Zusammenfassung

  • Mit dem Sieg in Dortmund hat Mainz einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt sicher und geht im August in die zehnte Bundesliga-Saison in Folge.
  • Mainz hat im zwölften Anlauf erstmals ein Bundesliga-Spiel in Dortmund gewonnen (zuvor vier Remis, sieben Niederlagen).
  • Maximilian Philipp erzielte sein neuntes Saisontor, genauso viele wie letzte Saison für Freiburg – persönlicher Saisonrekord eingestellt.

Dortmund - Der 1. FSV Mainz 05 ist gerettet, Borussia Dortmund zittert weiter um die Champions League. Die Mainzer setzten den entscheidenden Schlag im Abstiegskampf am vorletzten Bundesliga-Spieltag durch ein 2:1 (2:1) beim BVB, dem durch Patzer der Konkurrenz nur noch ein Punkt für die erneute Teilnahme an der Königsklasse fehlt.

FANTASY HEROES: Abdou Diallo (15 Punkte) / Alexander Hack (14) / Pablo De Blasis (11)

Der junge Ridle Baku (4.) und Yoshinori Muto (13.) führten die Mainzer bei ihrem Angstgegner endgültig aus der bedrohten Zone. Maximilian Philipp (16.) traf für den Gastgeber. Der BVB hat somit am kommenden Wochenende ein "Endspiel" bei 1899 Hoffenheim - ohne Abwehrchef Sokratis, der gelbgesperrt sein wird.

"Wir wollten es unbedingt schaffen. Jetzt fällt so viel ab. Wir können das jetzt genießen und so richtig feiern." Ruben Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05)

Roman Weidenfeller erlebte nach 16 ereignisreichen Jahren sein letztes Heimspiel als Profi der Borussia. Nach einer Verabschiedung mit Blumen und anderen Huldigungen saß er auf der Bank - Trainer Peter Stöger hatte aber versprochen, zumindest zu versuchen, ihn später einzusetzen.

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Dies wurde erschwert durch frühe Dortmunder Unzulänglichkeiten. Am Ende einer ersten Mainzer Kombination über Levin Öztunali stand Baku allein vor Roman Bürki - sein Schlenzer war unhaltbar. In der Vorwoche hatte Baku als Debütant bereits gegen RB Leipzig getroffen. "Ridle" lässt er sich in Anlehnung an das BVB-Idol Karl-Heinz Riedle rufen.

Während der BVB noch Sommerfußball spielte, blieb Mainz zielstrebig: Muto legte unter Mithilfe Bürkis nach. Philipp schlug sofort zurück, das Spiel war vogelwild ohne jede Kontrolle für die Abwehrreihen. Florian Müller, im Mainzer Tor Ersatz für den am Knie verletzten Rene Adler, war beim Anschlusstreffer ohne Chance.

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"Mainz ist hier so aufgetreten, wie man auftreten muss, wenn man hier etwas Großes erreichen will. Das haben sie uns vorausgehabt.“ Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund)

Erst danach wurde auch mal ein Fuß auf den Ball gestellt. Das atemraubende Anfangstempo nahm ab, der BVB blieb allerdings in der Defensive wacklig, was Alexander Hack (29.), Abdou Diallo (31.) und Pablo de Blasis (42.) beinahe ausgenutzt hätten. Zumindest war für beide Mannschaften zu diesem Zeitpunkt die Kunde aus den anderen Stadien eine gute.

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Nach der Pause machte der BVB vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Stadion etwas mehr Druck, Mainz schlug phasenweise nur noch den Ball lang nach vorne. Zwingend wurde es aus Sicht der Borussia dennoch selten. Mainz verteidigte mit Leidenschaft.

SID

Spieler des Spiels: Yoshinori Muto

Yoshinori Muto schoss mit seinem einzigen Torschuss in der Partie in Dortmund den entscheidenden Treffer zum Sieg und zum Klassenerhalt. Es war das achte Saisontor für den Japaner, der damit einen neuen persönlichen Saisonrekord aufstellte. Mit 57 Prozent gewonnenen Zweikämpfen war Muto nach seinem Treffer stets erster Verteidiger der Mainzer und Arbeiter in vorderster Front.

Bilder des Spiels

Der junge Baku bringt Mainz früh in Führung
Der junge Baku bringt Mainz früh in Führung © imago / Jan Huebner
Muto ist schneller als alle Dortmunder und trifft per Kopf zum 2:0
Muto ist schneller als alle Dortmunder und trifft per Kopf zum 2:0 © imago / Eibner
Philipp gelingt mit seinem neunten Saisontor der Anschlusstreffer
Philipp gelingt mit seinem neunten Saisontor der Anschlusstreffer © gettyimages / Sascha Schuermann
Engagiert kämpfen die Mainzer in Dortmund um jeden Zentimeter
Engagiert kämpfen die Mainzer in Dortmund um jeden Zentimeter © gettyimages / Christoph Koepsel