München - Einen Tag nach Hoffenheims Heimdebakel gegen Frankfurt erlebt Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg das gleiche Schicksal - 0:4 gegen Hannover. FCB-Trainer Jupp Heynckes darf sich über einen Kantersieg gegen Stuttgart freuen. BVB-Trainer Jürgen Klopp kritisiert das Offensivspiel seines Teams, FCN-Coach Dieter Hecking ist mit dem Remis hochzufrieden. bundesliga.de hat die Stimmen der Trainer am 2. Spieltag.

FC Bayern München - VfB Stuttgart 6:1 (3:1)

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): Wir hatten in den ersten 20 Minuten zu passiv gespielt, aber nach dem 0:1 ist meine Mannschaft erwacht. Wir haben reagiert, wie es der Anspruch für uns ist, und danach haben wir ein überragendes Spiel gezeigt. Ich freue mich über das 6:1, aber nochmehr darüber, wie sich die Mannschaft präsentiert. Es harmonieren nicht nur die 14 auf dem Platz.

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, wir haben uns im Ballbesitz zu wenig gezeigt. Wir waren nicht in der Lage, dass zwei, drei Leute auf dem Platz eine Initiative ergreifen. Das ist für uns eine bittere Niederlage.


VfL Wolfsburg - Hannover 96 0:4 (0:2)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Zuerst muss ich mich bei unseren Fans und Zuschauern entschuldigen. Bis 15.30 Uhr war der Tag wunderbar. Wir hatten uns viel vorgenommen. In den Bemühen, den Zuschauern zu Hause etwas zu bieten, waren wir verkrampft, von Beginn an unterlegen. Die Tore sind fast zwangläufig gefallen. Das sind Nachmittage, die sind Gott sei Dank selten, aber die gibt's halt.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Wir haben in unserem Spiel nach vorne sehr viel richtig gemacht. Huszti hat vier Tore vorbereitet, das ist überragend. Wir haben auch hinten in der Defensive sehr gut gestanden und sehr wenig zugelassen. Das 2:0 war unsere Wunschvorstellung von einem Konter - mit wenigen Kontakten und hohem Tempo. Im Augenblick passen die Pässe und auch die Abschlüsse.


Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 0:0

Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): Wir haben vier Punkte nach zwei Spielen. Damit dürfen wir sehr zufrieden sein. Heute war es nicht einfach gegen eine spielstarke Mannschaft, besonders in der ersten Halbzeit waren wir nicht so präsent. Mit zunehmender Spieldauer haben wir gemerkt, dass wir in der Lage sind, mitzuspielen. In der zweiten Halbzeit haben wir fast keine Torchancen mehr zugelassen.

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Es ist immer schwer, am Anfang einer Saison gegen einen Aufsteiger zu spielen. Wichtig war es, einen Punkt zu erreichen und zu null zu spielen. Wir haben alles gegeben und sind viel gelaufen. In der zweiten Halbzeit hat man gespürt, dass wir das Spiel in Kiew noch in den Beinen hatten.


1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 0:4 (0:2)

Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): Die ersten 20 Minuten haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Da hatten wir Chancen, die man in der Bundesliga einfach verwerten muss. Nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass die Jungs geschockt waren. Zur Pause habe ich noch versucht, mit Auswechslungen neuen Schwung zu bringen, aber die Gelb-Roten Karten haben alles über den Haufen geworfen. Dieses Ergebnis ist sehr bitter für uns.

Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): Ich bin natürlich hochzufrieden. In den ersten 20 Minuten war das Spiel ausgeglichen. Es war wichtig für uns, diese Phase ohne Gegentor zu überstehen. Wenn man zur Pause 2:0 führt, ist das natürlich auch positiv. Dann muss der Gegner Räume aufmachen, in die wir hereinstoßen können. Dann gibt es so ein Ergebnis. Aber wir bewerten das nicht über.


Werder Bremen - Hamburger SV 2:0 (0:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben schnell hervorragend ins Spiel gefunden. Im Gegensatz zur Partie in Dortmund hat diesmal auch das Ergebnis gestimmt. Das waren drei Punkte mit einer guten Leistung, das stimmt einen Trainer immer zufrieden.

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Zwei individuelle Fehler haben das Spiel gegen uns entschieden, damit haben wir uns selbst um den verdienten Lohn gebracht. Wir waren in der ersten Halbzeit auf dem richtigen Weg, haben dann aber unseren Faden verloren.


1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 1:1 (1:1)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Ich bin glücklich. Wir wussten, dass wir Borussia Dortmund nicht das offene Feld bieten dürfen. Meine Mannschaft hat das heute fantastisch gemacht, die Räume zuzulaufen, mit viel Leidenschaft. Wir haben sie genervt, das hat man gemerkt. Das war unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Ich hatte den Eindruck, dass wir mehr vom Spiel hatten, vor allem die erste Halbzeit hat mir gut gefallen, aber der absolute und letzte Punch im letzten Drittel hat gefehlt. Wir haben ein bisschen zu wenig und zu schnell in die Spitze gespielt.


FC Schalke 04 - FC Augsburg 3:1 (1:0)

Huub Stevens (Schalke 04): Wir sind nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit. Natürlich waren wir sehr effektiv mit dem Standard, aber wir hatten zu viele Ballverluste und keinen Zug nach vorne, das war zu wenig. Wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht - aber am Ende den Gegner wieder aufgebaut.

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): Ich habe die ersten 30 Minuten meiner Mannschaft ordentlich gesehen. Wir waren gut drin, haben defensiv gut gestanden und es dem Gegner schwer gemacht. Wir sind nach einer Standardsituation in Rückstand geraten, das war bitter. Bis zur Halbzeit haben wir auf Augenhöhe gespielt. Gleich nach der Halbzeit wurde mit dem Gegentor von Jones alles über den Haufen geworfen.


Bayer Leverkusen - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): Wir haben einen absoluten Knallerstart hingelegt. In der Folgezeit haben wir zwar das Spiel kontrolliert, aber zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Unter dem Strich hat die Leistung über 90 Minuten gestimmt, jeder hat seine Aufgaben erfüllt.

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): Leverkusen war heute sehr konzentriert und hat seine physische Stärke ausgespielt. Uns ist es nicht gelungen, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Wir haben verdient verloren, wir hatten keine Chance. Ich gratuliere zum Sieg.


1. FSV Mainz 05 - SpVgg Greuther Fürth 0:1 (0:0)

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Das ist sehr bitter. Zu einem guten Spiel gehört aber mehr dazu, als nur viel Aufwand zu betreiben. Wir sind sehr verkrampft. Wir sind nicht in der Lage, die Hochkaräter zu nutzen. Im Moment fühlt sich das für alle Beteiligten sehr unbefriedigend an.

Michael Büskens (SpVgg Greuther Fürth): Es ist ein wunderschönes Gefühl für uns. Wir haben wahnsinnig viel Leidenschaft in die Waagschale geworfen und sind dafür belohnt worden. Für uns war wichtig, dass wir hier punkten.