FC Bayern München (6. Platz, 13 Punkte, 12:8 Tore)

  • Der FC Bayern pflegt auch in der laufenden Saison seinen bewährten Ballbesitzfußball. Im Schnitt hatten die Bayern bislang 66 Prozent der Ballbesitzphasen und eine Passquote von 89 Prozent. Beides ist Bundesliga-Spitze.
  • Die Bayern haben zwar bislang "nur" zwölf Tore erzielt, aber sie kommen unverändert extrem häufig zum Abschluss. 124 Torschüsse gaben die Münchner bislang ab – mehr als jedes andere Team der Bundesliga.
  • Für die Gegner der Münchner ist es hingegen zumeist schwer, sich durch die Abwehrreihen der Bayern zu spielen. Lediglich 50 Schüsse segelten Richtung Münchner Tor. Kein anderes Team ließ weniger Abschlüsse zu. Nur Mainz (vier) und Hertha (sieben) kassierten bislang weniger Gegentreffer als die Münchner (acht).

Hertha BSC (5. Platz, 14 Punkte, 12:7 Tore)

  • Für die Berliner bedeutet die aktuelle Bilanz (vier Siege, zwei Remis, eine Niederlage, 12:7 Tore) die zweitbeste der Bundesliga-Geschichte. Nur 1970/71 war die Alte Dame besser (5-1-1, umgerechnet 16 Punkte).
  • Der Slowake Ondrej Duda ragt dabei aus einem starken Team heraus. Mit fünf Treffern ist der Slowake der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga. Dabei verwandelte er zwei direkte Freistöße. Kurios: Es waren die beiden einzigen direkten Freistöße, zu denen Duda bislang in der Bundesliga antrat. Seine Trefferquote liegt also bei 100 Prozent.
  • Gerade im Olympiastadion sind die Berliner eine Macht: Das Team von Pal Dardai hat bislang alle drei Heimspiele gewonnen. Nur Borussia Mönchengladbach und der BVB weisen ebenfalls eine makellose Heimbilanz auf.

Video: Heißer Herbst in der Bundesliga

SV Werder Bremen (4. Platz, 14 Punkte, 13:8 Tore)

  • Werder Bremen blieb am 7. Spieltag gegen Wolfsburg erstmals ohne Gegentor. In Bremen wächst etwas heran, denn getroffen hat der SVW bislang in jeder Partie.
  • Die Entwicklung unter Kohfeldt ist beachtlich: Johannes Eggestein war bereits der neunte Bremer, dem in dieser Saison ein Tor gelang. Vor einem Jahr hatten nach sieben Spieltagen erst drei Werder-Akteure getroffen.
  • 14 Punkte und 13 Treffer nach sieben Runden sind jeweils die beste Ausbeute der Bremer seit sieben Jahren. Zudem ist Werder seit mittlerweile 16 Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen. Das ist die längste aktuelle Serie aller Bundesligisten.

Borussia Mönchengladbach (3. Platz, 14 Punkte, 15:9 Tore)

  • Durch den Sieg beim Rekordmeister sprang Borussia Mönchengladbach in der Tabelle auf Rang drei. Besser waren die Fohlen unter Dieter Hecking noch nie platziert.
  • Saisonübergreifend haben die Fohlen ihre letzten sechs Heimspiele allesamt gewonnen. Das ist die längste aktuelle Siegesserie aller Bundesligisten.
  • Die Gladbacher stellen aktuell den erfolgreichsten Sturm der Bundesliga. Mehr als elf Stürmertore (davon acht durch Plea und Hazard) erzielte keine andere Bundesliga-Mannschaft.

Video: Gladbach hat noch lange nicht genug

>>> Das sind die besten Torjäger und Vorbereiter der Bundesliga

RB Leipzig (2. Platz, 14 Punkte, 16:9 Tore)

  • RB Leipzig feierte am 7. Spieltag mit dem 6:0 gegen den 1. FC Nürnberg seinen höchsten Bundesliga-Sieg und katapultierte sich damit auf den 2. Platz – nach Spieltag eins und dem 1:4 in Dortmund war RB noch Letzter.
  • Die 16 Treffer sind für RB ein neuer Bundesliga-Rekord nach sieben Spieltagen. Leipzigs Stürmer sind in blendender Verfassung und gaben bereits 57 Torschüsse ab, 33 davon durch Timo Werner – beides Bundesliga-Top-Wert. Als Konsequenz erzielte Leipzig elf seiner 16 Tore durch Stürmer, kein Team mehr. Und es wäre noch mehr möglich gewesen: Die sechs Aluminium-Treffer der Sachsen sind ebenfalls Bestwert der Bundesliga.
  • Aber Leipzig lässt es nicht nur vorne krachen: Die Sachsen führten in der laufenden Saison 756 Defensiv-Zweikämpfe, die meisten aller Bundesligisten und gewannen davon 53 Prozent - ein sehr guter Wert im Bundesliga-Vergleich. Der Durchschnitt liegt bei 51.

Borussia Dortmund (1. Platz, 17 Punkte, 23:8 Tore)

  • Borussia Dortmund erzielte in der laufenden Saison bereits 23 Tore und damit sieben mehr als Verfolger Leipzig. 23 Treffer nach sieben Runden sind die viertbeste Ausbeute der Bundesliga-Geschichte und für die Borussia ein neuer Vereinsrekord.
  • Die Torgefahr verteilt sich dabei auf viele Schultern. 13 unterschiedliche Torschützen in dieser Saison sind die meisten aller Bundesligisten.
  • Drei Akteure ragen offensiv aus dem starken Kollektiv noch heraus. Marco Reus führt mit vier Toren und drei Vorlagen gemeinsam mit Teamkollege Jadon Sancho (ein Tor, fünf Vorlagen) die Scorerliste der Bundesliga an. Der Engländer ist zudem der beste Vorbereiter der Saison. Und Neuzugang Paco Alcacer führt mit sechs Treffern nicht nur die Torjägerliste an, sondern sorgte auch für einen neuen Bundesliga-Rekord: Der Spanier benötigte nur 81 Minuten für seine ersten ersten sechs Bundesliga-Tore. So schnell erreichte kein Spieler vor ihm diese Marke.

Video: Marco Reus ist Favres Schlüsselspieler auf der Zehn