"Feuerwehrmann" Jörg Berger soll Arminia Bielefeld vor dem Sturz in die 2. Bundesliga retten. Am Dienstag stellte der Club Jörg Berger als neuen Cheftrainer vor. Der 64-Jährige wird Nachfolger des am Sonntag entlassenen Michael Frontzeck. Berger erhält beim Tabellen-16. der Bundesliga einen Vertrag bis zum Saisonende, inklusive möglicher Relegationsspiele. Bereits am Dienstag leitet Berger erstmals das Training.

Berger, für den die Arminia die 16. Trainerstation ist, gilt als Prototyp des "Feuerwehrmanns". In der Bundesliga rette er neben dem 1. FC Köln und Schalke 04 auch Eintracht Frankfurt vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. "Berger hätte sogar die Titanic gerettet", hatte der frühere Eintracht-Star Jan-Aage Fjörtoft seinen damaligen Coach gelobt, nachdem Berger in der Saison 1998/99 die hoffnungslos abgeschlagene Eintracht am letzten Spieltag mit einem 5:1 gegen Kaiserslautern vor dem Abstieg bewahrte.

"Wir haben es selbst in der Hand!"

"Das Wichtigste ist das Spiel gegen Hannover, über alles andere spreche ich erstmal nicht", gab der Klassenerhalts-Experte, der den DSC vorerst bis zum Ende der Saison trainiert, nach seiner Amtsübernahme die Richtung vor. So wolle er der Mannschaft "positives Denken" vermitteln und die "Negativerlebnisse der letzten Wochen aus den Köpfen kriegen."

Ohnehin rede er selbst "immer nur über positive Sachen", den Gegner Hannover bezeichnete er entsprechend als "machbare Aufgabe. Wir haben es selbst in der Hand."