Hamburg - Donnerstagnachmittag, Trainingsgelände des FC St. Pauli. Ein ganz normaler Zweikampf - mit schwerwiegendem Ausgang: Moritz Volz bricht sich das linke Schienbein.

Als Volz nach einem Zweikampf mit Gerald Asamoah mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen bleibt, eilen die beiden Physiotherapeuten Peter Ott und Ronald Wollmann auf den Platz. Die Schmerzen sind so stark, dass die Physios den Defensivspieler vom Platz tragen müssen. Zunächst hegt man noch die Hoffnung, dass es sich "nur" um eine starke Prellung handelt. Kurze Zeit später bekommt Volz von Mannschaftsarzt Dr. Carsten Lütten die bittere Diagnose: Bruch des linken Schienbeins.

"Das ist ein Schock für mich"

"Am Freitag werden wir weitere ausführliche Untersuchungen durchführen und danach entscheiden, ob wir den Bruch operativ oder konservativ behandeln werden. Auf jeden Fall fällt Moritz Volz bis zum Saisonende aus", so Dr. Lütten.

Volz selbst war natürlich entsprechend niedergeschlagen: "Das ist ein Schock für mich. Ich werde mich nun mit den Mannschaftsärzten abstimmen, um die bestmögliche Behandlungsweise zu finden und möglichst schnell wieder auf dem Platz zu stehen." Auch für Cheftrainer Holger Stanislawski war die Diagnose ernüchternd: "Das ist sehr bitter für ihn und für die Mannschaft. Uns fehlt nun eine weitere Alternative in der Defensive. Aber da müssen wir jetzt durch. Ich wünsche ihm schnelle und gute Genesung!"