Bremen - Als Claudio Pizarro am Dienstagabend nach seiner Einwechslung zum 3:0-Endstand gegen Inter traf, hatte er einen besonderen Jubel parat. Mit einem Gruß an die Ersatzbank deutete er eine Übung aus seinem Reha-Programm an.

"Diese habe ich in den letzten Wochen oft machen müssen", schmunzelte der Peruaner. Nach perfektem Comeback und überstandenem Muskelfaserriss im Oberschenkel soll der Torjubel aber vorerst die letzte "Reha-Maßnahme" für den Stürmer gewesen sein. "Bei einer 2:0-Führung gegen Inter läuft es einfach. Da war es gar nicht mehr schwer für mich, in die Partie zu finden", kommentierte der Stürmer seinen Kurzeinsatz gegen den italienischen "Triple"-Sieger ab der 68. Minute. Rund eine Viertelstunde später kam mit Mikael Silvestre auch der zweite Werderaner zu seinem Comeback.

Pizarro will "richtig Gas geben"

Der Franzose wurde sieben Minuten vor Schluss für Petri Pasanen eingewechselt und bekam gleich Geschmack auf noch mehr Spielpraxis. "Ich habe mich sehr gut gefühlt, auch von der Fitness her bin ich gut drauf, so dass ich der Mannschaft in Dortmund schon wieder ein bisschen mehr helfen könnte", sagte der Abwehrspieler über sein zehnminütiges "Reinschnuppern" gegen seinen ehemaligen Club.

Auch einen Tag nach dem letzten Werder-Auftritt auf internationaler Bühne in dieser Saison und dem obligatorischen "Muskelnlockern" hatten die beiden Rückkehrer wie auch der Rest des Kaders weiterhin keine Beschwerden. In Sachen Spritzigkeit muss Claudio Pizarro nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause noch etwas Trainingsrückstand wettmachen. "In den nächsten Tagen werde ich noch einmal richtig Gas geben, um in Sachen Fitness noch ein bisschen was aufzuholen", machte der Angreifer deutlich.

Wesley auf dem Laufband

Ganz soweit ist Werders brasilianischer Mittelfeldspieler Wesley noch nicht. Am Dienstag verbrachte der Neuzugang nach seiner Muskelverletzung aus dem Spiel gegen den FC Schalke 04 eine weitere Einheit auf dem Laufband. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining hat sich Wesley für die kommende Woche vorgenommen. "In den nächsten Tagen wird es aber wohl noch nichts", so der Brasilianer.

Für Tim Borowski ging es dagegen bereits erstmals wieder zum Lauftraining an die frische Luft. Zusammen mit Fitnesscoach Yann-Benjamin Kugel und Torwart Christian Vander drehte "Boro" einige Runden über den Platz. "Das war ein wichtiger Schritt für mich. Wenn alles so optimal weiter läuft, könnte ich eventuell gegen Kaiserslautern wieder dabei sein", sagte der Mittelfeldmann.