Frankfurt - Es war die Chance dieses Spiels und die Chance für Srdjan Lakic, sein erstes Tor in der Rückrunde zu erzielen. Aber der 1. FC Kaiserslautern und Lakic konnten kein Happy End in Frankfurt feiern. Der Pass des eingewechselten Jimmy Hoffer, erreichte den Kollegen Adam Hlousek, der Tscheche legte für Lakic auf, aber der Kroate traf den Ball nicht richtig und die Kugel trudelte am leeren Tor der Eintracht vorbei.

Der FCK holt zwar beim 0:0 in Frankfurt einen Punkt, bleibt aber auch im achten Spiel der Rückrunde ohne Sieg und rutscht auf einen Abstiegsplatz. Trotzdem nimmt Lautern positive Erkenntnisse aus der Partie mit und hofft, dass auch in der Offensive bald der Knoten platzt.

Lakic im Pech

Elf Tore erzielte Lakic in der Hinrunde, in der Rückrunde noch keins, auch in Frankfurt blieb dem stets engagierten Kroaten das Pech treu. Seit sein Wechsel zum VfL Wolfsburg im Sommer bekannt gegeben wurde, ist Lakic im Formtief.

Vergangene Woche, beim 1:1 gegen den Hamburger SV, pfiffen ihn die eigenen Fans im Fritz-Walter-Stadion aus. Nun, nach dem Spiel in Frankfurt, wurde er ebenso mit Applaus in die Kabine verabschiedet wie seine Mitspieler. "Ich will kein Alibi, sonst mache ich den Ball mit verbundenen Augen rein", war Lakic selbst aber unzufrieden.

Die Konkurrenz geht vorbei

Solche Momente gebe es, sagt der Torjäger ohne Fortune: "Es geht nicht um mich, sondern um den Klassenerhalt und dafür werde ich weiter immer alles geben", sagt Lakic. Es gebe noch neun Spiele und solche Phasen habe schon jeder Stürmer durchlebt.

Die Pfälzer brauchen die Tore von Lakic, auch durch seine elf Treffer holte der Club in der Hinrunde 22 Punkte, nun trifft der Kroate nicht mehr und der Club errang nur drei Zähler in der Rückrunde. Und weil die anderen Mannschaften im Tabellenkeller wie Stuttgart und Bremen am Wochenende dreifach punkteten, fiel der FCK nun auf den Abstiegsrang 17 zurück.

Lautern hofft auf weitere Rückkehrer

In Lautern wussten sie als Aufsteiger von Anfang der Saison an, dass sie bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern müssen. Das könnte nun ein Vorteil der Mannschaft von Trainer Marco Kurz im Saisonendspurt sein. Unter der Woche hatten Fanvertreter auf Initiative von Club-Chef Stefan Kuntz Lakic und der Mannschaft ihre Unterstützung versichert.

Das Formtief von Lakic setzt der Mannschaft zu, aber auch der andere Senkrechtstarter der Hinrunde, Ivo Ilicevic, fehlt der Truppe. Schon zum zweiten Mal hintereinander pausierte der schnelle Außenbahnspieler in Frankfurt, Stiven Rivic konnte ihn nicht ersetzten. Und auch der zuletzt starke Tscheche Jiri Bilek wurde als zweikampfstarker Abräumer im Mittelfeld von Pierre De Witt nicht hundertprozentig vertreten.

Mut macht, dass neben Oliver Kirch, der in Frankfurt nach seiner Verletzung erstmals wieder eingewechselt wurde, auch Ilicevic und Bilek bald wieder im Kader stehen dürften und dem Trainer somit alle Spieler wieder zur Verfügung stehen.

Gute Leistung in der Defensive

Ohnehin findet Marco Kurz, dass seine Mannschaft auf dem Spiel in Frankfurt aufbauen könne, auch wenn der FCK die beste Chance hatte, um das Spiel zu gewinnen. "Wir müssen das 0:0 akzeptieren. In der Defensive haben wir 90 Minuten aber gut gespielt", lobte Kurz sein Team.

Das war auch ein Verdienst von Mathias Abel, der zum zweiten Mal für Kapitän Martin Amedick in der Innenverteidigung von Beginn an eingesetzt wurde. Abel macht derzeit gegenüber den Innenverteidigerkollegen Rodnei, Amedick und Simunek den stabilsten Eindruck. "Ich hoffe, dass ich weiter zum Einsatz komme. In der Defensive haben wir gut gestanden. Jetzt müssen wir gegen Freiburg im nächsten Heimspiel mal wieder einen 'Dreier' landen", fordert Abel.

Tobias Schächter