Vor dem entscheidenden zweite Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg freut sich Markus Kauczinski vor allem über eines: Den Heimvorteil: Der Wildpark wird ausverkauft sein, unter seiner Ägide wurden alle vier Heimspiele gewonnen. Dennoch erwartet der KSC-Coach ein enges Spiel.

bundesliga.de Herr Kauczinski, das Rückspiel ist ausverkauft. Wie wichtig ist der Heimvorteil?

Markus Kauczinski: Der ist enorm wichtig für uns. 25.000 eigene Fans, die einen nach vorne pushen, sind schon eine Macht.

Frage: Kann das der spielentscheidende Faktor sein?

Kauczinski: Die Fans haben uns die ganze Saison über vorbehaltlos unterstützt. Und die Saison war ja nicht leicht. Ich glaube zumindest, dass wir nicht zuletzt deshalb die letzten Heimspiele alle gewonnen haben.

Frage: Seit Sie amtieren, wurde gegen Paderborn, Frankfurt, Union Berlin und Dresden gewonnen. Wie gestalten Sie die Tage zwischen den Relegationsspielen, damit am Montag der nächste Sieg gefeiert werden kann?

Kauczinski: Die Spanne ist ja mit zwei Tagen, die dazwischen liegen, sehr kurz. Wir haben schon direkt nach dem Spiel mit der Regeneration anfangen, viel mehr ist in der kurzen Zeit auch nicht drin. Hochdosierte Trainingseinheiten wären jetzt wirklich nicht sehr vernünftig.

Frage: Was macht Ihnen Hoffnung fürs Rückspiel?

Kauczsinksi: Dass wir einen Auswärtstreffer erzielt haben, ist natürlich Gold wert. Gefreut hat mich auch, dass wir nach den Phasen, in denen wir den Faden verloren hatten, doch immer wieder ins Spiel gefunden haben. Da war die Einwechslung von Makhtar Thioune auch wichtig. Er hat Ruhe in unser Spiel gebracht.

Frage: Ist die bessere Kondition ein Vorteil für den KSC? Ihr Mittelfeldspieler Timo Staffeldt deutete das an.

Kauczinski: Das ist durchaus möglich. Und wir haben die Möglichkeit, von der Bank noch mal frische Leute zu bringen.

Frage: Die hat Ihr Regensburger Kollege Markus Weinzierl nicht in gleichem Maße. Sein Kader, sagt er, sei in der Breite eher dünn besetzt. Wo sehen Sie denn weitere Schwachstellen bei Ihrem Team? In der fehlenden Torgefahr?

Kauczinski: Absolut. Wir reden darüber und trainieren das, aber das ist einfach ein Prozess, der länger dauert. Ich habe im Hinspiel durchaus einige Situationen gesehen, wo mir im Strafraum nicht konsequent genug zu Werke gegangen wurde.

Frage: Was meinen Sie?

Kauczinski: Ach, es gab zwei gute Hereingaben von Sebastian Schiek, bei denen dann im Sechszehner nicht die entscheidenden Schritte gemacht wurden. Da merkt man, dass vieles bei uns nicht so eingespielt ist wie man das gerne hätte. Gerade bei Flanken kann ich mehr erwarten.

Frage: Sie erwarten also ein Spiel auf Messers Schneide?

Kauczinski: Das auf jeden Fall. Das bleibt sicher spannend bis zum Schluss.