Zusammenfassung

  • An der Tabellenspitze der Bundesliga liegen sechs Teams innerhalb von drei Punkten

  • So eng war es zuletzt in der Spielzeit 2008/09

  • Hier erfahrt ihr die individuellen Stärken aller Teams

Köln – Gleich sechs verschiedene Clubs könnten nach dem siebten Spieltag von der Bundesliga-Spitze grüßen. Spitzenreiter Borussia Dortmund (14 Punkte), Bayern München (13), Hertha BSC (13), Borussia Mönchengladbach (11), Werder Bremen (11) und RB Leipzig (11) liegen alle innerhalb von drei Zählern auf den ersten sechs Plätzen. Auch, wenn es aufgrund der sehr guten Tordifferenz des BVB für die Clubs mit elf Zählern eher unwahrscheinlich ist: theoretisch ist das möglich.

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So eine enge Konstellation in der Bundesliga gab es nach sechs Spieltagen zuletzt in der Spielzeit 2008/09. Damals sicherte sich der VfL Wolfsburg erst am letzten Spieltag die Deutsche Meisterschaft. Die Vorzeichen für eine spannende Spielzeit stehen also äußerst günstig. Zumal die Top 6 der Tabelle in dieser Saison allesamt schon ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben.

Wir haben die Daten der ersten Wochen analysiert und nennen Euch jeweils drei außergewöhnliche Statistiken der Spitzenteams.

RB Leipzig (6. Platz, 11 Punkte, 10:9 Tore)

  • Nach der Auftaktpleite in Dortmund reihte RB Leipzig zuletzt fünf ungeschlagene Bundesliga-Partien aneinander und kletterte in der Tabelle auf Rang 6. Fünf Spiele in Folge ohne Niederlage waren den Sachsen in der gesamten Vorsaison nicht gelungen.

  • Leipzigs Stürmer sind in blendender Verfassung und gaben bereits 50 Torschüsse ab, 28 davon durch Timo Werner – beides Bundesliga-Top-Wert. Als Konsequenz erzielte Leipzig acht seiner zehn Tore durch Stürmer, nur Gladbach erzielte ein Stürmer-Tor mehr.

  • Aber Leipzig lässt es nicht nur vorne krachen: Die Sachsen führten in der laufenden Saison 657 Defensiv-Zweikämpfe, die meisten aller Bundesligisten und gewannen davon starke 65 Prozent - ebenfalls Top-Wert der Bundesliga.

SV Werder Bremen (5. Platz, 11 Punkte, 11:8 Tore)

  • Am 6. Spieltag kassierte der SV Werder Bremen seine erste Pflichtspielniederlage seit über fünf Monaten (21. April). Trotzdem weisen die Bremer mit elf Punkten und elf Toren nach sechs Spieltagen ihre beste Bilanz seit sieben Jahren auf.

  • Bremen fuhr zwei der drei Saisonsiege auswärts ein. Kein anderes Team holte auf fremden Plätzen bislang mehr Zähler als das Team von Florian Kohfeldt.

  • Die Bremer sind die Könige der ersten Hälfte: Sechs Tore vor dem Seitenwechsel sind – gemeinsam mit dem BVB – der Topwert der Bundesliga.

Video: Werder und Hertha sind die Überraschungsteams

 

Borussia Mönchengladbach (4. Platz, 11 Punkte, 12:9 Tore)

  • Als eines von nur drei Teams haben die Fohlen zu Hause noch eine makellose Bilanz und gewannen 2018/19 alle drei Heimspiele. Auch dank dieser Heimstärke legte die Borussia den besten Saisonstart seit vier Jahren hin.

  • Die Gladbacher stellen aktuell den besten Sturm der Bundesliga. Auf neun Stürmertore (davon sieben durch Plea und Hazard) bringt es keine andere Bundesliga-Mannschaft.

  • Beim ruhenden Ball ist die Borussia besonders gefährlich: Fünf Tore nach Standardsituationen sind Bundesliga-Bestwert.

Video: Plea ist der perfekte Mittelstürmer

Hertha BSC (3. Platz, 13 Punkte, 12:7 Tore)

  • Die Hertha verbucht mit 13 Punkten aus sechs Partien den besten Saisonstart seiner Bundesliga-Geschichte.

  • Das liegt auch an der starken Offensive: Die Berliner erzielten bereits zwölf Tore. Das ist die beste Ausbeute seit 18 Jahren.

  • Der Slowake Ondrej Duda ragt dabei aus einem starken Team heraus. Mit fünf Treffern führt der Mittelfeldspieler die Torjägerliste der Bundesliga an. Dabei verwandelte er zwei direkte Freistöße. Kurios: Es waren die beiden einzigen direkten Freistöße, zu denen Duda bislang in der Bundesliga antrat. Seine Trefferquote liegt also bei 100 Prozent.

 

FC Bayern München (2. Platz, 13 Punkte, 12:5 Tore)

  • Der FC Bayern pflegt auch in der laufenden Saison seinen bewährten Ballbesitzfußball. Im Schnitt hatten die Bayern bislang 65 Prozent der Ballbesitzphasen und eine Passquote von 88 Prozent. Beides ist Bundesliga-Spitze.

  • Die Bayern haben zwar bislang "nur" zwölf Tore erzielt, aber sie kommen unverändert extrem häufig zum Abschluss. 111 Torschüsse gaben die Münchner bislang ab – mehr als jedes andere Team der Bundesliga.

  • Für die Gegner der Münchner ist es hingegen zumeist schwer, sich durch die Abwehrreihen der Bayern zu spielen. Lediglich 43 Schüsse segelten Richtung Münchner Tor. Kein anderes Team ließ weniger Abschlüsse zu.

Video: So führt Marco Reus den BVB zu Erfolgen

Borussia Dortmund (1. Platz, 14 Punkte, 19:5 Tore)

  • Der Dortmunder Offensivwirbel sucht in dieser Saison seinesgleichen: Der BVB erzielte in der laufenden Saison bereits 19 Tore und damit sieben mehr als die Verfolger Bayern, Hertha und Mönchengladbach.

  • Die Torgefahr verteilt sich dabei auf viele Schultern. Zwölf unterschiedliche Torschützen in dieser Saison sind die meisten aller Bundesligisten.

  • Einen herausragenden Akteur gibt es beim BVB allerdings trotzdem. Marco Reus ist mit sieben Torbeteiligungen (vier Tore, drei Torvorlagen) der Topscorer der Bundesliga.

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