Der VfL Bochum hat am Sonntag einen gelungen Testspielauftakt gefeiert. Der Bundesligist setzte sich mit 2:1 beim FC Zürich durch.

Joel Epalle sorgte mit einem Schuss aus 20 Metern (3.) über das Tor für das erste Ausrufezeichen, dann war Stanislav Sestak dran. Sein Kopfball nach Concha-Flanke ging links vorbei (6.), fünf Minuten später konnte Zürichs Keeper Andrea Guatelli noch abwehren, doch den zweiten Ball brachte Epalle aus zwölf Metern zur 1:0-Führung für den VfL im Tor unter.

Heerwagen pariert Strafstoß

Zwar hatten die Hausherren optisch mehr vom Spiel, doch gefährlich vor dem gegnerischen Tor war in den ersten 30 Minuten nur das Team von Marcel Koller. Nach einem feinen Pass von Freier konnte Guatelli in höchster Not vor Sestak klären (24.), drei Minuten später kam Daniel Imhof kurz vor der Strafraumgrenz völlig frei zum Schuss, doch sein Versuch ging über das Gehäuse.

Erst nach einer guten halben Stunde war Philipp Heerwagen richtig gefordert. Dreimal sah er sich dem FCZ-Angreifer Eric Hassli gegenüber. Zweimal konnte Bochums Schlussmann abwehren (31. und 36.), der Heber des Schweizer ging über den VfL-Kasten (34.).

In den letzten fünf Minuten ging es hin und her. Erst rettete Guatelli zweimal gegen Klimowicz (40. und 42.), gegen Epalle (40.) sowie gegen den allein auf ihn zulaufenden Sestak (43.), dann stand Heerwagen wieder im Mittelpunkt. Nachdem er eine Flanke von Milan Gajic, die zum Torschuss wurde, zur Ecke klären konnte (45.), zeigte der Schiedsrichter in der Nachspielzeit auf den Elfmeterpunkt. Bei einer unübersichtlichen Situation im Strafraum entschied Marco Speranda auf den Strafstoß. Eine fragwürdige Entscheidung, die Heerwagen jedoch anschließend entschärfte: Er wehrte den Elfmeter von Almen Abdi ab.

Sestak erhöht

In der Pause nahmen Marcel Koller vier Wechsel vor, am 4-4-2-System indes änderte sich nichts. Marc Pfertzel ersetzte lediglich Christian Fuchs auf der linken Außenbahn, Mergim Mavraj rückte in die Innenverteidigung, Epalle ging in den Sturm und Shinji Ono nahm die Position hinter den Spitzen ein.

Auch mit den Veränderungen blieb der VfL gefährlich und legte fünf Minuten nach dem Seitenwechsel nach. Epalle schickte Sestak in die Gasse, und Bochums Nummer 9 verwandelte eiskalt zum 2:0 (50.). Fast wäre dem Slowaken neun Minuten später der dritte Bochumer Treffer gelungen, doch statt in aussichtsreicher Position selbst den Abschluss zu suchen, passte er den Ball quer; leider war kein Bochumer mitgelaufen.

Zürich dreht auf

Jetzt war der Schweizer Meister sauer. Die Spieler von Trainer Bernard Challandes wollten eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel die eigenen Fans beruhigen und intensivierten ihre Angriffsbemühungen. Mit Erfolg: Nach einer Stunde steckte Okonkwo einen Ball auf Hasli durch, der dieses Mal Heerwagen überwand: 1:2 aus Sicht des "Stadtclubs".

In der Schlussphase mussten die Gästen den harten Trainingseinheiten der ersten Woche Tribut zollen. Die Schweizer setzten sich in unserer Hälfte fest, es wurde jedoch nur zweimal richtig gefährlich. Erst rettete Heerwagen gegen Aegerter (76.), dann traf Adrin Nikci (79.) mit einem Kopfball die Latte.

FC Zürich: Guatelli - Koch, Tihinen, Rochat, Lampi - Nikci, Okonkwo, Aegerter, Gajic (68. Schönbächler) - Abdi, Hassli (82. Mehmedi)

VfL Bochum: Heerwagen - Concha (63. Duah), Maltritz (63. Fabian), Pfertzel, Fuchs (46. Mavraj) - Imhof (46. Johansson) - Freier, Dabrowski (46. Azaouagh) - Epalle - Sestak, Klimowicz (46. Ono)

Tore: 0:1 Epalle (11.), 0:2 Sestak (50.), 1:2 Hasli (60.)