Schlechte Nachricht für den VfL Bochum: Philipp Heerwagen hat beim Auswärtsspiel am Samstag, 12. September, bei der TSG 1899 Hoffenheim einen Kieferbruch erlitten.

Der Torhüter wird seinem Verein voraussichtlich vier Wochen fehlen. Nach dem Jochbeinbruch von Joel Epalle im April 2009 hat es nun erneut einen Bochumer in Hoffenheim schwer erwischt.

Zusammenprall mit Obasi

In 39. Minute war Philipp Heerwagen mit Chinedu Obasi zusammengeprallt. In der Situation traf der Hoffenheimer den Bochumer Schlussmann mit dem Knie im Gesicht. Schon in der Halbzeitpause musste Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer dem 26-Jährigen Teile eines Zahns entfernen, insgesamt wurden vier Zähne in Mittleidenschaft gezogen.

"Einer war sogar gespalten. Das zeigt die Wucht des Aufpralls", so Dr. Bauer. Eine Röntgenaufnahme am Montag brachte dann Aufschluss über die Schwere der Verletzung. Es sei ein "glatter Bruch", erklärt der Mannschaftsarzt der Bochumer.

"Er muss vier Wochen sehr vorsichtig sein"

"Weil der Kiefer nicht verschoben wurde, wird nicht operiert. Allerdings muss er jetzt vier Wochen sehr vorsichtig sein. Er kann zwar eingeschränkt trainieren, ein Wettkampf hingegen ist nicht möglich."

"Das ist sehr bitter für Philipp. Und damit meine ich nicht nur die Schmerzen, die er jetzt hat", betont Cheftrainer Marcel Koller. "Philipp war gut drauf und ein echter Rückhalt in den vergangenen Partien."